Zinsniveau: Deutsche mit Geldanlagen unzufrieden

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.01.2015

Die Bundesbürger werden zunehmend unzufriedener mit ihren Geldanlagen. Doch trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus halten Anleger hierzulande an klassischen Geldanlagen fest. Nur ein Zehntel kann sich vorstellen, in Zukunft größere Risiken einzugehen um möglicherweise mehr Rendite zu erzielen.

Zwei Drittel der Deutschen sind mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlagen im vergangenen Jahr unzufrieden. Im Rahmen einer Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken (kurz: Bankenverband) gaben 66 Prozent der Befragten an, mit ihrer Geldanlage nicht zufrieden zu sein. Damit setzt sich der Trend der steigenden Unzufriedenheit deutscher Anleger fort. 2012 waren lediglich 44 Prozent der Anleger unzufrieden mit ihrer Geldanlage, 2013 stieg der Wert bereits auf 58 Prozent.

Zufriedenheit mit der eigenen Geldanlage

Niedriges Zinsniveau sorgt für Unzufriedenheit

Schuld daran dürfte vor allem das dauerhaft niedrige Zinsniveau tragen – in Kombination mit dem Festhalten der Bundesbürger an klassischen Anlageformen. Trotz schwacher Rendite waren Tagesgeld und Festgeld auch 2014 wieder die beliebteste Anlageform der Deutschen. 35 Prozent der Befragten legten ihr Geld auf diese Weise an, gefolgt von Sparkonten und Sparplänen, die 24 Prozent nutzen. Börsennotierte Anlageformen wie Fonds oder Aktien werden trotz besserer Renditechancen jeweils nur von weniger als einem Fünftel der Befragten genutzt.

Wenig Interesse an börsennotierten Geldanlagen

Michael Koemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, hält eine größere Zufriedenheit bei der Geldanlage nur für möglich, wenn die Bundesbürger ihre Finanzstrategie der aktuellen Zinssituation anpassen: „Wenn die Deutschen weiterhin den größten Teil ihres Geldvermögens auf Giro-, Tages- oder Sparkonten parken bzw. in Form von Bargeld halten, verpassen sie die Chance auf eine höhere und auch nach Abzug der Inflationsrate positive Rendite.“ Allerdings kann sich nur jeder Zehnte vorstellen, bei künftigen Geldanlagen ein höheres Risiko einzugehen, um gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Dabei existieren auch unter den börsenbasierten Geldangen Anlageformen, bei denen das Risiko überschaubar ist. Hierzu zählen beispielsweise ETFs, die auch für Börsenneulinge gut nachvollziehbar sind, da sie einfach einen Index, beispielsweise den DAX nachbilden.

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