SCHUFA – Freund oder Feind?

Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 09.11.2016

Leasingvertrag, Kreditkarte oder Kredit – auf Pump zu finanzieren ist heute Gang und Gäbe. Was die wenigsten wissen: Fast immer hat die SCHUFA ihre Finger im Spiel. Immerhin hat die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherheit, wie die Schufa offiziell heißt, Daten von mehr als 66 Millionen Deutschen gespeichert. Wir haben über 1.000 Deutsche gefragt ob sie wissen, was die SCHUFA macht, wer schon einmal eine SCHUFA-Auskunft einholen musste und wofür. Lesen Sie hier die spannenden Ergebnisse.

Große Unkenntnis und Misstrauen gegenüber SCHUFA

Doch die meisten müssen von der SCHUFA nichts befürchten. Denn mehr als 90 Prozent der von der Wirtschaftsauskunftei gesammelten Daten sind positiv, verkündet die SCHUFA selbst. Dennoch hält sich hartnäckiges Misstrauen gegenüber der SCHUFA, wie die repräsentative Umfrage von FinanceScout24 zeigt. Von den 1.030 Befragten ist rund ein Drittel (31 Prozent) der Meinung, dass die SCHUFA Kreditanträge ablehnen kann – was sie natürlich nicht kann. Und rund ein Viertel (26 Prozent) glaubt fälschlicherweise, dass die Auskunftei auch das persönliche Einkommen und die Vermögensverhältnisse kennt.

Welcher der folgenden Aussagen über die Schufa stimmen Sie persönlich zu?

Misstrauen und Unkenntnis unter der Bevölkerung halten sich die Waage, denn jeder Vierte weiß nicht, dass die SCHUFA Informationen über Schuldner sammelt und kreditrelevante Informationen an Unternehmen und Banken liefert. Gerade junge Leute sind verunsichert und glauben, dass die SCHUFA Einblick in Girokonten und ihre Vermögensverhältnisse hat.

Jeder Zweite musste bereits SCHUFA-Auskunft einholen

Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) war schon einmal von der SCHUFA abhängig und musste sich eine Bonitätsprüfung von der SCHUFA einholen. Dabei fällt auf, dass mehr Männer (57 Prozent) bereits eine SCHUFA-Auskunft eingeholt haben als Frauen (48 Prozent). Grund dafür könnte sein, dass die Kreditaufnahme in Deutschland größtenteils Männersache ist, wie eine aktuelle Studie von FinanceScout24 zeigt.

Mussten Sie schon mal eine Bonitätsprüfung oder eine Schufa-Auskunft einholen?

Selbst bei Abschluss eines normalen Handy-Vertrags verlangen die Provider oftmals eine Bonitätsprüfung. 30 Prozent der von FinanceScout24 Befragten gaben an, dass sie dafür eine SCHUFA-Auskunft vorlegen mussten. Ähnlich bei Mietverträgen: Mehr als ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) mussten ihren potenziellen Vermietern eine SCHUFA-Bonitätsprüfung vorlegen. Um von der Bank einen Kredit zu erhalten, war in 58 Prozent der Fälle eine SCHUFA-Auskunft nötig.

Von Immobilieneigentümern verlangten die Banken dabei öfter eine SCHUFA-Auskunft (73 Prozent) als von Menschen, die zur Miete wohnen (51,7 Prozent).

Wofür genau haben Sie eine Bonitätsprüfung / Schufa-Auskunft eingeholt?

Nur jeder Dritte kennt seinen SCHUFA-Eintrag

Obwohl die Auskünfte der SCHUFA in vielen Fällen des alltäglichen Geschäftslebens vorgelegt werden müssen, kennen nur 30 Prozent der Befragten ihren persönlichen Eintrag und den sogenannten Scoringwert. Der Rest hat keine Ahnung – das gilt sogar für diejenigen, die bereits einmal eine SCHUFA-Auskunft vorlegen mussten. Man sollte jedoch seinen SCHUFA-Eintrag kennen, um etwaige Fehler auszuschließen oder negative Einträge gegebenenfalls löschen zu lassen.

Kennen Sie Ihren persönlichen Schufa-Eintrag bzw. Scoringwert?

„Bei so viel Ahnungslosigkeit ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Menschen der SCHUFA gegenüber skeptisch sind. Doch das zu Unrecht, denn mehr als 90 Prozent der gespeicherten Daten sind positiv – was die Schufa auch so weitergibt“, weiß Prof. Dr. Steffen Sebastian, Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung (Real Estate Finance) an der IRE|BS International Real Estate Business School und Direktor am Center of Finance der Universität Regensburg. Zudem hätten positive SCHUFA-Einträge auch etwas Gutes, so Professor Sebastian weiter: „Je besser etwa ein Kreditnehmer bei der SCHUFA bewertet wird, desto günstigere Zinskonditionen sind bei der Kreditvergabe möglich.“

Eine Auskunft über den eigenen Eintrag ist übrigens denkbar einfach online möglich. Diese Selbstauskunft wird auch nicht als Eintrag gespeichert.

Details zur Erhebung

Für die aktuelle Umfrage befragte das Marktforschungsinstitut Innofact AG vom 5. bis 8. Juni 2015 im Auftrag von FinanceScout24 1.030 Personen, bevölkerungsrepräsentativ hinsichtlich Alter (18 bis 65 Jahre) und Geschlecht quotiert. Mehrfachantworten waren möglich. 50 Prozent der Umfrageteilnehmer waren männlich, 50 Prozent weiblich.

Details zur Erhebung

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Grafik: Welcher der folgenden Aussagen über die Schufa stimmen Sie persönlich zu?
Grafik: Mussten Sie schon mal eine Bonitätsprüfung oder eine Schufa-Auskunft einholen?
Grafik: Wofür genau haben Sie eine Bonitätsprüfung / Schufa-Auskunft eingeholt?
Grafik: Kennen Sie Ihren persönlichen Schufa-Eintrag bzw. Scoringwert?

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