Stromvergleich

Arten und Tarife

„Strom“ ist der umgangssprachliche Begriff für die elektrische Energie, die wir nutzen, um eine Vielzahl von Geräten zu betreiben, Wasser zu erwärmen oder zu heizen. In den letzten Jahren sind die Strompreise jedoch stark gestiegen, sodass es heutzutage mehr denn je darauf ankommt, per Stromvergleich den besten Tarif für die eigenen Nutzungsgewohnheiten zu finden.

 

Zunächst einmal werden zwei Stromarten unterschieden: Konventioneller Strom wird aus Kernkraft, Kohle oder Erdöl erzeugt und ist im Preisvergleich eher günstiger Strom. Sogenannter Ökostrom oder Grünstrom beziehungsweise Naturstrom stammt aus erneuerbaren Quellen wie Windkraft, Wasserkraft oder Sonnenenergie. Er ist im Strompreisvergleich tendenziell teurer, es gibt jedoch auch Angebote, die beim Stromrechner vordere Plätze belegen.

 

Ihren Stromanbieter sowie Ihren Tarif können Sie grundsätzlich frei wählen. Manche Tarife weisen aber Besonderheiten auf, etwa weil sie auf eine bestimmte Nutzergruppe zugeschnitten sind. Ein Überblick:

 

  • Grundversorgung: Wenn Sie sich Ihren Stromanbieter nie aktiv ausgesucht haben, beziehen Sie die Grundversorgung vom örtlichen Versorger, meist den Stadtwerken. Dieser schneidet im Stromvergleich tendenziell eher schlecht ab. In diesem Fall sollten Sie also schnellstmöglich einen Stromrechner nutzen, um ein günstigeres Angebot zu finden.
  • Nachtstrom: Ursprünglich war Nachtstrom aufgrund der geringeren Netzauslastung besonders günstiger Strom, der sich daher zum Heizen eignete. Mittlerweile ist der Strompreis jedoch so stark gestiegen, dass andere Heizmethoden finanziell sinnvoller sind als Nachtspeicherheizungen.
  • Wärmepumpentarife: Wärmepumpen sind eine modernere Möglichkeit, mit Strom zu heizen. Ist die Pumpe effizient, kann sie gleichsam umweltfreundlich und dank entsprechender Wärmepumpentarife günstig sein. Um sicherzugehen, sollten Sie die Kosten aber vorab per Stromrechner genau kalkulieren.
  • Sozialtarife: Als bedürftig eingestufte Verbraucher haben die Möglichkeit über einen sogenannten Sozialtarif im Vergleich besonders günstigen Strom zu beziehen. Problematisch ist allerdings, dass dies im Ermessen der einzelnen Stromanbieter liegt und es keine einheitlichen Richtlinien gibt.
  • Gewerbestrom: Stromanbieter beliefern selbstverständlich nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen. Letztere können als Großabnehmer Gewerbestrom beziehen. Der entsprechende Tarif wird oft individuell ausgehandelt und findet sich dann in keinem Stromtarifvergleich.

 

Unabhängig davon, für welchen Tarif Sie sich entscheiden, sollten Sie vor dem Abschluss immer einen Stromanbieter-Vergleich durchführen.

 

 

Anbietervergleich

Wenn Sie noch nie den Stromanbieter gewechselt haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Sie bei einem Strompreisvergleich Tarife finden, mit denen Sie jährlich eine dreistellige Summe sparen können. Aufgrund der vielen Veränderungen auf dem Markt nützt ein Stromvergleich aber auch allen, die ihren Strom nicht mehr vom Grundversorger beziehen.

 

Beim Stromanbietervergleich gilt es, mehr zu beachten als nur die Strompreise. Im Stromrechner von FinanceScout24 werden deshalb neben den reinen Stromkosten pro Kilowattstunde auch andere wichtige Faktoren geprüft. Folgende Aspekte haben Einfluss auf den Strompreis:

 

  • Verbrauch: Je mehr Sie abnehmen, desto geringer ist im Vergleich meist der Preis pro Kilowattstunde.
  • Ort: Wo Sie wohnen, entscheidet darüber, welche Anbieter der Strompreisrechner aufführt.
  • Ökostrom und Klimatarife: Wünschen Sie, dass Ihr Strom ganz oder anteilig aus erneuerbaren Energien gewonnen wird beziehungsweise zum Ausgleich für die CO2-Emmission Klimaprojekte unterstützt werden, sind die Strompreise im Vergleich meist höher.
  • Kundengruppe: Gewerbetreibende haben andere Stromtarife zur Auswahl als Privatpersonen.
  • Vertragslaufzeit: Je länger Sie sich binden, desto mehr kommen Ihnen die Stromanbieter oft preislich entgegen.
  • Anteil Nebenzeit: Wenn Stromanbieter zwischen Haupt- und Nebenzeit unterscheiden, sind nachts und am Wochenende die Strompreise im Vergleich zur Abnahme während des Tages günstiger.

 

Einige Stromtarife weisen auch Besonderheiten auf, die für Sie von Vor- oder Nachteil sein können. Ein Überblick:

 

  • Preisgarantie: Mit einer Preisgarantie können Sie in einem gewissen Rahmen sicher sein, dass die Strompreise nicht erhöht werden – beachten Sie hier aber unbedingt Dauer und etwaige Ausnahmen.
  • Bonus: Um Kunden zu werben oder zu halten, bieten manche Versorger einen Neukunden- oder Treuebonus an. Achten Sie darauf, unter welchen Bedingungen er (nicht) gilt; häufig ist er zum Beispiel an eine Vertragslaufzeit gebunden.
  • Vorauskasse: Gegen Vorauskasse wird Ihnen oft besonders günstiger Strom angeboten, da der Energiekonzern bereits mit Ihrem Geld wirtschaften kann. Hier ist Vorsicht geboten, denn bei einer Unternehmensinsolvenz ist Ihr Geld weg.
  • Kaution: Ähnliches gilt in geringerem Maße für Tarife mit Kaution. Hier hinterlegen Sie zinsfrei eine bestimmte Summe, die zum Ende des Vertrages zurückgezahlt oder verrechnet wird.

 

Paket-Tarif: Paket-Tarife sind oft auf den vorderen Plätzen beim Strom-Preisvergleich. Sie erfordern es jedoch, dass Sie Ihren Bedarf sehr genau einschätzen können. Für alles, was darüber hinausgeht, zahlen Sie im Vergleich deutlich mehr pro Kilowattstunde.

 

 

Kündigung

Wenn Sie beim Vergleich der Stromanbieter ein attraktives Angebot gefunden haben, können Sie den neuen Vertrag oft gleich online abschließen, indem Sie den entsprechenden Verlinkungen aus dem Stromtarifrechner heraus folgen. Es gehört dabei zum Service vieler Stromanbieter, dass sie Ihrem derzeitigen Versorger kündigen, sofern Sie sie damit beauftragen. Vorab sollten Sie jedoch in Ihren aktuellen Vertragsbedingungen prüfen, welche Frist Sie dafür einhalten müssen. Beim Grundversorger können Sie in der Regel innerhalb weniger Wochen kündigen, andere Stromanbieter haben im Vergleich oft deutlich längere Laufzeiten. Falls die Zeit bis zum Ende der Frist nur noch sehr kurz ist, empfiehlt es sich, dass Sie Ihren Vertrag zur Sicherheit selbst auflösen, statt dies dem neuen Anbieter zu überlassen.

 

Weiterhin haben Sie unabhängig von der Vertragslaufzeit ein Sonderkündigungsrecht, falls Ihr Anbieter ankündigt, die Strompreise zu erhöhen. Häufig bleibt Ihnen jedoch nur wenig Zeit, dieses auszuüben, sodass es sich empfiehlt, zügig zu handeln: Führen Sie unmittelbar nach Erhalt der Ankündigung einen Stromvergleich durch und leiten Sie die Kündigung schnellmöglich in die Wege, falls ein anderer Tarif im Stromrechner für Sie günstiger ist.

 

Im Falle eines Umzugs sollten Sie Ihren Versorger frühzeitig informieren. Liefert er auch an Ihrem neuen Wohnort, vollzieht sich die Umstellung dann entsprechend Ihrer Angaben automatisch. Müssen Sie sich jedoch einen neuen Anbieter suchen, sollten Sie rechtzeitig Strompreise per Strom-Rechner vergleichen und dem Versorger Ihrer Wahl den Auftrag erteilen. Falls das im Umzugstrubel unter den Tisch gefallen ist, brauchen Sie sich allerdings keine Sorgen zu machen, dass Sie ohne Strom dastehen: In dieser Situation springt der Grundversorger ein – seine Stromtarife sind jedoch nur selten die günstigsten.

 

 

Tipps zum Stromsparen

Den steigenden Stromkosten können Sie auf zwei Arten begegnen: Neben der Wahl eines günstigen Stromanbieters per Strompreisvergleich können Sie mit Hilfe von ein paar einfachen Energiespartipps auch Ihren Verbrauch senken. Der Haushalt bietet viele Ansatzpunkte dafür – dies sind die größten Stromfresser:

 

  • PC und TV: Gemeinsam verursachen Heimkino und Büro fast ein Viertel des Stromverbrauchs. Mit einer ausschaltbaren Steckdosenleiste können Sie dafür sorgen, dass mit dem nicht unerheblichen Stand-by-Verbrauch Schluss ist.
  • Beleuchtung: Statt auf herkömmliche Glühbirnen zu setzen, können Sie mit LEDs und Energiesparlampen viel Geld sparen.
  • Elektrische Warmwasserbereitung: Erhitzen Sie Ihr Wasser mit Strom, macht sich dies deutlich bei Ihrer Rechnung bemerkbar. Senken Sie die Stromkosten, indem Sie der Dusche den Vorzug vor dem Bad geben und warmes Wasser nicht unnötig laufen lassen.
  • Kühlschrank: Etwa zehn Prozent Ihrer Stromkosten verursacht Ihr Kühlschrank. Diesen Anteil können Sie senken, indem Sie ihn nicht kälter als sieben Grad Celsius einstellen, die Tür immer zügig wieder schließen und niemals warme oder gar heiße Speisen darin platzieren.
  • Kochen und Spülen: Jede Mahlzeit trägt erheblich zu Ihrem Stromverbrauch bei. Beim Kochen sollten Sie daher darauf achten, dass Sie nie mehr Wasser erhitzen als nötig, keine Töpfe wählen, die kleiner sind als die Herdplatte, und immer einen Deckel benutzen. Der Abwasch ist mit der Maschine energieeffizienter – vorausgesetzt, sie ist voll beladen.
  • Trockner: Auch der Trockner sollte voll beladen sein, wenn Sie ihn nutzen. Noch mehr Stromkosten sparen Sie jedoch, wenn Sie auf Wäscheständer oder -leine zurückgreifen.

 

Schließlich sollten Sie beim Neukauf aller technischen Geräte nicht nur einen Preisvergleich, sondern auch einen Verbrauchsvergleich durchführen.

 

Weiterhin können Sie sich von den Preisen der Stromanbieter ein Stück weit unabhängig machen, indem Sie Ihren Strom selbst erzeugen. Dies erfordert zwar eine gewisse Anfangsinvestition, dennoch ist Ihr Strom im Vergleich deutlich günstiger. Dies sind die drei gängigsten Methoden:

 

  • Photovoltaik: Besonders in sonnigen Regionen rechnet sich eine Solaranlage auf dem Dach schnell. Prüfen Sie aber unbedingt vorab, ob die Sonneneinstrahlung in Ihrer Gegend ausreichend ist.
  • Mini-Windkraftwerk: Wenn es bei Ihnen zu Hause eher windig als sonnig ist, könnte eine kleine Windkraftanlage die richtige Wahl sein. Beachten Sie allerdings, dass diese unter Umständen störende Geräusche erzeugt.
  • Blockheizkraftwerk: Ein Mini-Blockheizkraftwerk im Keller nutzt das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung sehr effizient. Sie können es mit Öl, Gas oder auch Holzpallets betreiben, sollten aber zuvor die Wirtschaftlichkeit kalkulieren.

 

 

 
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