8 Fakten zu Währungen, die Sie uns nicht abkaufen

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Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 18.05.2016

Sie dachten Sie kennen sich mit Geld aus? Hier werden Sie bestimmt einige Fakten zu Währungen lesen, die Sie davor noch nicht wussten - und die fast schon zu kurios klingen, um wahr zu sein!

Inhaltsverzeichnis

    Wie Sand am Meer

    Wie Sand am Meer

    Bei Ihrem nächsten Strandspaziergang sollten Sie die Augen offen halten. Denn die richtigen Muscheln machen Sie auf Papua-Neuguinea reich. Noch immer kann in dem Land mit dem traditionellen Muschelgeld bezahlt werden.

    Bunkern können Sie Ihre Schätze aus dem Meer dann in der wohl einzigen Muschelbank der Welt. Aber Achtung – nicht jede Muschel wird als Zahlungsmittel akzeptiert, nur die ganz seltenen Exemplare lassen sich eintauschen.

    Sie werden zu Plättchen geschlagen und geschliffen und anschließend auf Schnüre in unterschiedlicher Länge aufgereiht. Inzwischen wird das Muschelgeld nur noch selten von Händlern akzeptiert. Für den Brautkauf dürfen Sie es aber noch verwenden.

    Digitale Währung

    Digitale Währung

    Natürlich kommt unser Zeitalter nicht ohne eine digitale Währung aus. Bereits seit 2009 sind Bitcoins als Zahlungsmittel im Internet nutzbar. Sie können einfach Dollar und Euro in die Internetwährung umtauschen. Oder Sie stellen die Bitcoins selbst her, indem leistungsstarke Rechner komplexe Matheaufgaben lösen.

    Bezahlen können Sie über eine Software oder App auf dem Handy. Wer sich die Bitcoins ausgedacht hat, ist nicht klar – ihr Erfinder gilt als Phantom. Übrigens gibt es Bitcoins nicht unbegrenzt, sonst käme es innerhalb kürzester Zeit zur Inflation. Bei 21 Millionen Stück wird die Schöpfung von Bitcoins gestoppt.

    Einfach mal die Zähne zusammenbeißen

    Einfach Zähne zusammenbeißen

    Nein, keine Sorge, Sie müssen nicht wieder Ihre Milchzähne hervorkramen oder sich alle Zähne ziehen lassen. Stattdessen wurde das Zahngeld aus Säugetierzähnen hergestellt, so zum Beispiel auf Neuguinea und anderen Südseeinseln.

    Noch bis 1929 konnte auf den Admiralitätsinseln mit Hundezähnen bezahlt werden. Für einen Zahn bekamen Sie zehn Kokosnüsse, für eine Kette mit 100 Hundezähnen sogar ein ganzes Schwein. Als besonders reich galt, wer kreisrund gebogene Eckzähne von männlichen Schweinen besaß, und auf den Fidschi-Inseln waren sogar Pottwalzähne als Zahlungsmittel im Umlauf.

    Bezahlen mit sauren Gurken

    Bezahlen mit sauren Gurken

    In einem tschechischen Dorf nahe der deutschen Grenze wurde vor kurzem die Währung „TNE“, kurz für „tvrdsi nez Euro“ (härter als der Euro) eingeführt. Reich sind hier vor allem diejenigen mit einer vollen Vorratskammer: Ein Einmachglas hat den Wert von rund 30 Tschechischen Kronen (rund 1,20 Euro), je nach Inhalt steigert sich der Wert sogar.

    Durch den Austausch der Einmachgläser will die Initiative „Lokalwirtschaft“ den Absatz von regionalen Produkten erhöhen. Bis jetzt lässt sich die Einmachgläser-Währung allerdings nur sehr begrenzt einsetzen. Eine Konditorei, ein Bistro und ein Schokoladengeschäft nehmen an der Initiative teil.

    Über sieben Brücken

    Über sieben Brücken

    Sind Ihnen schon mal die Brücken auf den Euro-Scheinen aufgefallen, und haben Sie sich schon immer gefragt, wo diese Bauwerke zu finden sind? Nirgendwo – die Brücken sind nämlich reine Fiktion und stehen symbolisch für die europäische Einigkeit. Ein niederländischer Grafikdesigner lässt die Brücken in seinem Geburtsort Spijkenisse bei Rotterdam nun Wirklichkeit werden.

    Alle sieben Brücken sollen dort nach Vorlage der Euro-Scheine erbaut werden. Dafür hat er sogar das Okay der Europäischen Zentralbank erhalten. Die ersten Brücken wurden nach Vorlage der 10- und 50- Euro-Scheine im Baustil der Romanik und Renaissance errichtet.

    Wenn das Geld in den Händen zerrinnt

    Wenn Geld in Händen zerrinnt

    2011 wurden in Kanada Banknoten aus Kunststoff eingeführt. Üblicherweise besteht Geld aus einem Baumwollgewebe, doch immer mehr Länder greifen bei der Geldproduktion auf Polymere zurück, da diese Banknoten nur schwer zu fälschen sind. Dafür sorgt unter anderem ein transparentes Fenster mit Hologramm, das in die Scheine eingearbeitet ist.

    Immer mal wieder kommen Beschwerden auf, da die Scheine angeblich nicht so hitzebeständig sind wie erwartet. So sollen schon Scheine zusammengeschmolzen sein, die in der Sonne oder zu nah an der Heizung lagen. So richtig warm werden die Kanadier mit dem neuen Plastikgeld also nicht.

    Falscher Ahorn

    Falscher Ahorn

    Doch nicht nur das Material der Banknoten sorgte bei den Kanadiern für Unmut. So wurde bemängelt, dass das Ahornblatt auf der 100-Dollar-Note kein echter kanadischer Ahorn ist. Das stellte ein kanadischer Biologie-Professor fest, der das Blatt als ausländischen, eingeführten Spitzahorn identifizierte.

    Die Notenbank versuchte zu schlichten und klärte auf, dass es sich lediglich um ein stilisiertes Ahornblatt handelt und nicht um eine existierende Gattung. So sind nämlich alle Kanadier eingeschlossen.

    Für Furore sorgte außerdem die Abbildung einer Frau auf dem 100-Dollar-Schein. Auf dem Entwurf hatte sie eindeutig asiatische Gesichtszüge und beugte sich über ein Mikroskop. Damit würde das Klischee bestärkt, dass Asiaten die Vorreiter in Wissenschaft und Technologie sind. Inzwischen wurde sie durch eine Frau mit westlichem Aussehen ersetzt.

    Peinlicher Fehldruck

    Peinlicher Fehldruck

    Einen peinlichen Fauxpas lieferte sich 2010 die philippinische Zentralbank. Sie druckte auf den 500-Peso-Schein ein Bild des wohl bekanntesten Vogels des Landes, des Blaunacken-Papageis. Der blaue Nacken war auch deutlich zu erkennen, allerdings waren die Schwanzfedern grün statt gelb, und der Schnabel hatte ebenfalls eine völlig falsche Farbgebung.

    Das allein wäre schon unangenehm genug, wenn der Zentralbank nicht noch ein weiterer Fehler unterlaufen wäre: Auf etlichen Scheinen war eine falsche Abbildung der philippinischen Landkarte abgedruckt, bei der einige Inseln einfach ausgelassen wurden. Inzwischen ist der fehlerhafte Schein sehr begehrt unter Sammlern.

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