Typklassen und Regionalklassen in der Kfz-Versicherung

Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 05.12.2016

Die Typklasse ist ein Indexwert, anhand dessen die Versicherungsprämie für die Kfz-Haftpflicht und die Kaskoversicherung berechnet wird. Je höher die Typklasse eines Fahrzeugs ist, umso teurer ist die Versicherung. Der Einordnung liegt der sogenannte Schadenbedarf des jeweiligen Fahrzeugtyps zugrunde. Diese versicherungstechnische Größe errechnet sich aus der Schadens- und Unfallbilanz eines Fahrzeugtyps.

Vereinfacht lässt sich sagen: Je mehr Schäden mit einem bestimmten Fahrzeugtyp verursacht werden, umso höher ist seine Typklasseneinordnung. Zu den Fahrzeugen mit hoher Typklasse gehören beispielsweise übliche Fahranfänger-Autos wie der Golf II. Die niedrigste Typklasse 10 gilt bei der Haftpflichtversicherung in der Praxis meist nur noch für Oldtimer. Solche Liebhaberstücke werden üblicherweise wenig und sehr vorsichtig gefahren, Schäden sind daher eher selten.

Ein weiterer Faktor für die Berechnung der Versicherungsprämie der Kfz-Versicherung sind die sogenannten Regionalklassen. Die jeweilige Regionalklasse leitet sich von dem Hauptwohnsitz des Fahrzeughalters ab und ist im Gegensatz zur Typklasse fahrzeugunabhängig. Dieser Indexwert fasst örtliche Besonderheiten wie die durchschnittliche Fahrweise in einer Region und die Unfallhäufigkeit zu einer rechnerischen Größe zusammen.

Generell gilt: Je sicherer die Gegend, umso niedriger ist die Regionalklasse. Tendenziell werden ländliche Regionen mit eher geringem Verkehrsaufkommen niedrigeren und somit günstigeren Regionalklassen zugeordnet. Großstädte mit hohem Verkehrsaufkommen und dementsprechend größerem Unfallrisiko haben in der Regel eine hohe Regionalklasseneinordnung.

Das heißt, die Versicherungsprämie ist hier höher, als sie es für exakt das gleiche Fahrzeug in einer verkehrsarmen Region wäre. Genau wie die Typklasse ist auch die Regionalklasse sowohl für die Berechnung der Kfz-Haftpflicht als auch für die Kasko-Versicherung relevant.

Wissenswertes über Typklassen

Die Typklasse ist für Versicherungsanbieter ein rechnerischer Wert, anhand dessen abgeschätzt werden soll, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass bei einem bestimmten Fahrzeugtyp Schäden reguliert werden müssen. Da Kfz-Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko verschiedene Risiken absichern, gibt es für jede Versicherung eine separate Typklasseneinordnung.

So kann beispielsweise ein neuwertiger Oberklassewagen in der Teilkaskoversicherung eine deutlich höhere, also teurere, Typklasseneinordnung haben als in der Vollkaskoversicherung. Grund dafür ist, dass solche Fahrzeuge relativ häufig gestohlen werden – ein bedeutsamer Faktor für jede Kaskopolice –, dafür aber vergleichsweise selten in Unfälle verwickelt sind. Diese mildernden Umstände in Bezug auf die Typklasse sind jedoch nur für die Vollkaskoversicherung relevant.

Folgende Typklassen gibt es

Kfz-Haftpflicht Typklasse 10 bis 24 (15 Typklassen)
Vollkaskoversicherung Typklasse 10 bis 34 (25 Typklassen)
Teilkaskoversicherung Typklasse 10 bis 33 (24 Typklassen)

Nachfolgend eine Übersicht über die meistverkauften Neuwagen 2013 und deren Typklassen:

  Haftpflicht Vollkasko Teilkasko
VW Golf VII
(1.2 TSI, 85 PS)
17 20 17
VW Passat
(1.4 TSI, 122 PS)
16 21 19
VW Polo
(1.2, 60 PS)
15 17 19
Audi A3
(1.2 TSI, 105 PS)
14 17 17
Mercedes Benz C-Klasse
(C 220 CDI,170 PS)
18 26 15

Die Kfz-Typklassen werden jährlich von einem Treuhänder auf Basis der Statistiken neu festgelegt. Berechnet werden die Typklassen anhand der Schäden und der daraus entstandenen Reparaturkosten. Sie spiegeln die Unfall- und Schadenbilanz der etwa 25.000 Automodellvarianten auf Deutschlands Straßen wider. Das Typklassenverzeichnis wird vom Gesamtverband der Deutschenversicherungswirtschaft (GDV) jährlich zum 1. Oktober veröffentlicht, wird aber bei bestehenden Versicherungsverträgen üblicherweise erst ab dem 1. Januar des Folgejahres angewandt.

Das Typklassenverzeichnis listet alle auf dem Markt befindlichen Fahrzeugtypen auf, daher ist eine ständige Erweiterung notwendig. Neben der jeweiligen Typklasseneinordnung für die Kfz-Haftpflicht, Vollkasko- und Teilkaskoversicherung beinhaltet es folgende Informationen:

  • Hersteller
  • Typ (Verkaufsbezeichnung)
  • Leistungsdaten (kW, PS, Hubraum)
  • Schlüsselzahlen für Hersteller und Typ
  • Typklassen für die Kraftfahrzeughaftpflicht-, Vollkasko- und Teilkaskoversicherung
  • Angaben über Wegfahrsperren (nur in der Druckversion, nicht in der Online-Abfrage)
  • Produktionszeitraum der Pkw (nur in der Druckversion, nicht in der Online-Abfrage)

Gut zu wissen: Typklassen sind nicht bindend für Versicherer

Bei der Typklassenzuordnung durch den GDV handelt es sich lediglich um eine Empfehlung. Versicherungen müssen sich bei der Berechnung der Versicherungsprämie nicht zwingend an das Typklassenverzeichnis halten. In der Regel folgen Versicherungsunternehmen der Typklasseneinordnung des GDV. Abweichungen sind ausgesprochen selten.

Tipp:Bereits beim Autokauf Typklasse einkalkulieren

Achten Sie auch beim Gebrauchtwagenkauf auf die Typklasse: Nach der Auswahl eines passenden Modells sollten Sie zur besseren Kosteneinschätzung die Typklasse ermitteln.

Änderung der Typklasseneinordnung und die Folgen

Da die Versicherungs-Typklassen jährlich neu bewertet und festgelegt werden, ist es möglich, dass Ihr Fahrzeug zum Jahreswechsel in eine andere Typklasse rutscht. Dies würde sich dann bei der Höhe Ihrer Versicherungsprämie bemerkbar machen: Bei niedrigerer Typklasseneinordnung positiv, bei höherer negativ. Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung waren zum Jahreswechsel 16 Prozent der Versicherten von einer Verschlechterung bei der Typklasse ihres Fahrzeugs betroffen. 14 Prozent haben sich im Vergleich zu ihren Typklassen 2015 verbessert.

Für den Großteil (70 Prozent) der Autobesitzer bleibt alles beim Alten. Unter den Vollkaskoversicherten können sich seit Anfang 2016 40 Prozent über eine günstigere niedrigere Typklasse freuen, für 4 Prozent können die Versicherungsbeiträge aufgrund einer Hochstufung steigen. Bei der Teilkaskoversicherung wurden 300.000 Fahrzeuge hochgestuft und 5,3 Millionen einer niedrigeren Typklasse als 2015 zugeordnet.

Sollte Ihre Kfz-Versicherung aufgrund einer neuen Typklasseneinstufung teurer werden, haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht und können Ihre Kfz-Versicherung auch unabhängig von dem Stichtag am 30. November noch kündigen. Dies gilt allerdings nur, wenn es tatsächlich zu höheren Beiträgen durch die Umstufung kommt. Sollte sich beispielsweise parallel zur Hochstufung der Typklasse die Regionalklasse verbessern und Sie im Endeffekt keine höhere Prämie zahlen müssen, gilt das Sonderkündigungsrecht nicht.

Änderungen im Typklassenverzeichnis 2017

Im September 2016 wurde vom Gesamtverband der deutschen Versicherer (GdV) das ab dem 1. Januar 2017 geltende Typklassenverzeichnis veröffentlicht. Für den Großteil der Versicherten blieben Änderungen aus. Hier ein Überblick:

Kfz-Haftpflicht Niedrigere Typklasse 13 Prozent der Fahrzeuge
Keine Veränderung 70 Prozent der Fahrzeuge
Höhere Typklasse 17 Prozent der Fahrzeuge
Vollkaskoversicherung Niedrigere Typklasse 37 Prozent der Fahrzeuge
Keine Veränderung 58 Prozent der Fahrzeuge
Höhere Typklasse 5 Prozent der Fahrzeuge
Teilkaskoversicherung Niedrigere Typklasse 38 Prozent der Fahrzeuge
Keine Veränderung 59 Prozent der Fahrzeuge
Höhere Typklasse 3 Prozent Fahrzeuge

Stand: Oktober 2016; Alle Angaben ohne Gewähr

Tipp:Darauf sollten Fahranfänger achten

Junge Autobesitzer müssen nicht jahrelang auf eine gute Klassifizierung warten, und bis dahin hohe Beiträge zahlen. Wer schon früh einen Führerschein hat, ohne dass ein eigenes Auto angemeldet ist, gilt später nicht mehr als blutjunger Anfänger. Zudem können Sie Prozente übertragen lassen. Wenn Sie beispielsweise seit Ihrem 18. Lebensjahr einen Führerschein haben und als 22-Jähriger Ihr erstes Auto anmelden, können Sie von Ihrem Opa (der sein Auto abmeldet) vier schadensfreie Jahre erben. Zudem können Sie die ungünstige Schadenfreiheitsklasse umgehen, indem Sie den Wagen von Ihren Eltern als Zweitwagen anmelden lassen. Wem das zu umständlich ist, der setzt auf eine Familienversicherung, bei der der Strafzuschlag für Anfänger nicht berücksichtigt wird.

Sollten Sie ein günstiges Auto anmelden wollen, dessen Wert unter 1.200 Euro liegt, können Sie auf eine Kaskoversicherung verzichten, da es sich nicht lohnt, das alte Auto zu versichern. Oder Sie melden ein bei Rentnern beliebtes Auto an. Diese Autos werden in der Typklasse besser eingestuft. Fragen Sie zudem nach, ob der Versicherer ein Fahrsicherheitstraining anerkennt.

Inwiefern Ihre Schadenfreiheitsklasse verfällt, wenn Sie über einen gewissen Zeitraum kein Auto angemeldet haben, unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer. Der Zeitraum kann etwa bei sieben Jahren liegen. Zu guter Letzt der wohl beste Tipp für eine gute Einstufung: keine Unfälle verursachen.

Typklasse verbessern - ist das möglich?

Die Typklasse ist ein rechnerischer Wert, auf den der Versicherungsnehmer keinen Einfluss hat. Sie können die Typklasse also nicht, wie beispielsweise die Schadstoffklasse, verbessern, indem Sie Umbauten am Fahrzeug vornehmen.

Tipp:Verhandeln Sie mit Ihrem Versicherer

Bei der Umstufung in eine höhere Typklasse kann es sich lohnen, mit dem Versicherungsanbieter zu verhandeln, da dieser Sie als Kunde aufgrund Ihres Sonderkündigungsrechts nicht verlieren möchte.

Falls Ihr Wagen nicht mehr ganz neuwertig ist und eine Teilkasko-Versicherung in Frage käme, sollten Sie überprüfen, ob Ihr Fahrzeug bei der Teilkasko vielleicht in einer günstigeren Typklasse ist. Ist dies der Fall, sparen Sie zum einen durch die geringeren Kosten für die Teilkasko und profitieren zudem noch von der günstigeren Typklasse.

Wie finde ich die Typklasse meines Wagens heraus?

Ihre Typklasse können Sie Ihrer Beitragsrechnung zur Kfz-Versicherung entnehmen. Alternativ können die Typklassen aller am Markt befindlichen Fahrzeuge auch im Typklassenverzeichnis des Gesamtverband der Deutschenversicherungswirtschaft e. V. (GDV) nachgeschlagen werden.

Am unkompliziertesten funktioniert die Suche nach der Typklasse über den vierstelligen Herstellerschlüssel und den dreistelligen Typschlüssel, die Sie im Fahrzeugschein finden. Bei älteren Fahrzeugscheinen finden Sie die Schlüsselnummern im oberen Bereich über Zeile 1 in den Feldern „zu 2“ (Herstellerschlüssel) und „zu 3“ (Typschlüssel). Bei der seit 2005 ausgestellten Zulassungsbescheinigung Teil I finden Sie den Herstellerschlüssel in Feld 2.1, den Typschlüssel in Feld 2.2.

Wenn Sie die benötigten Schlüsselnummern nicht zur Hand haben, können die Fahrzeugdaten in der komplexen Suchfunktion des Typklassenverzeichnisses auch manuell eingegeben werden.

Wissenswertes über Regionalklassen

Die Regionalklasse dient Versicherungen genau wie die Typklasse zur Kalkulation des Schadensrisikos und hat dementsprechend ebenfalls Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie für die Kfz-Haftpflicht und die Kaskoversicherung. Je niedriger die Regionalklasse, desto günstiger ist die Autoversicherung. Die Regionalklasse leitet sich vom Hauptwohnsitz des Fahrzeughalters ab.

Durch die Regionalklassen werden die örtlichen Gegebenheiten in Relation zur Schadenshäufigkeit gesetzt. Grundlage für die Einteilung der Regionalklassen sind folgende Faktoren:

  • Unfallstatistik der jeweiligen Region
  • Durchschnittliche Fahrweise von Fahrern mit spezifischen amtlichen Kennzeichen
  • Vorhandene Straßenverhältnisse
  • Zahl der zugelassenen Fahrzeuge
  • Zusammensetzung der zugelassenen Fahrzeuge (beispielsweise überdurchschnittlich viele hochmotorisierte oder leistungsschwache Fahrzeuge)

In die Berechnung der Regionalklassen gehen die Daten der vergangenen fünf Jahre ein. Zulassungsbezirke, deren Schadensverläufe einander ähneln, werden zu einer Regionalklasse zusammengefasst. Die Einteilung erfolgt anhand eines Indexwerts, der bei 100 liegt und den Bundesdurchschnitt widerspiegelt. Liegt der Schadensindex einer Region unter 100, wird sie günstiger als der Bundesdurchschnitt eingestuft, bei einem Wert über 100 wird es teurer. Für die Kfz-Haftplicht entspricht der Index 100 der Regionalklasse 6.

Einteilung in Regionalklassen

Für die 444 Zulassungsbezirke in der Bundesrepublik gibt es folgende Einteilung in Regionalklassen:

Kfz-Haftpflicht 12 Regionalklassen (Ø Regionalklasse 6)
Vollkaskoversicherung 9 Regionalklassen (Ø Regionalklasse 4)
Teilkaskoversicherung 16 Regionalklassen (Ø Regionalklasse 7)

Besonders niedrige Regionalklassen gelten in Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. In hohe, also teure, Regionalklassen werden vor allem Großstädte und Teile Bayerns eingeordnet. In die höchste Haftpflicht-Typklasse 12 wurden beispielsweise Berlin, Hamburg, München und Wiesbaden eingeordnet. Unter den Regionen mit der höchsten Regionalklasse befinden sich allerdings auch ländlichere Regionen wie Völklingen im Saarland oder Kempten im Allgäu.

Regionalklassen in der Kfz-Versicherung

Die Regionalklassen werden genau wie die Typklassen einmal jährlich neu von einem unabhängigen Gutachter festgelegt und im Herbst jeden Jahres gemeinsam mit dem Typklassenverzeichnis vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlicht. Theoretisch können Versicherungsanbieter die Regionalklasseneinordnung direkt ab ihrer Veröffentlichung am 1. Oktober anwenden.

In der Regel geschieht dies allerdings nur bei Neuverträgen, die nach diesem Zeitpunkt abgeschlossen werden. Bei bestehenden Verträgen wird eine etwaige Änderung der Regionalklasse üblicherweise erst ab 1.1. des Folgejahres berücksichtigt. Absolut bindend ist die Regionalstatistik des GDV für Versicherungsanbieter nicht. Innerhalb eines bestimmten Rahmens dürfen Versicherungsgesellschaften auch eigene Indexgrenzen festlegen. Allerdings orientieren sich in der Praxis nahezu alle Anbieter an der Regionalklasseneinteilung des GDV.

Welche Regionalklassen gelten für meinen Wohnort?

Welche Regionalklasse für Ihr Fahrzeug gilt, können Sie über die Regionalklassen-Abfrage des GDV in Erfahrung bringen. Nach Eingabe des Zulassungsbezirks werden Ihnen die Regionalklassen für die Kfz-Haftpflicht sowie für Voll- und Teilkasko aufgelistet. Daneben sollten Sie die Regionalklasse der Beitragsrechnung für Ihre Kfz-Versicherung entnehmen können. Häufig wird die Regionalklasse dort durch den Buchstaben „R“ gekennzeichnet.

Änderungen der Regionalklasse

Da die Regionalklassen anhand relevanter Daten der vergangenen fünf Jahre jedes Jahr neu berechnet werden, ist eine Änderung jährlich möglich. Zum Jahresbeginn 2015 hat sich für gut ein Viertel der Kfz-Versicherten die Regionalklasse geändert. Rund 13 Prozent profitieren von einer niedrigeren Regionalklasse als zuvor, etwa 12 Prozent wurden hochgestuft und müssen mit höheren Kosten für ihre Kfz-Versicherung rechnen.

Gründe für eine Herabstufung können beispielsweise deutlich gesunkene Unfallzahlen sein, aber auch eine umfassende Verbesserung der Straßenverhältnisse vor Ort. Bei der Regionalklasseneinteilung für 2015 wurden beispielsweise die Zulassungsbezirke im Regierungsbezirk Tübingen teilweise deutlich hochgestuft. Grund dafür waren zahlreiche Schäden, die im Jahr 2013 durch eine Vielzahl von Stürmen und heftigen Hagelschauern verursacht wurden.

Gut zu wissen:Sonderkündigungsrecht bei Hochstufung der Regionalklasse

Wenn sich durch die Umstufung in eine höhere Regionalklasse Ihre Versicherungsbeiträge für die Kfz-Versicherung erhöhen, habe Sie ein Sonderkündigungsrecht. Innerhalb von vier Wochen nach Bekanntgabe der Beitragserhöhung können Sie den Versicherungsvertrag außerordentlich kündigen.

Dies gilt allerdings nur, wenn sich Ihre Beiträge tatsächlich erhöhen. Sollte Ihr Fahrzeug parallel ein eine niedrigere Typklasse eingeordnet werden und die daraus resultierende Ersparnis die höheren Beiträge aufgrund der Regionalklasse aufheben, können Sie die Versicherung nicht außerplanmäßig kündigen.

Wenn sich die Regionalklasse durch einen Umzug verschlechtert, berechtigt dies nicht zu einer außerordentlichen Kündigung. Mit einem Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk kann sich die Regionalklasse und somit der Versicherungsbeitrag für die Kfz-Versicherung ändern. Daher müssen Sie Ihrer Versicherung Wohnortwechsel umgehend mitteilen.

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