Reifenwechsel: Wann es sinnvoll ist und wie es geht

Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 02.12.2016

Die wichtigsten Tipps:Darauf sollten Sie achten

  • Die Mindestprofiltiefe muss 2,5 mm bei Sommerreifen bzw. 4 mm bei Winterreifen betragen.
  • Reifen sollten alle sechs bis acht Jahre ausgetauscht werden.
  • Nutzen Sie die O-bis-O-Regel: Winterreifen von Oktober bis Ostern.
  • Wuchten Sie Ihre Reifen aus, wenn die Räder ungleichmäßig abgenutzt sind.
  • Bei falscher Bereifung kann die Kfz-Versicherung die Zahlung verweigern (bei einem Unfall).

Reifenwechsel selbstgemacht: So geht’s

Steht beim Auto oder Roller das Reifen wechseln an, müssen Sie oftmals mit langen Wartezeiten und hohen Kosten rechnen. Zwar unterscheiden sich die Preise der einzelnen Werkstätten, doch kann mit etwa 10 bis 60 Euro je Reifen gerechnet werden. Auch die Kosten für den Motorrad-Reifenwechsel liegen bei 10 bis 20 Euro pro Reifen. Um die Kosten für den Reifenwechsel so gering wie möglich zu halten, können Sie den Tausch auch Zuhause in Angriff nehmen. Den Reifenwechsel in der heimischen Garage sollten Sie jedoch nur dann selbst ausführen, wenn Sie zwei Sätze Felgen zur Verfügung haben. Verwenden Sie allerdings die gleichen Felgen für beide Reifentypen, sollte das Autoreifen wechseln von den Profis in der Werkstatt durchgeführt werden.

Nehmen Sie sich den Wechsel der Reifen das erste Mal vor, sollte eine weitere Person vor Ort sein, die darin schon etwas Erfahrung mitbringt. Auch kann das Wechseln mit einem Helfer deutlich schneller durchgeführt werden. Wer in dem Austauschen der Reifen schon erfahren ist, kann dies auch allein durchführen.

Welches Werkzeug wird benötigt?

Damit der Tausch der Auto- oder Motorradreifen gelingt, ist das richtige Werkzeug für den Reifenwechsel nötig. In jedem PKW ist eine Minimalausstattung zu finden: der Radschlüssel und ein einfacher Wagenheber. Damit Sie jedoch optimal vorbereitet sind, sollten Sie sich vorab eine gute Ausstattung zulegen:

  • Wagenheber
    Ein Wagenheber ist sinnvoll, doch sollte nicht das im PKW vorhandene Modell genutzt werden – dieses ist meist nur bedingt stabil, sodass die Gefahr von Schäden und Verletzungen vergleichsweise hoch ist. Aus diesem Grund sollten Sie einen hochwertigen und stabilen Rangierwagenheber erwerben.
  • Radschlüssel / Radkreuz
    Um die Radmuttern zu lösen, wird entweder ein Radkreuz oder ein Radschlüssel verwendet.
  • Drehmomentschlüssel
    Der Drehmomentschlüssel wird eingesetzt, um die Radmuttern nach dem Wechseln wieder richtig festzuziehen.
  • Kreide
    Mit der Kreide können die einzelnen Räder vor der Lagerung markiert werden. Dadurch schaffen Sie sich einen Überblick darüber, welcher Reifen zu welcher Achse des Fahrzeugs gehört.

Tipp:Legen Sie alle Radmuttern bereit

Für den Wechsel von Alufelgen auf Stahlfelgen oder umgekehrt sind oftmals andere Radmuttern nötig. Bewahren Sie diese stets griffbereit im Handschuhfach oder Werkzeugkasten für den Reifenwechsel auf.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Reifenwechsel

Ist das geeignete Werkzeug vorhanden, können Sie den Reifenwechsel Schritt für Schritt durchführen:

  1. Legen Sie die neuen Reifen, das Radkreuz, den Radschlüssel und den Drehmomentschlüssel für den Reifenwechsel bereit.
  2. Ziehen Sie die Handbremse an und legen Sie den ersten Gang ein. Bei Automatikgetrieben wird der Hebel in die P-Stellung gebracht.
  3. Entfernen Sie die Radkappe mithilfe des spitzen Endes des Radschlüssels.
  4. Lösen Sie die Radmutter um eine halbe Umdrehung.
  5. Schauen Sie sich die Bedienungsanleitung an: Wo genau wird der Wagenheber unter dem Auto angesetzt? Setzen Sie den Heber anschließend richtig an.
  6. Heben Sie das Fahrzeug an, bis Sie die Höhe erreichen, auf der Sie den neuen Reifen montieren können.
  7. Schrauben Sie die Radmuttern komplett ab.
  8. Nehmen Sie das Rad ab und legen Sie es zur Seite, sodass es Sie während des Wechsels nicht stört.
  9. Setzen Sie das neue Rad auf.
  10. Schrauben Sie alle Radmutter handfest an.
  11. Lassen Sie das Fahrzeug herab.
  12. Ziehen Sie alle Radmuttern an.
  13. Überprüfen Sie nach dem Reifenwechsel unbedingt den Luftdruck der Reifen.
  14. Lagern Sie die gewechselten Reifen.

Damit die Radschrauben optimal festgezogen werden, ist das richtige Anzugs-Drehmoment für den Reifenwechsel nötig – dieses befindet sich üblicherweise in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Fahrzeugs. Mithilfe des Drehmomentschlüssels sollten Sie Radschrauben direkt bis zum vorgegebenen Drehmoment festdrehen.

Gut zu wissen:Darum ist das Auswuchten sinnvoll

Nachdem der Reifen nach der Lagerung wieder auf die Felgen gezogen wurde, empfehlen viele Profis, das Rad auszuwuchten. Das Auswuchten wird dann durchgeführt, wenn eine Unwucht besteht: Das Rad ist dabei ungleichmäßig abgenutzt und an einer Stelle schwerer. Dadurch dreht es sich nicht mehr richtig. Wird diese Unwucht nun nicht ausgeglichen, beginnt das Lenkrad beim Fahren zu flattern. Außerdem wird das Lenkgetriebe ebenso wie das Radlager stark belastet, was zu Schäden führen kann. Mithilfe des Auswuchtens kann dieses Ungleichgewicht ausgeglichen werden.

Um die Unwucht festzustellen, wird das Rad in eine Wuchtmaschine gespannt. Die Maschine dreht das Rad nun und analysiert die Beschaffenheit der Reifen. Ist eine Unwucht gefunden, wird ein Gewicht in den Felgenrand gesteckt. Abschließend wird das Rad noch einmal analysiert, um sicherzugehen, dass es wieder gleichmäßig läuft. Das Auswuchten wird in der Regel von Fachkräften in der Werkstatt durchgeführt – die Profis sind dahingehend ausgebildet. Besitzen Sie hingegen eine Wuchtmaschine, können Sie das Wuchten auch selbst durchführen.

Höhere Sicherheit durch regelmäßigen Reifenwechsel

Für die meisten Auto- und Motorradbesitzer gehört der Reifenwechsel zur alljährlichen Prozedur. Doch längst nicht jeder Fahrer sorgt dafür, regelmäßig seine Reifen zu wechseln. Dabei riskieren sie jedoch ihre Sicherheit und die ihrer Mitfahrer – auch der Versicherungsschutz wird gefährdet. Auch sorgen die falschen Reifen am Fahrzeug dafür, dass sie deutlich schneller verschleißen. Das Reifen wechseln am Auto oder Motorrad ist also einer der wichtigsten Vorgänge, um die Zuverlässigkeit eines Fahrzeugs zu gewährleisten.

Wann sollten Reifen gewechselt werden?

Zwar gibt es keine gesetzliche Regelung, wie alt Reifen maximal sein dürfen, um sie noch zu benutzen. Doch der ADAC empfiehlt, Reifen alle 10.000 Kilometer achsweise auszutauschen: Das bedeutet, dass beispielsweise das rechte Vorderrad mit dem rechten Hinterrad getauscht wird. Auch der TÜV bemängelt ältere Reifen und rät dazu, sie maximal alle acht Jahre – bei Winterreifen sogar alle sechs Jahre – zu wechseln. Durch diesen regelmäßigen Wechsel kann gewährleistet werden, dass die Reifen nicht zu sehr abgenutzt sind. Es gibt allerdings noch weitere Gründe, wann der Reifenwechsel durchgeführt werden sollte:

  • Wenn die Reifen beschädigt sind
    Schon Glassplitter und kleine Steine sorgen für Beschädigungen am Reifen. Auch Schlaglöcher können einen großen Schaden anrichten. Erkennen Sie Mängel am Reifen, sollten Sie diesen schnellstmöglich von einem Fachmann überprüfen und austauschen lassen.
  • Wenn Sie einen Druckverlust spüren
    Überprüfen Sie den Luftdruck Ihrer Reifen besonders dann, wenn Sie einen Druckverlust vermuten – untersuchen Sie die Reifen anschließend nach der möglichen Ursache. In vielen Fällen handelt es sich um eine Panne oder eine Beschädigung durch Steinsplitter.
  • Wenn Sie von Sommer- auf Winterreifen wechseln müssen und umgekehrt
    Seit 2010 gibt es eine Winterreifenpflicht: Zwar ist nicht genau festgelegt, wann von Sommerreifen auf Winterreifen umgestiegen werden muss. Doch wichtig ist, dass die Reifen den Wetterbedingungen angepasst sind – bei Schneefall und Glätte sollten also Winterreifen verwendet werden. Deshalb raten etliche Experten dazu, die O-O-Regel anzuwenden: Sie verwenden die Winterreifen also von Oktober bis Ostern, die Sommerreifen anschließend von Ostern bis Oktober. Winterreifen sollten zudem nicht im Sommer aufgezogen werden: Auf trockenen Fahrbahnen verlängert sich sonst der Bremsweg bei Tempo 100 um 16 Meter.
  • Wenn die gesetzliche Mindestprofiltiefe erreicht ist
    Unabhängig des Reifentypen ist eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vorgeschrieben. Allerdings empfiehlt der ADAC, Sommerreifen bei einer Profiltiefe bei 2,5 mm und Winterreifen bei 4 mm zu wechseln. Schon hier nimmt die Haftung der Reifen, besonders bei Nässe, ab. Dadurch können Fahrer das Fahrzeug nicht mehr richtig lenken. Das Risiko von Aquaplaning steht also im direkten Verhältnis zur Abnutzung der Profiltiefe.
Aquaplaning

Urheber: Dave Indech, lizenziert: CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Creatice-Commons

Aquaplaning: Verhaltenstipps

  • Überprüfen Sie regelmäßig die Profiltiefe der Reifen und den Reifendruck.
  • Reduzieren Sie frühzeitig und konsequent Ihre Geschwindigkeit.
  • Passen Sie die Scheibenwischergeschwindigkeit den Sichtverhältnissen an.
  • Achten Sie auf Spurrillen und fahren Sie versetzt dazu.
  • Schalten Sie das Abblendlicht ein.
  • Stellen Sie das Radio leiser, um Änderungen der Motordrehzahl und der Wassergeräusche besser zu hören.
  • Achten Sie bei Fahrzeugen mit Schlupfkontrolle (ESP) auf die Fahrzeugreaktionen und Kontrollleuchte.
  • Sollten die Räder aufschwimmen, dann lenken und bremsen Sie nicht. Kuppeln Sie den Motor aus.

 

Luftdruck & Nachziehen der Radschrauben

Experten raten, etwa 50 bis 100 Kilometer nach einem Auto oder Motorrad-Reifenwechsel die Radschrauben nachzuziehen. Dadurch stellen Sie sicher, dass sich die Schrauben nicht lösen und Sie sicher fahren können. Darüber hinaus wird empfohlen, den Luftdruck der Winterreifen regelmäßig zu kontrollieren, um einen eventuellen Druckverlust auszuschließen oder nachzubessern. Wie der Luftdruck gemessen und die Radschrauben nachgezogen werden, wird in den folgenden Kapiteln erläutert.

Tipp:Wann sollten unbenutzte Reifen gewechselt werden?

Natürlich kann das Reifenprofil die Mindestprofiltiefe noch nicht erreicht haben oder sogar unbenutzt sein und sollte dennoch ausgetauscht werden. Das ist dann der Fall, wenn der Reifen schlichtweg zu alt ist. Während dieser Alterung wird das Gummi allmählich hart und porös, wodurch die Sicherheit beim Fahren sinkt. Deshalb gilt auch hier, dass die Autoreifen nach sechs bis acht Jahren gewechselt werden.

Der richtige Reifen & die regelmäßige Kontrolle

Damit Ihr Auto oder Motorrad optimal an die unterschiedlichen Wetterverhältnisse angepasst ist, sind verschiedene Reifen für die einzelnen Jahreszeiten erforderlich.

Winterreifen vs. Sommerreifen: Wo liegt der Unterschied?

Zwar gibt es weder für Winterreifen noch für Sommerreifen eine gesetzlich festgelegte Definition – dennoch lassen sich beide Typen an diversen Eigenschaften erkennen. So gestalten sich Sommerreifen:

  • Die Gummimischung ist härter
    Dadurch können die Reifen dem stark erhitzten Asphalt und der Reibung besonders bei einem hohen Tempo standhalten. Auch sorgt die Mischung für kürzere Bremswege auf trockenen Straßen.
  • Das Profil ist grobstollig
    Das Profil der Sommerreifen ist viel breiter und hat ein größeres Volumen. Wasser kann so möglichst gut abgeleitet werden.

Sommerreifen sind also ideal dafür ausgelegt, den Bedingungen in der warmen Jahreszeit standzuhalten. Winterreifen hingegen bieten im Winter Vorteile:

  • Winterreifen haben eine spezielle Gummimischung
    Dieses sorgt dafür, dass das Gummi des Reifens auch an kälteren Tagen flexibel und weich bleibt. So erhält der Reifen den richtigen Grip.
  • Sie besitzen feine Lamellen
    Aufgrund der feinen Einschnitte im Profil kann sich der Winterreifen optimal mit der Fahrbahnoberfläche verzahnen – dadurch geht der Kontakt zur Fahrbahn nicht verloren.
  • M+S-Kennzeichen und Schneeflockensymbol
    M+S steht für „Mud and Snow“ und besagt, dass der entsprechende Reifen für den Winter geeignet ist. Da jedoch fast alle Reifen mit diesem Kennzeichen versehen sind, ist das Schneeflockensymbol aussagekräftiger. Dieses Symbol erhalten nur solche Reifen, die hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit zu den besten Modellen gehören.

Ganzjahresreifen: Was ist das?

Ganzjahres- bzw. Allwetterreifen werden gern als Alternative genutzt, um den Reifenwechsel zu entgehen. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass sich diese Reifentypen deutlich schneller abnutzen, da sie das ganze Jahr über verwendet werden. Zusätzlich können sie aufgrund des weicheren Gummis der Hitze im Sommer nicht standhalten, bieten jedoch auch keinen ausreichenden Schutz gegenüber Glätte und Schneefall im Winter. Die Allwetterreifen können also weder mit Sommer- noch mit Winterreifen mithalten. Geeignet sind sie nur für Wenigfahrer oder Personen, die sich überwiegend im städtischen Verkehr bewegen. Ebenso können sie in Regionen eingesetzt werden, in denen das Klima ganzjährlich ungefähr gleich bleibt.

Achtung:Das droht Ihnen bei einer falschen Bereifung

Kommt es durch eine falsche Bereifung zu Behinderungen oder sogar zu einem Unfall, tragen Sie bei einem Unfall Mitschuld. Außerdem tragen Sie Mitschuld am Unfall, wenn der Luftdruck Ihrer Reifen nicht optimal ist und wenn die Radschrauben locker sind. Aufgrund der seit 2010 bestehenden Regelung der Straßenverkehrsordnung werden ein Bußgeld von 60 Euro sowie ein Punkt in Flensburg fällig, wenn Sie im Winter mit Sommerreifen fahren. Bei einer Verkehrsbehinderung müssen Sie 80 Euro zahlen, bei einem Unfall sogar 120 Euro. Darüber hinaus kann die Vollkaskoversicherung bei einem Unfall die Zahlung verweigern – sofern sie mit einer Klausel im Vertrag die Benutzung der falschen Bereifung als fahrlässig einstuft. Die KFZ-Haftpflichtversicherung kann Sie ebenso in Mithaftung nehmen, falls die falsche Bereifung die Ursache für den Unfall war.

So wird die Reifenkontrolle durchgeführt

Eine Reifenkontrolle sollte stets dann durchgeführt werden, wenn von Winterreifen auf Sommerreifen und umgekehrt gewechselt wird – dadurch kann überprüft werden, ob die Reifen überhaupt noch zum Fahren geeignet sind. Also werden die Reifen mindestens alle sechs Monate überprüft; einige Aspekte sollten jedoch öfter kontrolliert werden:

  • Luftdruck
    Der Luftdruck ist im besten Fall jeden Monat, aber besonders nach der Lagerung und vor längeren Fahrten zu prüfen. Führen Sie die Kontrolle nur an einem kalten Reifen durch, also einem, mit dem Sie mindestens zwei Stunden nicht mehr gefahren sind. Schließen Sie dabei Ihren Kompressor an das Reifenventil an, messen Sie den Luftdruck und pumpen Sie den Reifen ggf. auf.
  • Profil
    Auch bei der Profiltiefe ist es sinnvoll, diese monatlich zu prüfen. Mit einem Profiltiefenmesser kann das Profil kontrolliert werden: Dieses setzen Sie zwischen zwei Profilblöcke. Anschließend schieben Sie die Messstange soweit nach unten, bis die Spitze das Gummi berührt. Nun können Sie den Wert ablesen.
  • Schäden am Reifen
    Schäden am Reifen sollten immer beim Reifenwechsel kontrolliert werden – eine häufigere Prüfung ist allerdings sinnvoller, denn kleine Mängel können großen Schaden anrichten. Finden Sie Risse, Fremdkörper oder andere Schäden, sollten Sie den Reifen schnellstmöglich austauschen. Auch das Ablösen der Lauffläche ist ein Grund, den Reifen zu wechseln.
  • Alter
    Das Herstellungsdatum Ihrer Reifen finden Sie in der Reifenflanke: Dort ist ein Code aufgedruckt, dessen letzten vier Ziffern die Kalenderwoche sowie das Herstellungsjahr darstellen. Ein Beispiel: 2610 bedeutet, dass der Reifen in der 26. Kalenderwoche im Jahr 2010 hergestellt wurde. Überprüfen Sie das Alter regelmäßig oder notieren Sie sich die Codes der einzelnen Reifen, um diese rechtzeitig auszutauschen.

Achtung:

  • Achten Sie darauf, dass die Schraubgewinde nicht mit Fett oder Öl in Berührung kommen.
  • Verwenden Sie niemals beschädigte Radmuttern oder Radschrauben.
  • Reinigen Sie die Schraubgewinde vorab mit einer Drahtbürste.

Tipps zur Lagerung der Reifen

Da Reifen aus Gummi bestehen, sind sie empfindlich gegen Hitze, Feuchtigkeit, Licht, Benzin, Fett und Öl. Demnach sollten die Räder unbedingt richtig gelagert werden – so kann ihr Verschleiß reduziert und die Reifen auch in der kommenden Saison wieder verwendet werden. Etliche Reifenhändler und Werkstätten bieten eine fachgerechte Lagerung an: Pro Reifen und pro Saison sind hier je nach Anbieter 7 – 15 Euro fällig. Vorteilhaft an der Lagerung beim Profi ist, dass dieser den Platz sowie die Werkzeuge besitzt, um die Räder fachmännisch unterzubringen. Stellen Sie hierbei am besten mithilfe des Reifeneinlagerungsprotokolls sicher, dass Sie tatsächliche Ihre Reifen zurückerhalten und keine davon „verloren“ gehen können.

Worauf achten, wenn man Autoreifen selbst lagern möchte?

Haben Sie die Möglichkeit, die Autoreifen selbst zu lagern, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Erhöhen Sie den Luftdruck um etwa 0,5 Bar über der Herstellerempfehlung; so wird der Druckverlust ausgeglichen. Dies ist üblicherweise an Tankstellen durchführbar.
  2. Kennzeichnen Sie, an welche Seiten des Autos die einzelnen Räder gehören.
  3. Kontrollieren Sie, ob die Reifen Beschädigungen aufweisen. Fremdkörper zählen ebenfalls dazu. Sind Mängel vorhanden, sollten die Räder unverzüglich ausgetauscht werden.
  4. Möchten Sie die Reifen ohne Felgen lagern, sollten Sie diese auf einen sauberen Boden stellen und immer wieder etwas drehen. Reifen auf Felgen sind hingegen übereinander zu stapeln.

Was geschieht bei einer falschen Lagerung der Reifen?

Werden Fehler bei der Lagerung gemacht, führt dies dazu, dass sich die Reifen viel schneller abnutzen: Das Gummi wird porös, sodass die Sicherheit beim Fahren nicht mehr gewährleistet ist. Ist der Boden zudem unrein – kommen die Räder also mit Ölen, Fetten oder Benzin in Berührung, bilden sich Beulen. Auch die Lauffläche kann sich von dem Reifen allmählich ablösen. Darüber hinaus können kleine Risse oder andere Schäden entstehen, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Es ist also ratsam, die Reifen stets von einem Fachmann überprüfen zu lassen, um Schäden und dadurch eventuell Unfälle ausschließen zu können.

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