Wer bei einem Unfall bleibende körperliche Schäden erleidet, sieht sich in der Regel mit erheblichen Kosten konfrontiert. Neben teuren Kuren oder Reha-Maßnahmen können je nach Art der Beeinträchtigung professionelle Hilfe im Haushalt, Spezialmöbel oder gar ein Umbau oder Umzug erforderlich werden. Ohne private Unfallversicherung sind größere Maßnahmen unter Umständen kaum zu finanzieren. Die Versicherung zahlt je nach Invaliditätsgrad einen festgelegten Betrag und hilft so, die finanziellen Folgen eines Unfalls abzufedern.
Wer allein auf die gesetzliche Unfallversicherung baut, ist nur unzureichend abgesichert. Als Arbeitnehmer sind Sie zwar während der Arbeit und auf dem Weg dorthin gesetzlich unfallversichert. Allerdings verunglücken die meisten Menschen im Haushalt oder bei privaten Aktivitäten. Hausfrauen genießen keinerlei gesetzlichen Unfallschutz. Kinder und Jugendliche sind lediglich für wenige Stunden am Tag im Rahmen des Besuches von Schule oder Kindergarten unfallversichert.
Eine private Unfallversicherung ist deshalb für alle Familienmitglieder sehr empfehlenswert. Wenn Eltern und Kinder sich bei der gleichen Gesellschaft versichern, winkt unter Umständen sogar ein Mengenrabatt. Der private Unfallschutz gilt in der Regel weltweit und rund um die Uhr, also beispielsweise auch im Urlaub, während eines Auslandssemesters oder auf Geschäftsreise. Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung bleiben übrigens vom privaten Vertrag unberührt und werden auch nicht darauf angerechnet.
Wie viel die Versicherung im Unglücksfall zahlt, richtet sich zum einen nach der vereinbarten Versicherungssumme, zum anderen nach dem erlittenen Invaliditätsgrad. Anhand einer Tabelle, der sogenannten Gliedertaxe, weisen die Versicherer jedem Körperteil einen bestimmten Prozentwert zu. Nach den Musterbedingungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) entspricht zum Beispiel der Verlust der Funktion eines Auges einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent, beim Daumen sind es 20 Prozent, bei einem ganzen Arm 70 Prozent. Bei einer Versicherungssumme von beispielsweise 100.000 Euro fließen dann anteilig 50.000 Euro für das verlorene Auge, 20.000 Euro für den Daumen bzw. 70.000 Euro für den Arm. Empfehlenswerter als lineare Tarife sind sogenannte Progressionstarife, bei denen die ausgezahlte Summe bei schwerer Invalidität überproportional bis auf ein Vielfaches der Versicherungssumme steigt. Bei 100 Prozent Invalidität (z.B. Querschnittslähmung) werden dann beispielsweise 350.000 oder 500.000 Euro ausbezahlt.
Vergleichen lohnt: Eine gute Unfallversicherung muss nicht viel kosten. Vorausgesetzt, Sie haben keinen unfallträchtigen Beruf und keine besonders riskanten Hobbys wie Drachenfliegen, Extrem-Klettern oder Motorrennsport gibt es die empfehlenswerte Police (Versicherungssumme 100.000 Euro) schon für wenige Euro im Monat. Unser kostenloser Vergleichsrechner verschafft Ihnen mit wenigen Klicks den Überblick.