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Bundesbauministerium: Wohnungsmarkt ist angespannt

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.11.2015

Der Wohnungsmarkt in Deutschland ist angespannt. Das geht aus dem Wohngeld- und Mietenbericht für die Jahre 2011 bis 2014 hervor, den das Bundesbauministerium kürzlich vorgelegt hat. Gerade in Groß- und Universitätsstädten kommt es verstärkt zu Mietsteigerungen und Wohnungsknappheit. Beim sozialen Wohnungsbau besteht hingegen Nachholbedarf.

Das Bundesbauministerium hat die Situation auf dem deutschen Wohnungsmarkt in seinem Wohngeld- und Mietenbericht für die Jahre 2011 bis 2014 als angespannt dargestellt. Mittlerweile wird es auch für Haushalte mit mittleren Einkommen immer schwerer, eine geeignete Wohnung zu finden. Vor allem in Großstädten, Ballungsräumen und Universitätsstädten ist dies der Fall: In Metropolregionen sind die Quadratmeterpreise für Mietwohnungen in den vergangenen Jahren um knapp fünf Prozent gestiegen und liegen inzwischen bei durchschnittlich 8,79 Euro. Auch Wohnungsengpässe treten in beliebten Gegenden häufiger auf. Zwar wurden 2014 etwa 245.000 neue Wohnungen gebaut, diese reiche aber nicht aus, um der Nachfrage gerecht zu werden

Wohnungsmarkt weist große Spannbreite von Mieten auf

Die Hälfte der deutschen Haushalte, die zur Miete wohnen, bezahlen laut dem Bundesbauministerium zwischen 300 und 400 Euro kalt für ihre Wohnung. Bei den Mieten zeigt sich eine große Spannbreite: Im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 4,08 Euro, in München zahlen Mieter dagegen im Durchschnitt 13,99 Euro pro Quadratmeter. In ländlichen Regionen ist der Wohnungsmarkt für Mieter allerdings sehr entspannt: Durch Abwanderung und Leerstand lassen sich dort meist schnell geeignete Objekte finden und die Mieten stagnieren oder sinken sogar.

Bundesbauministerium soll sozialen Wohnungsbau fördern

Nicht erst im Zuge der Flüchtlingskrise hat sich außerdem die Situation im sozialen Wohnungsbau verschärft. Sie wird aber angesichts der vielen Menschen, die nun Wohnraum benötigen, immer drängender. 1990 gab es noch circa drei Millionen Sozialwohnungen, mittlerweile sind es weniger als 1,5 Millionen. Dadurch wird es einkommensschwachen Familien sehr erschwert, in einer angemessenen, bezahlbaren Wohnung zu leben. Das Bundesbauministerium verwies allerdings auf die Wohngeldreform, von der ab 2016 circa 870.000 Haushalte mit niedrigem Einkommen profitieren würden.

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