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Wohneigentum: Immobilienpreise steigen langsamer

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 16.06.2016

Wird Wohneigentum künftig wieder bezahlbarer? Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass der Anstieg der Immobilienpreise im ersten Vierteljahr 2016 deutlich weniger stark ausgefallen ist, als noch vor einem Jahr. Ob dies ein Indiz dafür ist, dass der Immobilienmarkt allmählich gesättigt ist, bleibt allerdings abzuwarten.

Der Anstieg der Immobilienpreise hat sich verlangsamt. Wie eine Untersuchung des Hamburger Immobilien-Instituts F+B zeigt, stiegen die Preise für Wohneigentum in der Bundesrepublik im ersten Quartal 2016 zwar nach wie vor, allerdings nicht mehr in dem Ausmaß wie noch Anfang 2015. Dem aktuellen „F+B-Wohn-Index Deutschland“ zufolge stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im ersten Vierteljahr 2016 um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, die für Einfamilienhäuser um 4,4 Prozent.

Deutlich abgeschwächte Dynamik der Immobilienpreise

Auch wenn dies für sich genommen immer noch ein deutliches Plus ist – der Vergleich mit den Zahlen des vorherigen Quartals macht deutlich, dass die Dynamik der Immobilienpreise ins Stocken geraten ist. In Relation zum Vorquartal liegt der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen der Untersuchung zufolge nur noch bei 0,2 Prozent.

Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor, vom ersten auf das zweite Quartal 2015, hatten die Preise für Eigentumswohnungen in Deutschland noch um 1,8 Prozent zugelegt. Nicht ganz so deutlich, aber immer noch bemerkenswert, ist die Verlangsamung der Entwicklung bei den Preisen für Einfamilienhäuser. Hier hat sich der Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr von 1,6 Prozent auf 0,8 Prozent halbiert.

Gesunkene Nachfrage nach Wohneigentum

Die F+B-Experten führen den langsameren Anstieg der Immobilienpreise auf einen Nachfragerückgang nach Wohneigentum zurück. Angesichts des unveränderten Zinsniveaus, das für günstige Konditionen für Immobilienkredite und niedrige Renditen auf Spareinlagen sorgt, und einer konstanten Wirtschaftslage, sei dies die einzige Erklärung. „Wer im Eigentum wohnen möchte und es sich irgendwie leisten kann, hat sich mittlerweile seinen Traum erfüllt. Auf der anderen Seite hat das Preisgefüge für Kapitalanleger vielerorts ein Niveau erreicht, das wohnungswirtschaftliche Investments bei der gleichzeitig restriktiver werdenden Mietenregulierung zur Liebhaberei werden lässt“, so die Einschätzung von F+B-Geschäftsführer Bernd Leutner.

Möglicherweise Sättigung des Immobilienmarktes

Der Nachfragerückgang könnte also ein Indiz für die Sättigung des Immobilienmarkts darstellen: Selbstnutzer sind weitgehend mit Wohneigentum versorgt. Und als Anlage werden Immobilien angesichts des hohen Preisniveaus und der Mietpreisbremse zunehmend unattraktiver. Möglicherweise könnte es sich bei der aktuellen Entwicklung auch lediglich um den Beginn einer „zyklischen Abwärtsbewegung“ handeln, so die Verfasser der Untersuchung. Ob tatsächlich eine Marktsättigung besteht, werde erst die weitere Entwicklung zeigen.

Quelle: F+B GmbH

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