Eigentumswohnungen teurer und schwerer zu finden

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 08.10.2015

Gerade in deutschen Großstädten finden Kaufwillige immer seltener Eigentumswohnungen. Die Immobilienpreise steigen weiter an und gleichzeitig werden die angebotenen Immobilien knapp. Auch in mittelgroßen Städten spitzt sich der Markt zu.

Eigentumswohnungen werden auf dem deutschen Immobilienmarkt knapp: Das liegt vor allem an einem Rückgang der Wohnungsangebote und einem gleichzeitigen Anstieg der Immobilienpreise, wie die „Welt“ berichtet. Der jährlich erscheinende Wohneigentums-Report des Immobilienunternehmens Accentro stellt fest, dass die Preise für Eigentumswohnungen im Jahr 2014 stärker angestiegen sind als die Verkäufe, die Nachfrage also stärker wächst als das Angebot. Zwar wurden 2014 weniger Wohnungen verkauft als im Vorjahr, der Gesamtumsatz ist aber trotzdem gestiegen. Das bedeutet auf die einzelne Wohnung bezogen eine durchschnittliche Verteuerung von circa sieben Prozent.

Eigentumswohnungen als Altersvorsorge beliebt

Viele Menschen entscheiden sich, als Vorsorge in Immobilien zu investieren. So lässt sich die steigende Nachfrage nach Eigentumswohnungen erklären. 2014 wurden in deutschen Großstädten circa 128.600 Wohnungen verkauft. Die Renditen für Privatanleger sind allerdings nicht hoch und liegen bei rund vier Prozent. Nach Abzug von Steuern bleibt also meist nicht viel übrig. Trotzdem entscheiden sich viele Menschen für den Kauf von Eigentumswohnungen und bringen dafür 30 bis 40 Prozent der Kaufsumme an Eigenkapital auf.

Steigende Immobilienpreise auch in mittelgroßen Städten

Doch nicht nur in großen Städten steigen die Immobilienpreise. Auch und gerade in Mittelzentren gab es im vergangenen Jahr große Preissprünge: In Aachen ist der Umsatz pro verkaufter Wohnung im Vergleich zum Vorjahr um fast 45 Prozent gestiegen, in Offenbach um 38 Prozent. Als Grund für die steigenden Preise ist unter anderem der hohe Anteil an Neubauten bei den verkauften Eigentumswohnungen zu nennen. Diese sind durch technische und energetische Ausstattung sowie gestiegene Grundstückspreise teurer und treiben so den Durchschnitt in die Höhe.

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