Paydirekt: Wachsende Alternative zu PayPal?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 31.01.2017

Immer mehr Kunden ziehen die Vorzüge des Online-Einkaufs dem tatsächlichen Gang in den Einzelhandel vor. Den großen Mangel eingeschränkter Zahlungsmöglichkeiten haben Unternehmen wie die Online-Größe PayPal für sich genutzt. In Deutschland versucht Paydirekt eine Alternative zum amerikanischen Anbieter zu bilden und lockt mit deutschen Servern sowie hohen Sicherheitsstandards. Ein gutes Jahr nach dem Start zeigt die Bilanz, dass immer mehr Unternehmen die Zahlungsmöglichkeit anbieten. Bis zum Erfolg des Konkurrenten aus den Vereinigten Staaten ist es jedoch noch ein weiter Weg.

Einmal angemeldet, versprechen Online-Bezahlsysteme unkomplizierte Einkäufe mit nur einem Klick. Anbieter wie der Marktführer PayPal machen das Shopping im Netz zum schnellen Vergnügen, stellen mit Servern in den USA jedoch auch ein Problem für die Datensicherheit dar.

Das Bezahlsystem Paydirekt hält seit über einem Jahr dagegen und bietet Nutzern inländische Server sowie größere Sicherheit. Obwohl der Anbieter noch nicht an den Erfolg des US-Konzerns anknüpfen konnte, bieten immer mehr Unternehmen die deutsche Alternative an.

Deutsches Bezahlsystem seit 2015 am Markt

Ende 2015 stellten die deutschen Banken und Sparkassen das System Paydirekt online, das allen Nutzern von Online-Banking mehr Sicherheit beim Netz-Einkauf bieten sollte.

Die Server liegen anders als beim amerikanischen Konkurrenten in Deutschland und es erfolgt keine Zwischenschaltung von Dritten. Der Online-Riese PayPal ist inzwischen in den meisten Online-Shops vertreten, birgt mit amerikanischen Servern und Datenspeicherung jedoch große Sicherheitslücken.

Klassische Konten können ohne separaten Anbieter mit einem Paydirekt-Account verbunden werden. So bleiben die sensiblen Daten allein bei der zuständigen Bank. Auch die Einrichtung und Transaktion stehen dem US-Konzern PayPal in nichts nach.

Immer mehr Händler nutzen den deutschen Anbieter

Zwar konnte Paydirekt mit etwa einer knappen Million registrierten Nutzer nach einem Jahr noch nicht an den Erfolg PayPals anknüpfen. Hierzulande zählt der amerikanische Anbieter siebzehn Millionen Kunden und ist in nahezu allen Shops vertreten. Die Händlerzahl bei Paydirekt wird dennoch kontinuierlich ausgebaut und insbesondere zum letzten Weihnachtsgeschäft boomten die Zahlen.

Mit dem kürzlich durch Top-Händler wie Doc Morris oder Deichmann erweiterten Portfolio bestehend aus über 500 Anbietern wie Saturn, dm oder Media Markt hat Paydirekt die ersten Schritte auf dem Weg zum Erfolg des Konkurrenten genommen. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob der Wachstumskurs aufrecht gehalten und der Abstand zu PayPal verkleinert werden kann.

Quellen: NDR, Onlinehändler-News

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