Hausbau planen und Grundstück kaufen

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2017

Ihren Hausbau zu planen, ist mindestens genauso wichtig, wie die richtige Baufinanzierung zu finden. Ein paar Tipps können Ihnen dabei helfen.

Inhaltsverzeichnis

    Als Bauherr haben Sie sich zwar eine Menge Arbeit aufgeladen, dafür können Sie Ihre eigenen vier Wände genau so gestalten, wie Sie möchten – selbst nachträgliche Änderungen sind möglich. Kurz zusammengefasst heißt das: Sie erwerben nicht nur ein Heim für sich oder Ihre Familie, sondern kaufen sich ein Stück Unabhängigkeit. Wenn Sie ein Haus bauen lassen, müssen Sie sich also um die Baufinanzierung kümmern, den Hausbau planen und das passende Grundstück kaufen. Tipps sind im Folgenden zusammengestellt.

    Meilensteine

    Stellen Sie am besten ein paar wichtige Meilensteine auf Ihrem Plan zusammen, bevor Sie ein Haus bauen lassen. Zwei grobe Phasen machen Ihre Checkliste übersichtlicher:

    1. Bereiten Sie sich vor: Auswahl und Kauf des richtigen Grundstücks
    2. Planen Sie den Versicherungsschutz für den Neubau

    Viele Dinge müssen Sie fast gleichzeitig erledigen, wenn Sie Ihren Hausbau planen. Beispielsweise müssen Sie schon ungefähr wissen, wie viel Geld Sie ausgeben werden, um das Grundstück zu kaufen. Nahezu parallel holen Sie Angebote über eine Baufinanzierung ein, um zu klären, wie viel Haus und Grundstück Sie sich genau leisten können. Vor der Bauphase sollte die Finanzierung dann auf jeden Fall geregelt sein.

    Plan des Hausbaus

    In der ersten Phase sollten Sie einen Architekten beziehungsweise einen Baubetreuer finden, denn für den Hausbau brauchen Sie professionelle Unterstützung. Etwa zeitgleich ist es bereits wichtig, das passende Baugrundstück zu finden – und möglicherweise gleich zu reservieren. Bei der Wahl des richtigen Baugrundes ist bereits Sorgfalt gefragt.

    Grundstück kaufen: Was Sie beachten müssen

    Es ist sinnvoll, die Geschichte Ihres zukünftigen Bauplatzes zu kennen, bevor Sie ein Grundstück kaufen. Was es zu beachten gilt:

    • Wie wurde das Grundstück vorher genutzt?
    • Wie ist der Boden beschaffen – lehmig, tonig oder steinig?
    • Ist ein Fluss, Bach oder eine Aue in unmittelbarer Nähe – besteht also Überschwemmungsgefahr?
    • Liegt das Grundstück an einem Hang – und wird deshalb eine Extrasicherung der Baustelle notwendig?
    • Sind möglicherweise Eisenbahnstrecken, Schnellstraßen, Einflugschneisen von Flughäfen oder anderer Lärmquellen in unmittelbarer Nachbarschaft?
    • Ist im Flächennutzungsplan möglicherweise eine viel befahrene Straßen, ein Windrad oder Gewerbegebiete in der Nähe geplant?

    Wenn auf der entsprechenden Fläche ein Gewerbebetrieb stand, können möglicherweise Schadstoffe in den Boden gelangt sein. Ist dies der Fall, sollten Sie in jedem Fall ein Bodengutachten vom Eigentümer einfordern. Bei der Kommune können Sie sich zudem über mögliche Altlasten informieren: Selbst wenn die betriebliche Nutzung mehrere Jahrzehnte zurückliegt, kann der Boden immer noch teilweise kontaminiert sein.

    Wichtige Versicherungen für den Hausbau

    Grundsätzlich gibt es für jeden Schritt auf dem Weg zu Ihren eigenen vier Wänden eine Versicherung. Häufig haben Anbieter Kombipakete im Programm die alle Risiken abdecken. Sie benötigen in jedem Fall:

    • Haftpflicht für unbebaute Grundstücke – denn Sie haften für alle Schäden, die auf Ihrem Grund und Boden entstehen.
    • Bauherrenhaftpflichtversicherung – sie gilt normalerweise zeitlich begrenzt vom ersten Spatenstich bis zur Bauabnahme.
    • Bauhelfer-Unfallversicherung – Bekannte, Verwandte und Freunde, die beim Bau mit anpacken, sind so geschützt.

    Wichtige Meilensteine

    1. Abstecken des finanziellen Rahmens
    2. Angebote für Baufinanzierungen einholen und vergleichen
    3. Architekten und Bauträger suchen und beauftragen
    4. Geeigneten Baugrund suchen, reservieren und kaufen
    5. Wichtige Versicherungen abschließen

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