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BU: Leistungen steigen, Versicherungsbeiträge auch

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.04.2016

Durch Versicherungsbeiträge aus der Berufsunfähigkeitsversicherung haben die Versicherer im vergangenen Jahr mehr Geld eingenommen als zuvor – die Summe der ausgezahlten Leistungen stieg 2015 aber ebenfalls deutlich. Eine mögliche Erklärung ist laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ein Zuwachs von Versicherten mit größeren Berufsunfähigkeitsrisiken.

Die Versicherer haben in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) 2015 deutlich höhere Leistungen ausgezahlt als im Jahr zuvor, die Versicherungsbeiträge stiegen gleichzeitig ebenfalls. Die Gesamtsumme der Renten- und Kapitalzahlungen an Versicherte beliefen sich Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge auf insgesamt 3,44 Milliarden Euro. Dies bedeutet einen Zuwachs von 5,5 Prozent im Vergleich zu den ausgezahlten Leistungen 2014.

Plus bei Versicherungsbeiträgen aufgrund höherer Berufsunfähigkeitsrisiken?

Analog zu den Leistungen sind allerdings auch die Versicherungsbeiträge gestiegen – und zwar in größerem Maße als die Versicherungssumme. Insgesamt beliefen sich die Versicherungsbeiträge in der BU im vergangenen Jahr auf 3,47 Milliarden Euro – ein Plus von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die versicherte Summe hingegen stieg nur um 7,3 Prozent auf 598,4 Milliarden Euro – es dürfte also zumindest bei einigen Anbietern Beitragserhöhungen gegeben haben.

Einen möglichen Grund dafür sieht der GDV darin, dass 2015 mehr Versicherte mit hohen Berufsunfähigkeitsrisiken und dementsprechend höheren Beiträgen eine BU-Police abgeschlossen hätten. Ein Teil des Beitragszuwachses ist allerdings auch der gestiegenen Anzahl von Berufsunfähigkeitspolicen geschuldet. Diese stieg nämlich im vergangen Jahr um 5,4 Prozent auf insgesamt 4,06 Millionen Verträge.

Trotz rückläufiger Policen: Beitragsplus auch bei Zusatzversicherungen

Rückläufig ist hingegen die Zahl der Zusatzversicherungen, die an Produkte zur Vorsorge wie Renten- oder Lebensversicherungen gekoppelt sind. Solche Zusatzversicherungen dienen in erste Linie dazu, die Zahlung der Versicherungsbeiträge zur Lebensversicherung sicherzustellen, wenn der Versicherte berufsunfähig wird. Die Anzahl derartiger Zusatzversicherungen fiel um 2,1 Prozent auf 12,9 Millionen. Dennoch stieg auch in diesem Bereich die Gesamtsumme der Versicherungsbeiträge – und zwar um 1,3 Prozent auf 5,23 Milliarden Euro. Die versicherte Summe blieb mit 1,06 Billionen Euro nahezu unverändert. Somit dürfte der Anstieg der Beitragseinnahmen in diesem Segment primär auf höhere Beitragszahlungen der Versicherten zurückzuführen sein.

Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft

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