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Neuerungen für Verbraucher im Juni

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.06.2016

Die Rechte von Verbrauchern gegenüber Banken werden ab Juni 2016 gestärkt. Bei Insolvenzen von Geldhäusern erhalten Sie ihr Geld künftig einfacher zurück – auch wenn es sich um Zweigstellen ausländischer Institute handelt. Zudem tritt das Recht auf ein Konto für jedermann in Kraft, dass allen Verbrauchern eine Bankverbindung ermöglichen soll.

Im Juni treten wieder einige Neuregelungen für Verbraucher in Kraft. Bankkunden profitieren ab sofort von beschleunigten und vereinfachten Entschädigungen bei Bankenpleiten. Zudem wird es ab diesem Monat leichter, ein Girokonto zu eröffnen: Das sogenannte „Konto für jedermann“ kommt zum 18. Juni.

Automatische Entschädigung für Verbraucher bei Bankinsolvenzen

Ab dem 1. Juni müssen Verbraucher innerhalb von sieben Tagen entschädigt werden, sollte ihre Bank insolvent sein. Bislang hatten die Institute für die Entschädigung 20 Tage lang Zeit. Bei Anlagebeträgen von weniger als 100.000 Euro, beispielsweise auf Tagesgeld - oder Festgeldkonten nimmt das Einlagensicherungssystem bei einer Schieflage der Bank von sich aus Kontakt mit den betroffenen Verbrauchern auf. Die Entschädigung muss in einem solchen Fall nicht mehr von Bankkunden beantragt werden. Bei höheren Spareinlagen gilt dies allerdings nicht: Verbraucher, die Entschädigungsleistungen über die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro hinaus geltend machen wollen, müssen sich nach wie vor an das Einlagensicherungssystem wenden.

Vereinfachung für Kunden ausländischer Banken

Auch Verbraucher, die ihr Geld bei deutschen Zweigstellen von Banken aus dem EU-Ausland angelegt haben, kommen künftig einfacher an ihre Entschädigung, sollte das Geldhaus in Schieflage geraten. Betroffene Kunden ausländischer Institute werden für ihre Spareinlagen nämlich ab sofort vom deutschen Einlagensicherungssystem entschädigt. Dieses regelt dann die weitere Abwicklung mit der zuständigen Stelle im Land des Hauptsitzes der Bank.

Recht auf Konto für jedermann auch ohne Ausweis und festen Wohnsitz

Vereinfachungen gelten ab dem 18. Juni auch für Personengruppen, die bislang häufig Schwierigkeiten hatten, als Kunde von einer Bank akzeptiert zu werden, nämlich Asylbewerber und Obdachlose. Aufgrund fehlender Ausweispapiere oder in Ermangelung eines festen Wohnsitzes wurde ihnen in der Vergangenheit eine Kontoeröffnung häufig versagt. Eine EU-Richtlinie, die in den Mitgliedsstaaten bis spätestens September 2016 umgesetzt werden muss, sieht allerdings das Recht auf ein Konto für jedermann vor. In der Bundesrepublik wird dies bereits diesen Monat durch das Zahlungskontengesetz umgesetzt. Das „Konto für jedermann“ ist ein Bankkonto auf Guthabenbasis, das bedeutet es kann nicht ins Soll geraten. Ansonsten unterscheidet es sich nicht von einem herkömmlichen Girokonto: Kontoinhaber können Ein- und Auszahlungen sowie Überweisungen vornehmen und erhalten eine Bankkarte. Das diskriminierungsfreie Recht auf ein Konto gilt für alle Personen, die sich legal in der Europäischen Union aufhalten. Flüchtlinge müssen nicht mehr zwingend Ausweisdokumente bei einer Kontoeröffnung vorlegen, künftig reichen von Ausländerbehörden erstellte Dokumente, die bestimmte Mindeststandards erfüllen, aus.

Quelle: Welt

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