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Werkstattbindung nicht immer sinnvoll

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 26.11.2012

Autoversicherungen, deren Tarife eine Werkstattbindung einschließen, liegen im Trend. Häufig ergeben sich daraus Vorteile für alle Beteiligten – Versicherung, Werkstatt und Kunde. Doch in manchen Fällen kann eine Werkstattbindung durchaus problematisch werden. Dies betrifft vor allem Leasing-Verträge und Fahrer von Neuwagen.

Bei der Autoversicherung sind Tarife mit Werkstattbindung häufig günstiger. Bis zu 20 Prozent lassen sich bei Kaskoversicherungen sparen, wenn im Vertrag festgelegt wird, dass der Versicherer und nicht der Kunde im Schadensfall die Werkstatt auswählt. Entgegen mancher Befürchtung stellte der Bund der Versicherten (BdV) fest, dass es bei solchen Vertragswerkstätten keine Häufung minderwertiger Betriebe gibt.

Autoversicherung mit Werkstattbindung liegt im Trend
Die Tendenz zu solchen Versicherungstarifen steigt. Bei den großen Anbietern enthalten mittlerweile mehr als ein Drittel der abgeschlossenen Verträge eine Werkstattbindung. Bei Neuwagen ist der Anteil noch höher. Für alle Beteiligten ist dieses Modell erst einmal ein Gewinn, denn die Versicherungen erhalten besonders günstige Konditionen in den Werkstätten, während die Betriebe eine Mindestanzahl an Aufträgen bekommen. Die Versicherten zahlen dafür geringere Beiträge.

Leasing-Verträge können gekündigt werden
Allerdings gibt es durchaus Fälle, in denen die Werkstattbindung bei der Kfz-Versicherung wenig sinnvoll oder gar unmöglich ist. So bekommen Fahrzeughalter mit Leasing-Verträgen Probleme, wenn sie einen Betrieb aufsuchen, der vom Auto-Hersteller nicht autorisiert ist. Dies kann die Kündigung durch den Leasinganbieter rechtfertigen. Ähnliche Klauseln finden sich bei finanzierten Autos.

Missachtung vor allem bei Neuwagen problematisch
Fahrer von Neuwagen müssen damit rechnen, dass sie die Garantie beim Hersteller verlieren und keine Kulanzleistungen mehr erhalten, wenn sie nicht an dessen Vertragswerkstätten wenden, um stattdessen der Werkstattbindung ihres Versicherungsvertrages zu folgen. Für den Zeitraum der Gewährleistungspflicht von zwei Jahren nach dem Kauf rät der BdV daher von entsprechenden Verträgen ab. Denn sogar mit den gesetzlich vorgeschrieben Leistungen könnte es Probleme geben, wenn eine nicht autorisierte Werkstatt aufgesucht wird.

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