Unabhängige Finanz- und Versicherungsvergleiche

Gesetzliche Kranken­versicherung

Leistungen und Kosten der GKV vergleichen

  • Große Leistungsunterschiede zwischen den Krankenkassen
  • Kosten sparen bei den Zusatzbeiträgen
  • Durch Prämienprogramme zusätzlich profitieren

Das deutsche Krankenversicherungssystem geht auf Otto von Bismarck zurück. Bereits im Jahr 1883 wurde eine gesetzliche Krankenversicherung (GKV) eingeführt. Das Prinzip ist einfach: Jeder in Deutschland Lebende soll sich im Krankheitsfall eine ausreichende medizinische Versorgung leisten können. Die Beiträge für die Krankenversicherung hängen dabei grundsätzlich vom Einkommen ab und werden prozentual vom Einkommen berechnet. Jeder zahlt also Beiträge zur GKV nach seinem persönlichen Leistungsvermögen, die medizinische Qualität der Versorgung ist aber für alle gleich gut – dieses Solidaritätsprinzip ist einer der Grundpfeiler der gesetzlichen Krankenversicherung.

Krankenversicherungspflicht seit 2009

Seit 2009 besteht in Deutschland die allgemeine Krankenversicherungspflicht. Alle Personen, die einen Wohnsitz in Deutschland haben, müssen gemäß § 193 Abs. 3 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) einen Vertrag über eine Krankenversicherung abschließen, wenn sie einen solchen nicht bereits abgeschlossen haben. Die Krankenversicherung für ein Baby wird bereits ab dessen Geburt Pflicht für die Eltern (gesetzliche Vertreter nach § 193 Abs. 3 VVG). Es ist also für alle Bürger eine Versicherung für den Krankheitsfall gesetzlich vorgeschrieben. Die Versicherungspflicht entfällt nur bei Personen, die einen der folgenden Ausnahmetatbestände erfüllen:

  • Sie haben Anspruch auf Beihilfe oder freie Heilfürsorge
  • Sie haben nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Ansprüche
  • Sie beziehen Leistungen nach dem SGB (Sozialgesetzbuch) XII (3., 4., 6. und 7. Kapitel).

Der Krankenversicherungsbeitrag

Für die gesetzliche Krankenversicherung wird ein Beitrag fällig, an dem sich bei pflichtversicherten Arbeitnehmern der Arbeitgeber beteiligt. Der allgemeine Beitragssatz für die Krankenversicherung wird gesetzlich festgelegt. Seit dem 1. Januar 2015 gilt für die Krankenversicherung ein Beitragssatz von 14,6 Prozent. Zuvor galt noch ein Beitragssatz von 15,5 Prozent. Die Aufteilung des Beitrags zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist sehr einfach, denn beide Seiten übernehmen jeweils die Hälfte des Satzes.

Zusatzbeiträge

Bei einem Krankenkassenvergleich fällt auf, dass der jeweilige Beitrag für die Krankenversicherung – auch bei einer gesetzlichen Versicherung – unterschiedlich hoch ist. Der allgemeine Beitragssatz stellt nämlich nur den Mindestbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung dar – viele Krankenversicherungen haben einen höheren Satz. Diese Zusatzbeiträge werden erhoben, wenn die Kasse ihre Kosten nicht durch die regulären Beiträge decken kann. Seit 2015 dürfen die Kassen neben einem allgemeinen, für alle Mitglieder der Kasse gültigen Zusatzbeitrag auch einen individuellen, am Einkommen des Versicherten ausgerichteten Zusatzbeitrag erheben.

Dieser Beitrag ist für fast alle Mitglieder verpflichtend, lediglich beim Bezug von Kranken-, Übergangs-, Mutterschafts- oder Elterngeld kann man sich vom Zusatzbeitrag befreien lassen. Zudem werden für Personen, die beitragsfrei über die Familienversicherung versichert sind, keine Zusatzbeiträge erhoben. Um einen sozialen Ausgleich zu schaffen, besteht für bestimmte Personengruppen jedoch die Möglichkeit, eine Übernahme der Zusatzbeiträge zu beantragen. Dazu gehören:

  • Empfänger von Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II
  • Personen in Jugendhilfe-Einrichtungen
  • behinderte Menschen in anerkannten Werkstätten
  • Bundesfreiwilligendienstleistende
  • Versicherte, die ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr ableisten
  • Auszubildende mit einem monatlichen Entgelt bis zu 325 Euro oder in einer außerbetrieblichen Einrichtung

Die Beiträge werden in diesem Fall vom Arbeitgeber, der Arbeitsagentur oder anderen Leistungsträgern übernommen. In der Regel liegen die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen (inklusive Zusatzbeiträge) zwischen 15 und 15,5 Prozent.

Krankenkassenvergleich

Sind Sie bereits gesetzlich krankenversichert, können Sie die Qualität Ihrer bestehenden gesetzlichen Krankenversicherung testen, indem Sie einen Krankenversicherungsvergleich vornehmen. Um Krankenversicherungen zu testen, bedarf es nur weniger Klicks, denn mittlerweile gibt es auch für die gesetzliche Krankenversicherung Rechner im Internet. Ein wichtiges Kriterium sind hier natürlich die Krankenversicherungsbeiträge, die aufgrund der Zusatzbeiträge sehr unterschiedlich ausfallen können. Ihren Beitragssatz können Sie bei Ihrer Krankenkasse erfragen, die Höhe der tatsächlich geleisteten Zahlungen entnehmen Sie Ihrer Gehaltsabrechnung. Finden Sie eine günstigere Krankenversicherung, ist der Wechsel sehr einfach. Sie sollten dabei aber auch beachten, dass jede Krankenversicherung Leistungen anbietet, die über das gesetzlich definierte Mindestmaß hinausgehen, wie beispielsweise weitergehende Vorsorgeuntersuchungen oder homöopathische Behandlungen. Diese sollten Sie bei einem Vergleich in der Regel nicht außer Acht lassen. Genügt Ihnen hingegen die Basisversorgung (die im internationalen Vergleich sehr gut ist), können Sie sich auch ganz auf die Beitragssätze konzentrieren, wenn Sie die Krankenversicherungen gegeneinander abwägen.

Ein weiteres Kriterium für den Wechsel können Prämienausschüttungen der Kasse sein, über die einige Anbieter versuchen, neue Mitglieder zu werben. Diese Prämien werden zwar nicht direkt bei Eintritt gezahlt, sind Sie aber zu einem bestimmten Stichtag Mitglied der Kasse, kommen Sie in den Genuss der Prämienzahlung.

Sie sollten bei der Wahl der Versicherung auch beachten, dass einige Kassen nicht allgemein zugänglich sind. So gibt es beispielsweise verschiedene Betriebskrankenkassen, die nach der Einführung der Kassenwahlfreiheit im Jahr 1996 ihr Betriebsmodell beibehalten haben und nur Firmenmitarbeiter und deren Angehörige aufnehmen. Darüber hinaus existieren regional tätige Krankenkassen, die nur in bestimmten Bundesländern oder Regionen tätig sind. Beispiele hierfür sind etwa die AOK Hessen, die nur in Hessen aktiv ist, oder die IKK Nord, die Personen aus Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein versichert.

Kündigungs- und Bindungsfrist

Die Kündigungsfrist für eine gesetzliche Krankenversicherung beträgt acht Wochen zum Monatsende. Die gesetzlichen Versicherungen akzeptieren hierbei formlose Schreiben, die keine Begründung enthalten müssen. Sie können aber auch ein Musterschreiben zur Kündigung verwenden. Auf Wunsch lässt sich die neue Versicherung bevollmächtigen, die Kündigung auszusprechen. Eine Kündigung führt nie zu einer Versicherungslücke, denn aufgrund der Versicherungspflicht in der Krankenversicherung ist man in jedem Fall bei einer (und nur bei einer) der gesetzlichen Krankenversicherungen als Kunde registriert. Grundsätzlich dürfen gesetzliche Krankenkasse Mitgliedsanträge nicht ablehnen, lediglich eine Beschränkung der Kasse auf eine bestimmte Region oder einen bestimmten Berufskreis kann zur Ablehnung des Antrags führen. In diesem Fall bleiben Sie trotz der Kündigung weiterhin Mitglied Ihrer alten Krankenkasse. Die Mitgliedschaft in der neuen Kasse können Sie häufig online auf der Seite des Anbieters beantragen. Neben Ihren persönlichen Daten benötigen Sie hier nur Ihre Steuer-Identifikationsnummer und Ihre Rentenversicherungsnummer. Zudem müssen Sie Angaben zu Ihrer jetzigen Versicherung und zu Ihrem Arbeitgeber machen.

Ist der Antrag angenommen, erhalten Sie von Ihrer neuen Krankenkasse eine Mitgliedschaftsbescheinigung, die Sie Ihrem Arbeitgeber vorlegen müssen, damit der Wechsel wirksam wird. Der Arbeitgeber übernimmt dann zum Wechseltermin die An- beziehungsweise Abmeldung bei den Kassen.

Wichtig: Es gilt bei den gesetzlichen Krankenkassen eine Bindungsfrist. Diese ergibt sich aus § 175 Abs. 4 SGB V. Wenn keine besonderen Umstände vorliegen, ist man anderthalb Jahre an den Versicherungsvertrag gebunden. Bei bestimmten Wahltarifen (Selbstbehalt, Krankengeld) gilt sogar eine dreijährige Bindungsfrist.

  • Bindungsfrist: 18 Monate (Mindestvertragslaufzeit), Ausnahmen:
    • Vorliegen einer Unterbrechung
    • Begründung einer Familienversicherung im Anschluss an die Mitgliedschaft
    • wegen Überschreitens der Einkommensgrenze entfällt die Versicherungspflicht
    • Sonderkündigungsrecht bei Erhöhung von Zusatzbeiträgen
    • Wahltarife, bei denen eine dreijährige Bindungsfrist gilt
  • Kündigungsfrist: 2 Monate zum Monatsende

Auslandsreise und Krankenversicherung

Wer im europäischen Ausland unterwegs ist – ob als Tourist oder beruflich – hat im Krankheitsfall Anspruch auf die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Eine Europäische Krankenversicherungskarte müssen Sie inzwischen nicht mehr extra beantragen – die entsprechenden Daten befinden sich auf der Rückseite der regulären Krankenversicherungskarte.

Verlegen Sie Ihren Wohnort – wenn auch nur kurzfristig – ins Ausland, müssen Sie beachten, dass die gesetzliche Krankenversicherung dann nicht mehr gilt. Wollen Sie nach Ihrer Rückkehr auch weiterhin gesetzlich versichert sein, ist es eventuell erforderlich, den Anspruch auf Mitgliedschaft durch eine Anwartschaft aufrechtzuerhalten. Die Leistungen der Krankenversicherung entfallen dann zwar, dafür zahlen Sie aber auch nur noch sehr niedrige Beiträge.

Krankenversicherung für Ausländer

Wenn Ausländer in Deutschland einen festen Arbeitsplatz haben, ist die Aufnahme in eine gesetzliche Krankenversicherung vorgeschrieben. Eine Krankenversicherung ohne Einkommen, das heißt ohne einen Arbeitsplatz in Deutschland, ist für Ausländer nur dann möglich, wenn sie früher für die Krankenversicherung einen Beitrag geleistet haben. Für EU-Ausländer ist es unter Umständen jedoch auch möglich, ohne Arbeitsplatz in der GKV aufgenommen zu werden.

In der Regel geschieht dies allerdings nur bei Neuverträgen, die nach diesem Zeitpunkt abgeschlossen werden. Bei bestehenden Verträgen wird eine etwaige Änderung der Regionalklasse üblicherweise erst ab 1.1. des Folgejahres berücksichtigt. Absolut bindend ist die Regionalstatistik des GDV für Versicherungsanbieter nicht. Innerhalb eines bestimmten Rahmens dürfen Versicherungsgesellschaften auch eigene Indexgrenzen festlegen. Allerdings orientieren sich in der Praxis nahezu alle Anbieter an der Regionalklasseneinteilung des GDV.

Die richtige Krankenversicherung für Grenzgänger

Für viele Menschen, die im Süden Deutschlands wohnen und in der Schweiz arbeiten, stellt sich die Frage, wie man als Grenzgänger eine Krankenversicherung zu den besten Bedingungen abschließen kann. Grundsätzlich haben Menschen mit Wohnsitz in Deutschland und Arbeitsplatz in der Schweiz vier Möglichkeiten:

  1. Das sogenannte Grenzgängermodell: private Schweizer Krankenversicherung plus eine deutsche Zusatzversicherung
  2. Privatversicherung in Deutschland
  3. Deutsche gesetzliche Krankenversicherung (freiwillig)
  4. Schweizer gesetzliche Pflichtversicherung, eventuell eine deutsche Zusatzversicherung

Die Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung

Wenn ein Arbeitnehmer mehr als 4.575 Euro pro Monat (Stand 2015) verdient, ist er nicht mehr verpflichtet, sich über die gesetzliche Krankenversicherung zu versichern. Er muss jedoch eine Krankenversicherung abschließen – zum Beispiel mit einem privaten Versicherungsunternehmen. Er kann natürlich auch weiterhin bei der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben – dann aber als freiwilliges Mitglied.

Steuern und Krankenversicherung

Auch steuerlich genießen Krankenversicherte Vorteile. So sieht das Bürgerentlastungsgesetz für die Krankenversicherung vor, dass gezahlte Beiträge voll abgesetzt werden können. Dies gilt für die Basiskrankenversicherung. Der Höchstbetrag liegt bei 1.900 Euro für Arbeitnehmer (2.800 Euro für Selbstständige). Wenn dieser Betrag nicht erreicht wird, können auch weitere Versicherungen steuerlich abgesetzt werden.

400-Euro-Job und Krankenversicherung

Wer allein mit einem 400-Euro-Job eine Krankenversicherung bezahlen will, muss etwa ein Drittel seines Einkommens dafür aufwenden. Er ist wegen des geringen Einkommens nicht pflichtversichert, gemäß § 193 Abs. 3 VVG jedoch dazu verpflichtet, sich privat (oder freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung) zu versichern. Einen Ausweg bietet die sogenannte Gleitzone: Lässt sich der Arbeitgeber darauf ein, die Arbeitszeit ein wenig zu erhöhen (und den Lohn geringfügig auf 410 Euro anzuheben), sinkt der Beitrag für die gesamte Sozialversicherung auf etwa 10 Prozent.

Kleinunternehmer und Krankenversicherung

Auch für Kleinunternehmer besteht die gesetzliche Pflicht, einen Krankenversicherungsvertrag abzuschließen. Sie haben die Wahl, sich bei einem privaten Unternehmen oder freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse zu versichern. Allerdings bleibt gerade bei einem Kleingewerbe für die Krankenversicherung meist nur wenig Geld übrig. Für die Ermittlung des Einkommens, das als Basis für den Beitrag zur Krankenversicherung dient, wird eine Mindesthöhe festgesetzt – die von Kleinunternehmern real aber oft gar nicht erreicht wird, was die Versicherung für sie sehr teuer macht.

Einen großen Vorteil genießen selbstständige Künstler und Publizisten, die über die Künstlersozialversicherung im Prinzip wie ein Arbeitnehmer sozial abgesichert werden. Hier wird nur das tatsächlich erwirtschaftete Einkommen zur Bemessung des Beitrags herangezogen, und die Hälfte des Beitrags für die Krankenversicherung wird von der Künstlersozialversicherung getragen.

Arbeitslosigkeit und Krankenversicherung

Auch für Arbeitslose ist die Krankenversicherung ein wichtiges Thema. Beim Bezug von Arbeitslosengeld I ist man in der Regel pflichtversichert. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt die Kosten für die Krankenversicherung. Auch der Zusatzbeitrag, der über den allgemeinen Beitragssatz hinausgeht, wird erstattet. Wer vor der Arbeitslosigkeit privat versichert war, kann (muss aber nicht) in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Wer arbeitslos wird und privat versichert ist, hat das Recht, in den Basistarif zu wechseln. Auch für Bezieher von Arbeitslosengeld II werden die Kosten für die Krankenversicherung übernommen.

Freie Krankenkassenwahl

Jeder volljährige Versicherungspflichtige darf selbst entscheiden, mit welcher Krankenkasse ein Versicherungsvertrag abgeschlossen wird. Aus der Versicherungspflicht folgt, dass die Krankenkassen beim Vorliegen der Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft in der GKV keinen Antragsteller ablehnen dürfen. Die mitgliederstärkste Krankenkasse in Deutschland ist mittlerweile die Techniker Krankenkasse.

Die größten Krankenkassen Deutschlands 2014

PlatzKrankenkasseVersicherte (Millionen)
1 Techniker Krankenkasse (TK) 8,7
2 Barmer GEK 8,6
3 DAK Gesundheit 6,3
4 AOK Bayern 4,3
5 AOK Baden-Württemberg 3,9
6 IKK Classic 3,5
7 AOK Rheinland/Hamburg 2,9
8 AOK Nordwest 2,7
9 AOK Plus (Sachsen, Thüringen) 2,7
10 AOK Niedersachsen 2,4

Tabelle: Erstattungsforderungen, Quelle Handelsblatt

Wovon hängt das Wahlrecht ab?

Obwohl grundsätzlich Wahlfreiheit besteht, gibt es in Bezug auf die gesetzlichen Krankenkassen einige Einschränkungen (aber auch Erweiterungen), die in § 173 Abs. 2 SGB V aufgezählt sind. Sie hängen vom Beschäftigungs- und Wohnort oder von der Krankenkasse des Lebens- oder Ehepartners ab. Auch die persönliche Versicherungsgeschichte spielt eine Rolle. So ist der Wechsel von einer privaten zur gesetzlichen Krankenkasse meist sehr schwierig. Wer privat versichert ist, kann nur in Ausnahmefällen in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Beispiele sind hier:

  • Wer über 55 Jahre alt ist und in den letzten fünf Jahren mindestens einen Tag in der GKV versichert war
  • Wer mit seinem Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze fällt (zum Beispiel durch Teilzeitbeschäftigung)
  • Arbeitslosigkeit
  • Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit und Wechsel in die Familienversicherung des Ehe- oder Lebenspartners

Regelleistungen und Zusatzleistungen

Als Regelleistungen werden die Krankenhaus- und Arztleistungen bezeichnet, die von den Krankenkassen in jedem Fall ersetzt werden. Sie sollen eine ausreichende gesundheitliche Versorgung der Patienten sicherstellen. Dazu gehört beispielsweise die Krankenhausunterbringung in einem Mehrbettzimmer. Wer ein Einzelzimmer haben möchte, muss dieses selbst bezahlen oder eine entsprechende Zusatzversicherung abschließen. Auch viele Vorsorgemaßnahmen gehören zu den Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden.

Gesetzlich sind die Krankenkassen zu Zusatzleistungen nicht verpflichtet, aber viele gesetzliche Krankenversicherungen bieten diese an, um Kunden zu gewinnen. Gerade auf dem Gebiet der Zusatzleistungen lohnt sich ein detaillierter Vergleich. Einige Beispiele für Zusatzleistungen:

  • Schutzimpfungen
  • weitergehende Vorsorgeuntersuchungen
  • Haushaltshilfen und häusliche Pflege
  • sogenanntes Rooming-in bei Krankenhausaufenthalten von Kindern
  • Bonusprogramme für Zahnersatz
  • Heilpraktikerleistungen, alternative Medizin usw.

Ohne Krankenversicherung leben?

Immer noch gibt es in Deutschland Menschen, die keine Krankenversicherung haben, obwohl das Bestehen einer Krankenversicherung Pflicht ist. Das Statistische Bundesamt schätzt, dass im Jahr 2011 ungefähr 137.000 Personen nicht versichert waren. Sich nicht zu versichern stellt zwar keinen Straftatbestand dar, die Betroffenen müssen jedoch damit rechnen, rückständige Beiträge, die seit dem Bestehen der Versicherungspflicht entstanden sind, bezahlen zu müssen, wenn sie einen Krankenversicherungsvertrag eingehen.

Gerade in der Frage der Krankenversicherung ist es ratsam, kein Risiko einzugehen. Denn beispielsweise bei einem schweren Unfall können die Kosten für eine Behandlung sehr schnell hohe Summen erreichen.

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