Gesetzliche Krankenversicherung

Leistungen
vergleichen

Im Zuge der Reform des deutschen Gesundheitswesens wurden die Leistungen und Beitragshöhen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit Beginn des Jahres 2009 vom Gesetzgeber für alle Krankenkassen vereinheitlicht.

Ein Krankenkassenvergleich zeigt, dass Versicherte bei einem Wechsel der Krankenkasse vor allem auf individuelle Zusatzleistungen achten sollten. Besonders Bonusprogramme – u.a. zur Prävention, erweiterten Vorsorge durch zusätzliche Untersuchungen oder für chronisch Kranke (Diabetiker, Asthmatiker) – ermöglichen den Mitgliedern der (GKV) eine bessere Versorgung und finanzielle Vorteile, wie die Rückerstattung der Praxisgebühr oder Zuschüsse zu verschiedenen Kursen.

Zahlreiche Krankenkassen - u.a. die Techniker Krankenkasse oder die IKK Direkt - bieten attraktive Wahltarife für ihre Mitglieder an. Dazu gehören Hausarztprogramme sowie Selbstbehalts- oder Kostenerstattungstarife.
Die günstigste Krankenkasse ist heute also die Kasse mit höherwertigen Zusatzleistungen und einem breiten Angebot von Bonusprogrammen und Wahltarifen, die speziell auf die Bedürfnisse eines Versicherten zugeschnitten werden können.

 

Krankenkassen-
wechsel

Mehrere Krankenkassen haben für das Jahr 2010 die Erhebung eines Zusatzbeitrages angekündigt. Aus diesem Grund möchten viele gesetzlich Versicherte die Krankenkasse wechseln und suchen nach Alternativen.

Ein Krankenkassenvergleich zeigt, dass die Beiträge aller Krankenkassen bis auf den Zusatzbeitrag gesetzlich festgeschrieben wurden und sich auf gleicher Höhe bewegen. Beitragsentlastungen können nur durch spezielle Bonusprogramme oder Wahltarife (Beitragsrückgewähr oder Selbstbehalte) erreicht werden. Zu beachten ist dabei jedoch, dass sich der Versicherte bei vielen Wahltarifen der gesetzlichen Krankenkassen bis zu drei Jahren bindet und ein vorzeitiges Kündigungsrecht ausgeschlossen ist.

Freiwillig versicherte Mitglieder wie z.B. Selbständige und Arbeitnehmer, die über der Beitragsbemessungsgrenze von 49.950 Euro (2010) liegen, haben zusätzlich die Möglichkeit, in eine private Krankenversicherung zu wechseln.

Wenn Sie die Mitgliedschaft in Ihrer Krankenkasse kündigen, so beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist drei Monate. Mit dem Eintritt in eine neue Krankenkasse binden Sie sich für 18 Monate. Ein Sonderkündigungsrecht erhalten Sie bei nur einer erstmaligen Erhebung eines Zusatzbeitrages ihrer Krankenkasse oder einer Verringerung von vertraglich fest vereinbarten Prämienleistungen.

 

Familien-
versicherung

Eine Familienversicherung ermöglicht die beitragsfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern im Bereich der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Die Zugangsvoraussetzungen zur Mitversicherung werden im Sozialgesetzbuch (SGB) geregelt.

In der Familienkrankenversicherung können Kinder bis maximal 25 Jahre beitragsfrei mitversichert werden, solange sie sich in Ausbildung befinden und kein Einkommen über der vorgeschriebenen Bemessungsgrenze erreichen. Das Kindergeld berührt die Einkommensgrenze dabei nicht, da es nicht beim Gesamteinkommen berücksichtigt wird.

Verfügt ein Elternteil über eine private Krankenversicherung und verdient über der Bemessungsgrenze (z.Zt. 49.950 € p.a.) sowie deutlich mehr als der gesetzlich versicherte Ehepartner, muss das Kind kostenpflichtig abgesichert werden. Dabei besteht ein Wahlrecht für die gesetzliche oder private Krankenversicherung.
Ehepartner bzw. eingetragene Lebenspartner von Mitgliedern einer Krankenkasse können nur beitragsfrei mitversichert werden, wenn sie nichtselbstständig sind und über kein bzw. nur ein sehr geringes Gesamteinkommen (max. 400 € pro Monat) verfügen.

Während der Elternzeit können Mutter und Kind beitragsfrei familienversichert werden, wenn die Mutter vor der Geburt des Kindes gesetzlich pflichtversichert war und während der Elternzeit kein eigenes Einkommen erzielt. Für Väter in Elternzeit gelten die gleichen Bedingungen.

 

Kranken-
zusatzversicherung

Durch die Gesundheitsreform wurde der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gekürzt. Aus diesem Grund müssen gesetzlich versicherte Personen deutlich mehr Zuzahlungen für ärztliche Leistungen, Medikamente und Heil/Hilfsmittel leisten. Durch eine private Krankenzusatzversicherung können diese Kosten gesenkt werden.
Die Zahnzusatzversicherung gehört zu den wichtigsten Absicherungen. Sie stockt den festgesetzten Zuschuss der Krankenkassen für Zahnersatzleistungen um einen tariflich festgelegten Prozentsatz auf und verringert so private Zuzahlungen.

Durch eine Krankenhauszusatzversicherung erhalten die Mitglieder der Krankenkassen bei stationärer Behandlung Privatleistungen, wie z.B. Ein/Zweibettzimmer oder die Behandlung durch einen Chefarzt.
Das Krankentagegeld sichert vor Lohneinbußen bei längerer Krankheit ab und schließt die Lücke zwischen der Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und dem eigentlichen (Netto) Einkommen.

Da die Krankenkassen keine Leistungen für Sehhilfen mehr übernehmen, sind Brillenzusatzversicherungen für Brillenträger sinnvoll. Diese Versicherungen erstatten – abhängig vom Tarif – festgesetzte Summen für medizinisch notwendige Brillen und Kontaktlinsen.

Eine Auslandskrankenversicherung ist für Urlaubs/ Geschäftsreisen ins Ausland sehr wichtig. Sie zahlt u.a. bei Erkrankungen mit ambulanter und stationärer Behandlung sowie notwendigem Rücktransport nach Deutschland.
Diese Zusatzversicherungen zur GKV werden nur von privaten Versicherungsgesellschaften angeboten und unterscheiden sich deutlich in Leistung und Beitragshöhe. Ermitteln Sie mit unserem Krankenzusatzversicherung Vergleich die besten Angebote für Ihre Situation.

 

Kranken-
kassenbeiträge

Die Versicherungspflicht in der GKV ist im § 5 Abs. 1 SGB V festgeschrieben. Die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegepflichtversicherung setzen sich zu je 50 % aus dem Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zusammen. Grundlage für die Berechnung des individuellen Beitrages ist immer der Monatsbruttoverdienst.
Die Krankenversicherung für Studenten (KVDS) ist ein Sondertarif für Studenten bis zum 30. Lebensjahr. Die Beiträge sind festgeschrieben und werden nach gültigen Sozialhilfesätzen berechnet.
Die Krankenversicherung für Selbstständige ist immer eine freiwillige Versicherung. Die Unternehmer können für sich die GKV oder eine private Krankenversicherung entscheiden. Freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige bezahlen 100 % der Beiträge, deren Höhe sich nach Ihrem Einkommen richtet.
Alle Krankenkassen erhalten – zusätzlich zu den Beiträgen der Versicherten – seit dem 1.1.2009 Gelder aus dem staatlichen Gesundheitsfonds. Sind diese nicht ausreichend, dürfen die Kassen einen monatlichen Zusatzbeitrag erheben, den die Versicherten zu 100 % bezahlen müssen. Die Arbeitgeber übernehmen keine Anteile an diesen Zusatzbeiträgen.
Im Gegenzug tritt seit dem 1.1.2010 ein erweitertes Bürgerentlastungsgesetz in Kraft. Dadurch werden die gezahlten Krankenkassenbeiträge steuerlich absetzbar.

 

 

Gesetzliche Krankenversicherung

Was Sie wissen müssen

  • Welche Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Krankenkassen - es lohnt sich zu vergleichen
  • Kündigung oder Wechsel der Krankenkasse - wie kann ich meine Krankenkasse kündigen bzw. wechseln?
  • Im welchen Umfang zahlt meine Krankenkasse im Ausland?  Weiterlesen
 

Tipps zur privaten

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