Autofahrer interessieren sich für Telematik

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.09.2016

Viele deutsche Pkw-Besitzer können sich die Nutzung von Telematik-Diensten vorstellen, zum Beispiel eines automatischen Unfallnotrufs. Gerade bei der Übermittlung von Fahrzeugdaten an Versicherungen und andere Unternehmen sind viele Autofahrer aber auch skeptisch und machen sich Sorgen um den Datenschutz.

Die Akzeptanz sogenannter Automotive-Telematik-Dienste unter deutschen Autofahrern steigt. Wie eine Studie des TÜV Rheinland zeigt, haben viele Pkw-Besitzer Interesse an Angeboten wie Gefahrenwarnungen oder einem automatischen Unfallnotruf.

Viele Telematik-Dienste sind attraktiv

Besonders Sicherheitsdienstleistungen waren interessant für die befragten Autofahrer: 83 Prozent bewerten Gefahrenmeldungen als attraktiv oder sehr attraktiv. Auch ein automatischer Unfallnotruf (81 Prozent) und Pannennotruf (77 Prozent) sind beliebt. Darauf folgen Parkplatzsuche mit 73 Prozent, Fahrzeugzustand und Werkstattservice mit 64 Prozent sowie ein Fahrzeugfinder mit 54 Prozent. Dr. Matthias Schubert, Vorsitzender der Geschäftsführung beim TÜV Rheinland, erklärt: „82 Prozent der Autofahrer in Deutschland sind bereit, im Schnitt 51 Euro pro Jahr für Telematik-Dienste zu zahlen. Das ist ein wichtiger Zukunftsmarkt für die Automobil- und Telekommunikationsbranche.“ Auch immer mehr Versicherer möchten Telematik-Analysen nutzen, um eine risikoarme Fahrweise mit niedrigeren Beiträgen in der Kfz-Versicherung zu honorieren. Allerdings interessieren sich laut der TÜV-Studie nur 35 Prozent für eine Analyse ihres Fahrstils mit Telematik-Technik.

Sorge um Fahrzeugdaten bremst Telematik

60 Prozent der Befragten machen sich beim Thema Telematik allerdings auch Sorgen um ihre Fahrzeugdaten. Informationen über den Zustand und die Bewegungen ihres Wagens möchten sie nur ungern teilen und befürchten unter anderem einen Verlust der Selbstbestimmung und eine mögliche Kontrolle von außen. Auch die Angst vor Datendiebstahl und -missbrauch stellt ein Hindernis dar. Für Schubert ist mangelndes Vertrauen in die Sicherheit der Fahrzeugdaten ein zentrales Hindernis für die Verbreitung von Telematik-Diensten. Die Bereitschaft der Pkw-Besitzer, ihre Daten weiterzugeben, werde dadurch gebremst. Allerdings wären 21 Prozent der Skeptiker offener für die Datenübermittlung, wenn ihr Fahrverhalten nicht detailliert erfasst würde, also zum Beispiel Daten zu Beschleunigung, Geschwindigkeit und Bremsverhalten, sondern lediglich ein Gesamtwert übermittelt würde.

Quelle: TÜV Rheinland

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