Bis zu 140 Prozent mehr Kfz-Steuer ab September

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.07.2018

Spätestens seit dem Abgas-Skandal hat die Bundesregierung die Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen verschärft. So ist auch der neue Verbrauchs-Testzyklus deutlich realitätsnaher. Das bedeutet für Autofahrer wiederum, dass sie auf dem Papier mehr CO2 mit ihren Fahrzeugen ausstoßen. Ab September wird die Kfz-Steuer daher bei vielen Autos erheblich teurer. Insbesondere Kleinwagen-Fahrer sind davon betroffen.

Ab dem 01. September 2018 müssen neu zugelassen Fahrzeuge mit dem sogenannten WLTP-Testverfahren zertifiziert sein. Experten sind sich einig, dass hiermit deutlich höhere CO2-Werte festgestellt werden. Das Paradoxe: Wer sein Fahrzeug vor dem Stichtag zulässt, kann noch das alte Verfahren nutzen und spart so bei der Kfz-Steuer.

Steuern steigen insbesondere bei Kleinwagen

Das neue Testverfahren führt unweigerlich dazu, dass für so gut wie alle neuen Fahrzeuge mehr Kfz-Steuer bezahlt werden muss. Besonders trifft es laut einer Analyse der Neuwagen-Plattform Carwow die Kleinwagen. So müssen Autofahrer beim Skoda Fabia Combi ganze 141 Prozent mehr Steuern zahlen. Das liegt daran, dass im neuen WLTP-Testzyklus höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten der Fahrzeuge angenommen werden. Insbesondere Kleinwagen sind allerdings nicht auf das Autobahn-Tempo optimiert und stoßen hier verhältnismäßig viel CO2 aus.

Ermittelt wird die Kfz-Steuer derzeit auf Basis eines sogenannten Sockelbetrags, der vom Hubraum abhängt. Er liegt bei Ottomotoren bei 2 Euro pro angefangenen 100 Kubikzentimeter Hubraum und bei Dieselmotoren bei 9,50 Euro. Als Aufschlag werden 2 Euro je ausgestoßenem Gramm CO2 berechnet, wobei es einen Freibetrag von 95g/km gibt.

Wer jetzt kauft, kann noch sparen

Haben Autofahrer ohnehin vor, sich ein neues Auto anzuschaffen, sollte dies möglichst vor dem Stichtag geschehen. Solange das alte Testverfahren noch zulässig ist, werden die zugelassenen Fahrzeuge auch auf Basis dieser Werte besteuert.  So können Autofahrer schnell hundert Euro Steuern pro Jahr sparen. Wird dann noch eine günstige Kfz-Versicherung für den Neuwagen gefunden, halten sich zumindest die laufenden Kosten für das Fahrzeug im Rahmen.

Quelle: Focus

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