Fahrzeugkosten und Kfz-Versicherung können abgesetzt werden

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.10.2017

In der Steuererklärung können Berufspendler nicht nur den reinen Weg zur Arbeit mit 30 Cent pro Kilometer absetzen. Auch Nebenkosten wie etwa die Kfz-Versicherung oder – bei Selbstständigen – die Kfz-Steuer lassen sich steuermindernd in der Erklärung anführen.

Mehrere hundert Euro an Steuern können Steuerpflichtige jedes Jahr sparen, wenn sie die Fahrtkosten für den Arbeitsweg in der Steuererklärung angeben. Maximal sieht der Gesetzgeber einen pauschalen Betrag von 4.500 Euro für die reine Fahrtstrecke vor. Hinzu kommen Nebenkosten wie etwa Versicherungen.

Was alles abgesetzt werden kann

Den größten Posten der abzugsfähigen Ausgabenpunkte machen in der Regel die Fahrtkosten aus. Der Arbeitnehmer kann pro Kilometer Entfernung zwischen der Wohnung und dem Arbeitsplatz 0,30 Euro geltend machen. Allerdings erkennt das Finanzamt hier nur die einfache Fahrtstrecke an, also entweder den Hin- oder den Rückweg.

Gemessen wird dabei die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, die am kürzesten ist. Bestimmt werden kann diese Entfernung etwa per Google Maps. Pendelt ein Arbeitnehmer beispielsweise bei einer 5-Tage-Woche 230 Mal 40 Kilometer zur Arbeit, so kann er pauschal (230 × 40 × 0,30) 2.760 Euro von der Steuer als Fahrtkosten absetzen. Belege müssen hierfür nur dann vorgelegt werden, wenn außerplanmäßige Fahrten anstehen oder die Pauschale bei mehr als 4.500 Euro liegen würde.

Zusätzlich zu den Fahrtkosten können Angestellte auch die Beiträge zur vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung von der Steuer absetzen. Dafür ist es wiederum erforderlich, dass der Angestellte auch wirklich der Versicherungsnehmer ist und die Versicherung nicht etwa über den Arbeitgeber läuft. Abgesetzt werden kann die Versicherungsprämie dabei entweder als Werbungskosten oder als Sonderausgabe. Wichtig ist, dass sich Autofahrer für eine der Varianten entscheiden, beide Möglichkeiten können nicht simultan verwendet werden. Welche Version mehr steuerliche Vorteile bewirkt, kann nur ein Steuerberater entscheiden.

Kfz-Steuer absetzen

Steuern, die für die Anschaffung oder Nutzung des Fahrzeugs bezahlt werden, können hingegen nur Selbstständige absetzen. In der Steuererklärung kann die Kfz-Steuer entsprechend als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Die Voraussetzung hierfür ist wiederum, dass das Auto zum überwiegenden Teil beruflich verwendet wird. Nur dann gilt es als notwendiges Betriebsvermögen. Wer das Fahrzeug zu zehn bis 50 Prozent betrieblich nutzt, kann das Auto aber unter Umständen zum sogenannten „gewillkürten Betriebsvermögen“ zählen. Auch dann ist es unter Umständen möglich, steuerliche Aufwendungen wieder von der Steuer abzusetzen.

Quelle: Focus Online

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