PKV-Verband meldet rückläufige Versichertenzahlen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.04.2016

Der PKV-Verband musste bei der Vorstellung der Branchenzahlen für 2015 einen Rückgang der Versicherten vermelden. Trotzdem sind die Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was vor allem auf die höhere Zahl von Zusatzversicherungen zurückzuführen ist.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) hat rückläufige Versichertenzahlen zu verzeichnen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, ist der Bestand an Versicherten in der privaten Krankenversicherung im Jahr 2015 erneut zurückgegangen. Allerdings wurden mehr Verträge für Zusatzversicherungen abgeschlossen.

PKV-Verband muss Rückgang von 0,5 Prozent hinnehmen

Insgesamt waren im vergangenen Jahr 8,79 Millionen Personen privat versichert, was einem Rückgang von 0,5 Prozent entspricht. Die Anzahl der Verträge ist um rund 47.000 gesunken. Bereits im Jahr 2014 war es zu einem Rückgang der Versichertenzahlen gekommen, und zwar um 0,6 Prozent. Der PKV- Verband begründet den aktuellen Rückgang damit, dass die Zahl der Personen mit sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung 2015 ein Rekordhoch erreicht habe. Dadurch seien automatisch viele Versicherte in die gesetzliche Krankenversicherung gerutscht. Der Trend zum Mitgliederschwund in der PKV wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl auch im laufenden Jahr fortsetzen, da in den vergangenen Monaten viele private Versicherer ihre Beiträge teilweise deutlich erhöht haben

Zusatzversicherungen nehmen zu

Dennoch konnte der PKV-Verband steigende Beitragseinnahmen vermelden: Mit einer Gesamtsumme von 34,62 Milliarden war ein Plus von 0,9 Prozent gegenüber 2014 zu verzeichnen. Das lässt sich vor allem auf die gestiegene Zahl von Zusatzversicherungen zurückführen. Bei der privaten Krankenzusatzversicherung gab es einen Zuwachs um 1,7 Prozent auf eine Gesamtzahl von 24,77 Millionen Verträgen. Gerade bei der Pflegeversicherung haben sich offenbar mehr Menschen dazu entschieden, privat vorzusorgen. „Den Menschen wird zunehmend bewusst, dass die gesetzliche Pflegeversicherung im Pflegefall nur einen Teil der Kosten trägt und für die Betroffenen oder ihre Angehörigen ohne private Vorsorge eine Finanzierungslücke von oft mehr als tausend Euro im Monat bleibt“, erklärte Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbands, bei der Vorstellung der Branchenzahlen in Berlin.

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