Telematik-Tarife werden immer beliebter

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.11.2016

Die Allianz vermeldet mit ihrem modernen Telematik-Tarif derzeit 800 Neukunden pro Monat. Seit dem Start des innovativen Tarifs im Mai 2016 wurden bis dato rund 13.100 Verträge abgeschlossen. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Fahrer unter 29 Jahren. Jetzt hat auch CosmosDirekt einen solchen Tarif auf den Markt gebracht.

Durch den Telematik-Tarif, der Versicherungen für junge Leute attraktiver machen soll, können Kunden bis zu 30 Prozent bei der Autoversicherung sparen. Mit Hilfe einer App wertet die Versicherung die Fahrweise des Kunden aus. Hierbei werden besonders Geschwindigkeit, Beschleunigung und Kurven- sowie Bremsverhalten berücksichtigt. Alle Faktoren werden zusammengerechnet und der Nutzer erhält einen Durchschnitt von bis zu 100 Punkten. Dadurch werden sichere sowie vorausschauende Fahrer in verschiedene Rabattstufen einsortiert. Anfangs müssen 400 Kilometer mit der App gefahren werden. Auf Basis der Fahrdatenauswertung wird dann die erste Prämie errechnet. Vor allem für junge Fahrer, die hohe Prämien zahlen, klingt das Angebot verlockend – hier schlagen 30 Prozent merklich zu Buche.

Verbraucherschützer sind skeptisch

Verbraucherschützer blicken kritisch auf die Neuerungen der Versicherungen. Angeblich seien im Kfz-Versicherungsvergleich Verträge anderer Anbieter immer noch günstiger als die neuen Angebote. Die Telematik-Tarife seien sehr intransparent und würden den Nutzern keine klaren Auswertungen liefern. Zudem blicken sie skeptisch auf die Datennutzung der Apps. Einerseits könnten Datendiebe Profit aus den Auswertungen schlagen, andererseits könnte der Versicherte später Nachteile bei anderen Versicherungsabschlüssen davontragen. Gerade bei der ersten Versicherung für junge Leute könnte es bei den Telematik-Tarifen zu deutlichen Preisaufschlägen kommen. Eine zu riskante oder unsichere Fahrweise kann nämlich im Gegenzug mit bis zu 30 Prozent Mehrkosten sanktioniert werden. Ob sich der Tarif lohnt, sollte sich also jeder Autofahrer selber fragen.

Funktionen wie bei Facebook und Whatsapp

Die Allianz möchte ihr Angebot noch ausweiten. Fahrweise und Ziele sollen zukünftig mit der Facebook-Community geteilt werden können. Hiermit reagiert die Allianz auf Nachfragen der Nutzer, die ihre gesammelten Werte gerne mit ihren Freunden austauschen wollen. So wurde vor kurzem eine Funktion eingebaut, welche die Bestenlisten aller Versicherten darstellt. In den Kundenrezensionen der App zeigen sich Nutzer von der Grundidee begeistert. Allerdings wünschen sich viele, dass die Nutzung verbessert wird, da die App angeblich viel Akku verbraucht. Einige Nutzer können die Auswertungen der App nicht ganz nachvollziehen. Das deckt sich auch mit der Kritik der Verbraucherschützer.

Quellen: Versicherungsjournal, Versicherungsbote, SZ

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