VW-Neuzulassungen sinken im Februar spürbar

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.03.2017

Um satte 18,6 Prozent auf circa 42.500 Fahrzeuge sind die Neuzulassungen von Autos der Marke Volkswagen im Vergleich zum letzten Jahr zurückgegangen. Das teilte jetzt das Kraftfahrt-Bundesamt mit. Besonders stark betroffen sind dabei die Dieselfahrzeuge des Konzerns. Diese Entwicklung ist aller Wahrscheinlichkeit nach auf den Abgasskandal des letzten Jahres zurückzuführen, aber auch neue Umweltauflagen könnten eine Rolle spielen.

Obwohl VW nach wie vor unangefochtener Marktführer im deutschen Automobilsegment ist, musste der Konzern vergangenen Monat doch deutliche Einbußen hinnehmen. Neuzulassungen von Autos der Marke – insbesondere der Klassiker Passat und Golf – sanken um erhebliche 18,6 Prozent. Da vor allem die Dieselfahrzeuge von Volkswagen weniger gefragt sind, liegt der Zusammenhang mit dem jüngsten Abgasskandal auf der Hand.

Deutlich geringeres Interesse an Diesel-Fahrzeugen

Die sinkenden Neuzulassungszahlen bedeuten einen Rückgang des Marktanteils von 20,9 Prozent in 2016 auf aktuell 17,5 Prozent. Somit dürften die ersten beiden Monate des Jahres für VW einen Absatzrückgang von 7,4 Prozent bedeuten. Einen Lichtblick gibt es für VW allerdings: Als einzige deutsche Premiumautomarke konnte die Konzerntochter Audi im Februar ein Plus an Zulassungen verzeichnen.

Allerdings ist nicht nur Volkswagen betroffen. Der Vertrauensverlust bezüglich der Dieseltechnik bedeutet einen markenübergreifenden Zulassungsrückgang bei Dieselfahrzeugen von 10,5 Prozent auf 43,4 Prozent. Damit geht der Gesamt-Automobilmarkt in Deutschland im Februar verglichen mit dem Vorjahr um 2,6 Prozent auf 243.602 zugelassene PKW zurück. BMW trifft es dabei ebenfalls hart mit um 8,9 Prozent reduzierte Zulassungen, Mercedes muss immerhin einen Rückgang von 2,1 Prozent verkraften.

Baden-Württembergische Umweltpläne vermutlich mitverantwortlich

Neben dem Skandal um die Abgasmanipulationen bei VW, der im letzten Jahr die Schlagzeilen beherrschte, könnte auch das Vorhaben der Landesregierung in Baden-Württemberg viele Autofahrer vom Kauf eines Diesels abgehalten haben. Die plant ein Verbot besonders älterer Dieselfahrzeuge für das Stuttgarter Zentrum ab 2018. In Kraft treten würde das Fahrverbot dann, wenn die Luft zu sehr mit Stickoxiden belastet ist.

Verstöße gegen eine solche Umweltzonen-Regelung können schnell teuer werden: Während bis 2014 40 Euro und ein Punkt in Flensburg verhängt wurden, stieg das Bußgeld für die Ordnungswidrigkeit danach auf 80 Euro. Dafür entfällt jetzt immerhin der Strafpunkt.

Quellen: Spiegel, Focus Online, Donaukurier, Motor-Talk, Morgenpost, Umweltbundesamt

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