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Studie: Deutsche sparen seltener als im Vorjahr

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.06.2016

Wer sich entscheidet Geld zu sparen, erhofft sich dadurch meist möglichst hohe Renditen. In Zeiten von Niedrigzinsen ist dies jedoch kaum möglich. Wohl auch deshalb bilden aktuell relativ wenige Deutsche entsprechende Rücklagen – der kürzlich vorgestellte „Sparerkompass“ 2016 der Royal Bank of Scotland bestätigt diese Beobachtung nun erneut.

Die Deutschen sparen weniger Geld als im Vorjahr, gleichzeitig steigt der Anteil derjenigen, die keinerlei Rücklagen bilden – so lautet ein Ergebnis des „Sparerkompass 2016“, einer repräsentativen Umfrage der Royal Bank of Scotland.

Deutsche sparen seltener

Noch im Jahr 2015 hatte die regelmäßig durchgeführte Umfrage gezeigt, dass über 60 Prozent der Deutschen regelmäßig sparen. Der Anteil derjenigen, die überhaupt kein Geld zurücklegen, lag zu dieser Zeit bei neun Prozent. Nur ein Jahr später gaben nur noch 51 Prozent der Befragten an, regelmäßig Rücklagen zu bilden. Gleichzeitig sparten 14 Prozent überhaupt nicht mehr. 35 Prozent gaben dagegen an, dass sie dies gelegentlich täten. Grundsätzlich neigen laut Studie eher Personen in einer Partnerschaft als Singles zum Sparen: Während 56 Prozent der ersteren Gruppe regelmäßig Geld zurücklegen, tun dies lediglich 40 Prozent der Alleinstehenden.

Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass die Deutschen mehrheitlich eher geringe Summen zurücklegen: 41 Prozent gaben an, dass sie monatlich bis zu 100 Euro sparten, weitere 26 Prozent nannten 100 bis 300 Euro. Lediglich 19 Prozent bildeten monatliche Rücklagen von mehr als 400 Euro.

Niedrigzinsen beeinflussen Art der Geldanlage

Schon frühere Studien hatten ergeben, dass die aktuellen Niedrigzinsen die Deutschen nicht dazu bewegen, auf risikoreichere Anlageformen als das klassische Sparen zu setzen. Auch die Umfrage der Royal Bank of Scotland scheint dies zu bestätigen: So stimmten 20 Prozent der Aussage zu, dass bei der Geldanlage trotz Niedrigzinsen vor allem Sicherheit wichtig sei, nur zwei Prozent gaben an, dass für sie eine hohe Rendite im Vordergrund stehe.

Die Hälfte der Deutschen legt der aktuellen Umfrage zufolge ihr Geld in Form von Tagesgeld an. Mit 44 Prozent ist das Sparbuch die zweitbeliebteste Variante, Lebensversicherungen beziehungsweise private Rentenversicherung landeten auf dem dritten Platz der beliebtesten Form der Geldanlage.

Quelle: Royal Bank of Scotland (Sparerkompass 2015)

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