Home Office & Unfallversicherung

Zuletzt aktualisiert am 06.08.2019

Die Arbeit im Home Office wird immer beliebter. Doch was, wenn ein Unfall in den eigenen vier Wänden – aber gleichzeitig eben auch am Arbeitsplatz – geschieht? Nicht immer greift dann die Unfallversicherung.

Fehlende Gesetze sorgen in diesem Bereich immer häufiger für Verwirrung. Hinzu kommt, dass auch bei Weitem nicht jeder Arbeitnehmer die Chance auf das Home Office erhält.

Unfall- oder Krankenversicherung?

Wer sich bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin verletzt, fällt in den Zuständigkeitsbereich der gesetzlichen Unfallversicherung. Oft mit positiven Folgen für den Arbeitnehmer im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung: Die Unfallversicherung zahlt in vielen Fällen nicht nur Rehabilitationsmaßnahmen wie Physiotherapie oder einen Kuraufenthalt, sondern darüber hinaus auch Maßnahmen wie einen Umbau des Arbeitsplatzes – wenn er aufgrund des Unfalls und seiner Folgen nötig ist.

Da immer mehr Menschen auch Zuhause arbeiten, fällt die Abgrenzung der Zuständigkeiten aber nicht mehr leicht. Aktuell beginnt der Unfallschutz meist ab dem Übertreten der Haustürschwelle – dieser Faktor ist im Home Office natürlich nicht gegeben.

Viele Fälle von Verletzungen am und in der Nähe des Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden landeten schlussendlich vor Gericht; mal wurde zugunsten des Arbeitenden, mal zugunsten der Versicherung entschieden. Umso wichtiger ist es, in naher Zukunft klare Regelungen zu schaffen.

Momentan keine festen Richtlinien

Ohnehin soll über einen Anspruch auf die Tätigkeit im Home Office für Arbeitnehmer verhandelt werden. Im Jahr 2016 waren nur etwa zwölf Prozent im Home Office tätig, obwohl rund 40 Prozent aller Arbeitnehmer die theoretischen Voraussetzungen erfüllen würden – also nicht, wie etwa Berufe im Bereich der Erziehung oder Sicherheit, tatsächlich für die Arbeit im Büro anwesend sein müssen.

Bürojobs können im digitalen Zeitalter beispielsweise meist problemlos im Home Office absolviert werden. Da es noch keinen gesetzlichen Anspruch gibt, müssen Arbeitnehmer derzeit auf die Bedingungen im jeweiligen Arbeitsvertrag schauen. Ist dort die Möglichkeit auf Arbeit zuhause vermerkt?

Eventuell ist es auch möglich, eine zusätzliche Vereinbarung zu treffen. Arbeitnehmer sollten darauf achten, dass diese nicht einseitig aufgelöst werden und der Arbeitgeber somit allein wieder auf die Büroarbeit im Unternehmen bestehen kann.

Quelle: sueddeutsche.de

Spartipps und News:

Newsletter abonnieren & gratis PDF erhalten

Durch die Nutzung von FinanceScout24 stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.