Deutsche bevorzugen Versicherungsvermittler

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.10.2016

Wenn es um Versicherungsverträge geht, bevorzugen die Deutschen persönliche Beratung: Der Großteil der Policen wird nach wie vor ganz klassisch beim Versicherungsvermittler abgeschlossen – noch zumindest. Der Anteil der Online-Abschlüsse ist nämlich in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Und eine Internetrecherche vor Vertragsabschluss ist inzwischen beinahe Standard.

Trotz des allgemeinen Trends zur Digitalisierung: Ihre Versicherungsverträge schließen die Deutschen immer noch am liebsten beim Versicherungsvermittler ihres Vertrauens ab. Nur ein Viertel der Versicherungen werden online abgeschlossen, wie eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag der Zurich Versicherungsgruppe zeigt. 75 Prozent gehen den klassischen Weg über einen Vermittler.

Wenige Versicherungsverträge komplett ohne Unterstützung aus dem Netz

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Deutschen Online-Muffel sind. Ganz im Gegenteil: Mit 84 Prozent informiert sich der Großteil der deutschen Verbraucher im Internet, bevor er einen Versicherungsvertrag abschließt. Nachdem sie online recherchiert haben, suchen 59 Prozent der Verbraucher dann aber doch einen Versicherungsvermittler vor Ort auf, um den gewünschten Vertrag abzuschließen. Allerdings steigt der Anteil der komplett online abgeschlossenen Versicherungsverträge stetig. Bei der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2012 wurden nur 13 Prozent der Versicherungsverträge online abgeschlossen. Der aktuelle Anteil von 25 Prozent markiert also einen Zuwachs von 96 Prozent. Komplett offline, also auch ohne vorherige Internetrecherche, wird nur noch rund jede sechste Versicherung abgeschlossen. 2012 lag der Anteil der reinen Offline-Abschlüsse noch bei 43 Prozent, also beinahe dreimal so hoch.

Je komplizierter die Versicherung, desto wichtiger der Versicherungsvermittler

Vor allem bei komplizierteren Versicherungsprodukten vertrauen die Bundesbürger offenbar ihrem Versicherungsvermittler mehr als dem Internet. Relativ simple Policen werden bereits jetzt oft online abgeschlossen. Allen voran die Kfz-Versicherung, bei der bereits ein Drittel der Vertragsabschlüsse online stattfindet. Über komplexere Versicherungsprodukte informieren sich die Deutschen im Vorfeld deutlich öfter online als noch vor vier Jahren. Besonders deutlich hat die Internetrecherche im Bereich Risikolebensversicherungen, Unfallversicherungen und Kapitallebensversicherungen zugenommen, nämlich um 80 Prozent gegenüber der vorherigen Untersuchung. Auch beim komplexen Thema Altersvorsorge informieren sich Verbraucher deutlich öfter online: Die Internetrecherche vor Vertragsabschluss hat hier seit 2012 um 65 Prozent zugenommen. In diesem Bereich ist auch der Anteil derjenigen, die nach eigener Recherche zum Vertragsabschluss doch ihren Versicherungsvermittler aufsuchen, mit 77 Prozent besonders hoch. Mit einem Zuwachs von 62 Prozent hat allerdings auch die Internetrecherche im Bereich der privaten Sachversicherungen ähnlich stark zugelegt. Dazu zählen unter anderem die Haftpflichtversicherung, die Hausratversicherung, die Rechtsschutzversicherung, aber auch weniger alltägliche Policen wie die Wohngebäudeversicherung

Quelle: Zurich

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