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Generation Y will erst später sparen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.05.2016

Sparen oder das Leben genießen? Für viele Twens weltweit ist die Antwort klar – sie möchten sich lieber später um ihre Finanzen kümmern. Das zeigt eine GfK-Umfrage in 22 Ländern. Weitere Ergebnisse: Frauen sind sparsamer als Männer und die Deutschen sind weniger verschwenderisch als der internationale Durchschnitt.

Vor allem Menschen zwischen 20 und 29 Jahren – die sogenannten Twens – möchten lieber später sparen und zunächst ihr Leben genießen. Das zeigt eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) unter 27.000 Internetnutzern in 22 Ländern. Deutschland ist dabei etwas sparsamer als der internationale Durchschnitt.

Twens haben wenig Interesse am Sparen

Die GfK fragte Internetnutzer ab 15 Jahren, inwieweit sie der folgenden Aussage zustimmen: „Ich will mein Leben heute genießen – um Sparen und Geldanlagen kann ich mir später Sorgen machen.“ Dabei waren es vor allem die 20- bis 29-Jährigen, die auf diese Aussage mit Zustimmung reagierten: 41 Prozent der sogenannten Generation Y – auch als Twens bekannt – stimmten zu. Bei den 15- bis 19-Jährigen waren es 37 Prozent und bei den 30- bis 39-Jährigen 36 Prozent. Menschen über 50 sind dagegen stärker am Sparen interessiert und stimmen der Aussage nur zu einem Viertel zu.

GfK-Experte Rolf Bürkl sieht die Einstellung der Twens kritisch: „Gerade die so genannte Generation Y sollte mit Blick auf das zukünftig noch geringere gesetzliche Rentenniveau privat vorsorgen. Auch wenn Sparen aufgrund der niedrigen Zinsen zurzeit wenig attraktiv ist, wird ihnen das Geld, das sie heute ausgeben und nicht zurücklegen, im Alter für den Konsum fehlen.“ In Deutschland waren die Twens allerdings etwas vorsichtiger als der internationale Durchschnitt: Nur 36 Prozent gaben an, erst später sparen zu wollen.

Frauen setzen auf finanzielle Sicherheit

Im internationalen Durchschnitt sind Frauen stärker an Sicherheit in Finanzdingen interessiert als Männer. 33 Prozent der weiblichen Befragten stimmten der Aussage „Ich will mein Leben heute genießen – um Sparen und Geldanlagen kann ich mir später Sorgen machen“ zu, 40 Prozent lehnten sie ab. Bei den Männern waren Zustimmungen (36 Prozent) und Ablehnungen (35 Prozent) ausgeglichen. Im internationalen Vergleich zeigten sich vor allem die Menschen in Hongkong sparsam: Hier lehnte mit 54 Prozent über die Hälfte die Aussage ab. In Deutschland waren es 26 Prozent, die dem Motto zustimmten und lieber später sparen wollten – deutlich weniger als im internationalen Durchschnitt mit 34 Prozent.

Quelle: GfK

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