Tipps: Den Kfz-Beitrag senken

Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 02.12.2016

Bei der Kfz-Versicherung lassen sich die Beiträge auf verschiedene Arten senken: Zum Beispiel können Sie durch einen gezielten Vergleich den günstigsten Anbieter finden, von diversen Rabatten profitieren und auf nicht benötigte Zusatzoptionen verzichten. Doch auch schon bei der Kaufentscheidung für ein bestimmtes Fahrzeugmodell können Sie die Höhe der späteren Versicherungsprämie beeinflussen. Dank ein paar einfacher Tricks kann man seinen Kfz-Beitrag um bis zu 50 Prozent senken.

Kurz zusammengefasst:Die wichtigsten Tipps

  • Kfz-Versicherung vergleichen: Beim Wechsel sind bis zu 950 Euro Ersparnis jährlich möglich. 
  • Richtiger Versicherungsumfang: Welche Taskoversicherung ist die richtige? Ist Selbstbeteiligung sinnvoll?
  • Schon beim Autokauf mitdenken: Berücksichtigen Sie Typklasse, Kraftstoffart und Alter des Wagens.
  • Zusatzoptionen prüfen: Wägen Sie ab, welche für Sie sinnvoll sind und auf welche Sie verzichten können.
  • Rabatte nutzen: Es gibt zahlreiche Rabatte in der Kfz-Versicherung. Welche kommen für Sie in Frage?
  • Sparen als Fahranfänger: Auch als Fahranfänger gibt es einige Möglichkeiten, Geld zu sparen.

Kfz-Versicherung vergleichen und wechseln

Durch einen genauen Vergleich verschiedener Versicherungen lassen sich im Jahr bis zu etwa 950 Euro sparen, denn es herrscht bis zu 50 Prozent Preisgefälle zwischen den teuersten und den günstigsten Anbietern. Also sollten Sie vor einem Neuabschluss unbedingt gründlich Tarife vergleichen und dabei vor allem auf Ihre individuellen Bedürfnisse achten. Der FinanceScout24 Kfz-Versicherungsvergleich ermöglicht Ihnen den bequemen und übersichtlichen Vergleich von über 300 Kfz-Versicherungstarifen. Geben Sie alle Faktoren an, die Ihnen Vergünstigungen ermöglichen könnten, und wägen Sie ab, welcher Versicherungsumfang für Sie am sinnvollsten ist. Mehr dazu lesen Sie im Folgenden.

Aber nicht nur als Neukunde können Sie sparen: Es lohnt sich, jedes Jahr aufs Neue die Tarife zu vergleichen und den jeweils günstigsten auszuwählen. In der Regel können Sie Ihre alte Police zum 30. November kündigen. Machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch und versichern Sie Ihr Auto jedes Jahr zu den besten Konditionen.

Kfz-Versicherung wechseln

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Der richtige Versicherungsumfang

Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich verpflichtend für alle Autobesitzer und muss bei der Zulassung eines Wagens nachgewiesen werden. Der Hintergrund ist, dass alle Verkehrsteilnehmer bei einem Unfall Schadensersatz bekommen sollen und kein Geschädigter leer ausgeht, weil sein Unfallgegner keine Haftpflichtversicherung besitzt und auch selbst nicht für den Schaden aufkommen kann. Diese Versicherung lässt sich also nicht komplett einsparen, Sie können aber durch einen Anbieterwechsel und die Beachtung einiger Tipps Ihren Kfz-Beitrag senken.

Teilkasko oder Vollkasko?

Anders sieht es bei der Voll- und Teilkaskoversicherung aus, die keine Pflichtversicherungen sind. Eine der beiden Policen ist aber meistens sinnvoll, weil die Haftpflichtversicherung nur für Schäden bei Ihrem Unfallgegner aufkommt. Den Schaden an Ihrem Wagen und alle Schäden, die nicht durch einen Unfall entstanden sind, müssen Sie selbst reparieren lassen.

Eine Teilkaskoversicherung deckt Schäden durch Unwetter (Blitzschlag, Sturm, Hagel, Überschwemmung) und Unfälle mit Haarwild ab. Außerdem sind Sie damit im Falle eines Diebstahls geschützt. Wenn Sie allerdings selbst einen Unfall verschulden oder Ihr Wagen durch Vandalismus beschädigt wird, kommt die Teilkaskoversicherung nicht für die Schäden auf.

Mit der Vollkaskoversicherung sind Sie auch in diesen Fällen abgesichert, die Beiträge sind allerdings in der Regel dementsprechend höher. Bei älteren Wagen kann sich deshalb eher eine Teilkaskoversicherung lohnen. Als Faustregel gilt, dass sich die Vollkasko sich für Neuwagen in den ersten drei bis fünf Jahren lohnt und danach die Teilkasko günstiger ist. Es gibt jedoch Ausnahmen. Bei manchen Fahrzeugmodellen ist der Preisunterschied zwischen Teil- und Vollkasko vergleichsweise gering, sodass sich ein Wechsel nicht unbedingt rentiert. Rechnen Sie daher am besten beide Varianten durch. Lesen Sie dazu auch unseren ausführlichen Ratgeber Teilkasko und Vollkasko.

Sparen mit Selbstbeteiligung und Übernahme kleiner Schäden

Bei der Teil- und Vollkaskoversicherung können Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren und damit je nach deren Höhe bis zu 25 Prozent der Beiträge sparen. Kleinere Schäden sollten Sie außerdem lieber selbst reparieren lassen, als sie der Versicherung zu melden. Sonst verlieren Sie nämlich möglicherweise Ihre Schadensfreiheitsklasse, die sich nach der Anzahl Ihrer schadensfreien Jahre richtet und für geringere Beiträge sorgt. Anders ist die Situation bei Tarifen mit einem sogenannten „Rabattretter“: Bei dieser Option, die bei manchen Anbietern kostenpflichtig hinzugebucht werden kann und bei anderen inkludiert ist, haben einen Schaden pro Jahr „frei“. Das heißt, wenn Sie einen Schaden über die Versicherung regulieren lassen, hat dies keine negativen Auswirkungen auf Ihre Schadensfreiheitsklasse.

Tipp:Mit Saisonkennzeichen sparen

Wenn Sie ein Cabrio fahren und nur in den Sommermonaten damit unterwegs sind, sparen Sie mit einem Saisonkennzeichen auch bei der Versicherung. Denn Sie zahlen nur für den Zeitraum, in dem das Fahrzeug zugelassen ist. Gleiches gilt für Wohnmobile, Motorräder, Quads und andere Fahrzeuge, die nicht das ganze Jahr über genutzt werden.

Schon beim Autokauf mitdenken

Die Typklasse berücksichtigen

Ein wichtiger Faktor für die Höhe des Kfz-Versicherungsbeitrags ist die Typklasse Ihres Wagens. Sie ist abhängig vom Schadensrisiko dieses Modells. Besonders schnelle Autos sind häufiger in Unfälle verwickelt, aber auch viele etwas ältere Kleinwagen fallen in höhere Klassen, weil sie oft von Fahranfängern gefahren werden. Bereits vor dem Autokauf sollten Sie prüfen, ob Ihr Wunschmodell in einer niedrigen Klasse liegt. Andernfalls können Sie sich für ein anderes Modell aus derselben Fahrzeugkategorie entscheiden, für das die Versicherungsprämien niedriger sind. Mit der Auswahl einer günstigen Typklasse sind Einsparungen von bis zu 80 Prozent möglich – allerdings setzt dies eine gewisse Kompromissbereitschaft voraus. Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Typklassen und Regionalklassen.

Kraftstoffart und Alter des Wagens

Autos mit Benzinmotoren sind in der Versicherung günstiger als ihre Diesel-Varianten. Hier stellt sich also die Frage, ob andere Gründe für Diesel sprechen oder Sie einen Benziner wählen wollen. So sparen Sie mit einem Dieselmotor beispielsweise beim Kraftstoff, allerdings sind die Steuern für Dieselfahrzeuge in der Regel höher. Auch die Entscheidung für einen Neu- oder Gebrauchtwagen wirkt sich auf Ihren Versicherungsbeitrag aus.

Neu- und Jahreswagen lassen sich günstiger haftpflichtversichern, weil bei ihnen weniger Schäden und eine höhere Sicherheit zu erwarten sind. Außerdem fahren die Besitzer solcher Autos vermutlich besonders vorsichtig und sind so seltener in Unfälle verwickelt. Neuwagen, die auch bei Autodieben beliebt sind, sind allerdings aufgrund des Diebstahlrisikos in der Kaskoversicherung meist relativ teuer.

Zusatzoptionen genau prüfen

Nicht alle Zusatzoptionen, die eine Kfz-Versicherung anbietet, lohnen sich tatsächlich. Wägen Sie ab, welche für Sie sinnvoll sind und auf welche Sie verzichten können, um Ihren Kfz-Beitrag zu senken.

Werkstattfreiheit

Wenn Sie selbst entscheiden wollen, in welcher Werkstatt Ihr Auto im Schadensfall repariert wird, müssen Sie bis zu 20 Prozent mehr bezahlen. Wenn Sie dagegen Ihrer Versicherung die Wahl der Werkstatt überlassen, können Sie sparen. Bei einer Schadensmeldung organisiert der Versicherer dann Abholung und Reparatur in seiner Partnerwerkstatt, was Ihnen Aufwand erspart. Von Nachteil ist die Werkstattbindung nur dann, wenn Sie Wert auf eine besonders auf Ihre Marke spezialisierte Werkstatt legen, die Partnerwerkstätten der Versicherungen sind nämlich meist freie Betriebe ohne Markenbindung. Um die Qualität der Arbeit brauchen Sie dennoch keine Sorgen zu machen, denn die Partnerwerkstätten müssen bestimmte Auflagen der Versicherungen erfüllen. Viele Versicherer überprüfen ihre Partnerwerkstätten zudem zumindest stichprobenartig.

Die Werkstattbindung gibt es übrigens nur bei Kaskoversicherungen. In der Kfz-Haftpflichtversicherung geht es um Schäden am Wagen des Unfallgegners und dieser darf die Werkstatt ohnehin frei wählen.

Mallorca-Police

Die Mallorca-Police schützt Sie bei Schäden, die Sie mit einem Mietwagen im europäischen Ausland verursachen. Sie erhöht die im Ausland meist niedrigere Deckungssumme auf den deutschen Standard und verhindert so, dass Sie die Differenz selbst bezahlen müssen. Wenn Sie allerdings nie im Ausland ein Auto mieten, können Sie auf diesen Versicherungszusatz verzichten, sofern er nicht ohnehin kostenfrei im Versicherungsumfang enthalten ist. Alles Wissenswerte über diese Versicherungsleistung finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zur Mallorca-Police.

Rabatte nutzen

Die Rabatte, die Kfz-Versicherungen gewähren, sind vielfältig. Daher stehen die Chancen gut, dass auch Sie von einem oder mehreren profitieren können:

Garagenrabatt Wer eine abschließbare Garage besitzt, spart bei der Versicherung: Der Wagen ist dann nämlich besser vor Diebstahl und Beschädigungen durch Unwetter oder Vandalismus geschützt.
Wenigfahrer-Rabatt Wenn Sie Ihr Auto wenig nutzen und zum Beispiel weniger als 15.000 Kilometer im Jahr damit fahren, gibt es weniger Potential für Unfälle und der Verschleiß ist geringer. Versuchen Sie daher Ihre jährliche Fahrleistung möglichst realistisch einzuschätzen. Allerdings sollten Sie nicht aus Kostengründen schwindeln: Fällt auf, dass Sie mehr fahren als Sie angegeben haben, kann die Versicherung im Schadenfall die Regulierung ablehnen oder sie nicht in vollem Umfang leisten.
Berufsgruppen-Rabatt Für bestimmte Berufsgruppen wie Beamte, Landwirte und Versicherungsangestellte gibt es besondere Rabatte. Sie müssen dafür allerdings nachweisen, dass Sie einen dieser Berufe hauptberuflich ausüben.
Mitgliedschaften und Abos Geben Sie bei der Versicherung unbedingt an, wenn Sie Mitglied im ADAC sind. Das kann Ersparnisse für Sie bedeuten. Auch wer eine BahnCard oder eine Monatskarte für den ÖPNV hat, kann Rabatte bekommen. Bei ihm ist nämlich zu erwarten, dass er weniger mit dem Auto unterwegs ist und es seltener zu Schäden kommt.
Hausbesitzer-Rabatt Auch Besitzer von Häusern oder Eigentumswohnungen können von Rabatten profitieren. Vor allem wenn Sie eine Wohngebäudeversicherung beim selben Versicherer abgeschlossen haben, wird die Kfz-Versicherung oftmals deutlich günstiger.
Fahrerkreis-Rabatt Wenn nicht jeder mit Ihrem Wagen fahren darf, sondern nur Sie selbst oder Ihre Familie beziehungsweise Ihr Partner dafür eingetragen sind, sparen Sie ebenfalls. Idealerweise zählen dabei zum Fahrerkreis Fahranfänger unter 23 Jahren.
Ökorabatt Wenn Ihr Auto besonders wenig Kraftstoff verbraucht und schadstoffarm fährt, wie zum Beispiel Hybridfahrzeuge, ist häufig ein Ökorabatt oder Ökotarif möglich. Informieren Sie sich aber im Vorfeld, ob ein solcher Ökotarif auch insgesamt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Jährliche Zahlungsweise und Lastschrift Wenn Sie Ihre Beiträge jährlich statt monatlich zahlen, können Sie bis zu 10 Prozent einsparen. Die Versicherungen gewähren diesen Rabatt, weil der Aufwand bei einer Einmalzahlung deutlich geringer für sie ist. Wenn Sie zusätzlich einer Lastschrift zustimmen, sparen Sie noch mehr.
Nicht mehr verfügbar: Der Frauenrabatt Lange Zeit erhielten Frauen günstigere Prämien, weil sie statistisch gesehen seltener in Unfälle verwickelt sind. Seit Ende 2012 ist dieser sogenannte „Lady-Rabatt“ jedoch nicht mehr verfügbar, da er vom Europäischen Gerichtshof als diskriminierend angesehen wurde. Bei einem Neuabschluss gibt es also nur noch Unisex-Tarife.

Gut zu wissen:Pay-as-you-drive-Tarife messen das Fahrverhalten

Eine weitere Sparmöglichkeit kann die Nutzung von Pay-as-you-drive sein: Dabei wird das Fahrverhalten gemessen und anhand eines Scores die Höhe der Prämie festgelegt. Vor allem Frauen und Senioren kamen bei einem Feldversuch der Sparkassen-Direktversicherung hierbei günstiger weg.

Gut zu wissen:Carport und Garagenrabatt

Ein Carport wird von den Kfz-Versicherungen oft nicht als ausreichend angesehen, um einen Garagenrabatt zu bekommen: Denn im Gegensatz zu Garagen ist der Carport nicht abschließbar und von zudem von außen zugänglich. Dies mindert aus Sicht vieler Versicherungen das Risiko von Unwetterschäden oder Diebstählen nicht merklich.

Sparen als Fahranfänger

Als Fahranfänger müssen Sie mit besonders hohen Kfz-Beiträgen rechnen, da die Unfallgefahr erhöht ist. Sie werden in Schadensfreiheitsklasse 0 eingestuft und müssen damit bis zu 240 Prozent der regulären Prämie zahlen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, auch hier zu sparen: Das Auto kann als Zweitwagen der Eltern versichert werden oder Sie können einen Teil der Schadenfreiheitsklasse Ihrer Großeltern übernehmen, wenn diese selbst nicht mehr fahren. Sie können davon aber nur so viele Jahre übernehmen, wie Sie selbst den Führerschein besitzen. Außerdem kann Ihnen die Teilnahme an einem Sicherheitstraining einen Rabatt einbringen.

Im Ratgeber Spartipps für Fahranfänger erhalten Sie detaillierte Information, worauf Sie als Führerscheinneuling achten sollten und wie Sie bei der Kfz-Versicherung für Ihr erstes Auto sparen können.

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