Kontoführungsgebühren: Noch gibt es Gratis-Konten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.12.2016

Die meisten Geldhäuser erheben mittlerweile Kontoführungsgebühren oder haben ihre Einführung bereits angekündigt. Als Begründung geben sie die Niedrigzinsphase an. Doch nicht alle Banken machen dabei mit. Einige haben tatsächlich noch ein Konto ohne Gebühren im Programm. Um genau zu sein: 25 Institute – allesamt Direktbanken.

Kontoführungsgebühren sind derzeit sehr populär – zumindest bei den Banken. Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls auf, da sie kaum noch ein Konto ohne Gebühren anbieten. Stattdessen führen sie diese Form der Abgabe für ihre Kunden neu ein oder erhöhen sie. Nur wenige Ausnahmen stemmen sich gegen den Trend. „Zeit online“ hat 25 Institute mit Gratiskonten ermittelt. Es sind samt und sonders Direktbanken.

Kontoführungsgebühren sollen Verluste verringern

Vor allem als die Postbank im August 2016 ankündigte, ab November 2016 Kontoführungsgebühren einzuführen, war der Aufschrei groß. Schließlich gehörte die Filialbank zu den Vorreitern des kostenlosen Girokontos. 20 Jahre lang hatte das Geldhaus die kurzfristigen Einlagen seiner Kunden kostenlos gemanagt. Die Wende begründete es mit der aktuellen Niedrigzinsphase infolge der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Problem für die Kreditanstalten: Mit dem Geld ihrer Kunden verdienen sie momentan kaum noch etwas, wenn sie es weiterverleihen. Und deponieren sie über Nacht überschüssige Mittel bei der EZB, dann werden dafür sogar Strafzinsen fällig. Um Verluste zu verringern, erhöhen die Banken und Sparkassen vielerorts die Kontoführungsgebühren. Die liegen laut Stiftung Warentest, die 100 Banken daraufhin abgeklopft hat, überwiegend zwischen zwei bis drei Euro im Monat.

Wo gibt es noch ein Konto ohne Gebühren?

Lediglich 25 Banken haben ein solches Gratisangebot laut „Zeit online“ noch im Programm. Die Anzahl schwinde allerdings, „wenn man zudem nach fairen Dispozins-Konditionen fahndet (unter acht Prozent), eine kostenlose Kreditkarte zur Bedingung macht und nach denen schaut, die keine Preisänderungen angedroht haben." Am Ende stünden nur noch vier Banken auf dem Zettel: Consors, DKB, ING-DiBa und Santander. Sie alle sind Direktbanken.

Das hat seinen Grund. Da sie kein Netz an Filialen und damit weniger Mitarbeiter und Verwaltungsaufwand haben, ist ihre Kostenstruktur deutlich schlanker als bei den konkurrierenden Filialbanken. Darüber müssten sich potenzielle Neukunden allerdings klar sein. Persönliche Beratung gibt es nur online oder telefonisch.

Quelle: Zeit online

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