Wie gut sind Zinsportale für Festgeld und Tagesgeld?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.01.2018

Wer beim Sparen auf Finanzportale zurückgreift, um die dortigen Angebote zu vergleichen, kann sich finanzielle Vorteile sichern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Stiftung Warentest, die kürzlich durchgeführt wurde. Doch die Verbraucherorganisation gibt auch zu bedenken, dass sich Verbraucher vorab genau informieren sollten, bevor sie Geld online bei einer Bank anlegen.

Die aktuelle Niedrigzinsphase macht Tages- und Festgelder so unrentabel wie nie zuvor. Wer sich aufgrund der hohen Sicherheit der Anlageprodukte aber doch zur Investition entschließt, sollte die Angebote der Banken genau vergleichen. Eine einfache Möglichkeit hierfür bieten laut der Stiftung Warentest Finanzportale. Übersichtlich listen sie auf, wo es sowohl im In- als auch im Ausland derzeit die besten Zinsen für Tagesgeld und Festgeld gibt.

Portale als Vermittler

Für Kunden ist die Nutzung solcher Portale komplett kostenfrei. Aus rein rechtlicher Sicht agieren die Finanzportale als Finanzvermittler, brauchen daher auch keine eigene Bankenlizenz. Sie erhalten von den gelisteten Kreditinstituten Provisionen, wenn sie Aufträge erfolgreich vermitteln. Ariane Lauenburg, Anlageexpertin der Stiftung Warentest, sieht die Portale positiv: „Zinsportale sind eine bequeme Möglichkeit für Sparer, Angebote auch von anderen Banken anzunehmen. Sie müssen sich nur einmal bei dem Portal anmelden, dann wird Ihr Geld über eine Partnerbank beispielsweise im Ausland angelegt. Diese kann oft bessere Zinsen bieten als die Hausbank.“ Oft sind es immerhin einige Zehntelprozent, die sich durch so einen Vergleich an Mehreinnahmen generieren lassen. In Zeiten niedriger Zinsen kann dies mitunter – und auch immer vor dem Hintergrund der Anlagesumme – sehr attraktiv sein. Denn bei vielen Filialbanken erhalten die Kunden momentan zum Teil nur 0 bis 0,2 Prozent Zinsen für Tagesgelder. „Wenn man zu einer Onlinebank geht, bekommt man mehr: In der Regel so ungefähr 0,8 Prozent für Tagesgeld, für ein Festgeld mit einjähriger Laufzeit in etwa 1,0 Prozent. Viel mehr ist nicht drin,“ so Lauenburg weiter.

Augen auf bei den Banken

Einige Zinsportale vermitteln auch Tages- und Festgelder aus dem EU-Ausland. Zwar greift auch hier die europäische Einlagensicherung und schützt Bankeinlagen bis zu einem Betrag von 100.000 Euro, dennoch sollte man sich genau über das Kreditinstitut und die Bonität des EU-Landes informieren.

Quelle: Deutschlandfunk

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