Darum bleibt 2018 mehr Geld im Portmonee

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.01.2018

Obwohl für 2018 keine Steuerreform auf dem Plan steht, tut sich doch einiges auf dem Gehaltszettel – und zwar zum Guten für Arbeitnehmer. Das liegt vor allem daran, dass die Sozialabgaben künftig sinken werden. Und auch der Grundfreibetrag steigt an, damit die kalte Progression zumindest etwas eingedämmt werden kann.

Wer Ende Januar auf die erste Gehaltsabrechnung des neuen Jahres blickt, dürfte Grund zur Freude haben. Denn in vielen Fällen sollte mehr Netto vom Brutto für Arbeitnehmer übrig bleiben. Auch ohne Steuerreform sorgen sinkende Sozialabgaben für das Plus im Portmonee.

Bis zu 532 Euro mehr Geld

Der Steuer-Professor Frank Hechtner von der Freien Universität Berlin hatte bereits Ende 2017 für die Süddeutsche Zeitung berechnet, was 2018 für Arbeitnehmer bringt. Das Ergebnis: Im neuen Jahr können kinderlose Alleinstehende bis zu 277 Euro pro Jahr mehr in der Tasche haben. Familien mit zwei Kindern kommen sogar auf bis zu 532 Euro Entlastung. Allerdings ist die Höhe der Ersparnis auch stark davon abhängig, wie viel die Arbeitnehmer verdienen.

Zurückzuführen sind die positiven Nachrichten auf zwei wesentliche Effekte. Zum einen sinken die Beiträge für die Sozialversicherung in verschiedenen Bereichen. Zum anderen kommt der Gesetzgeber seiner grundlegenden Pflicht nach, die kalte Progression auszugleichen. Zumindest was das von Steuern freizustellende Existenzminimum betrifft. So steigt der Grundfreibetrag von um 180 Euro auf 9.000 Euro, wovon jedoch vor allem Besserverdiener profitieren. Auch der Kinderfreibetrag steigt pro Elternteil um 36 Euro pro Jahr auf 2.394 Euro. Zudem gibt es zwei Euro mehr Kindergeld pro Monat und Kind.

Sozialversicherungsbeträge sinken

In diesem Jahr sinkt der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung leicht um 0,1 Prozentpunkte. Davon profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen. Entlastet werden die Arbeitnehmer bei der Krankenversicherung, denn der Zusatzbeitrag sinkt im Durchschnitt ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte – aber nicht bei allen Krankenkassen.

Quelle: Sueddeutsche

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