Die größten Armutsrisiken in Deutschland

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.04.2018

Laut statista sind in Deutschland rund 20 Prozent der Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Als arm gilt hier grundsätzlich, wer weniger als 60 Prozent des Median-Einkommens verdient. Doch wo liegen die Gründe für Armut? Vor allem Arbeitslosigkeit führt dazu, dass Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können und Personen am Existenzminimum leben müssen. Aber auch der unvorsichtige Umgang mit Geld, Kinder, mangelhafte Vorsorge und Schicksalsschläge sind reale Gefahren.

Laut Eurostat sind 70 Prozent der Arbeitslosen in Deutschland von Armut bedroht – die Hauptursache für Armut. Kein Wunder, bricht doch das vorher sichere Einkommen plötzlich weg. Wer seinen Lebensstil nicht komplett umstellt, läuft sogar Gefahr, sich zu überschulden.

Arbeitslosigkeit, Überschuldung, Kinder

Kredite aufzunehmen, um beispielsweise Fortbildungen, ein neues Auto oder einen Umzug zu finanzieren, ist grundsätzlich kein Fehler. Wer das Darlehen allerdings ohne genaue Planung beantragt, dem droht im schlimmsten Fall die Überschuldung. Kreditnehmer sollten zunächst eine klare Haushaltsrechnung aufstellen, bevor sie mit ihrer Kreditanfrage zur Bank gehen. Zudem ist es nicht ratsam, mehrere Kredite aufzunehmen oder – selbst bei Engpässen – die teuren Dispokredite länger als wenige Tage zu nutzen.

Problematisch wird die Aufnahme von fremden Geldern immer dann, wenn der Arbeitsplatz verloren wird. Ob unverschuldet oder durch eigene Verantwortung, ist dabei für die Folgen der Arbeitslosigkeit irrelevant: Arbeitslose können Kredite nicht mehr tilgen, haben Probleme bei der Mietzahlung und müssen starke Abstriche beim Lebensstil machen. Rund 70 Prozent der Arbeitslosen sind laut Eurostat hierzulande von Armut bedroht.

Gefährdet sind im Übrigen auch Familien mit Kindern. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung erhöht sich das Armutsrisiko mit jedem Kind. Vor allem Alleinerziehende seien hiervon betroffen, ist die Belastung aus Job und Familie doch oft enorm hoch.

Vorsorge und persönliche Gründe

Für die Armut können aber auch persönliche Schicksalsschläge sorgen. Unfälle, Erkrankungen oder Todesfälle in der Familie sorgen dafür, dass die finanziellen Einschnitte enorm sind. Hier hilft es nur, den Risiken durch Berufsunfähigkeitsversicherung oder Risikolebensversicherung vorzubeugen. Genau diese Vorsorge sollte auch für das Alter erfolgen. Wer möglichst früh anfängt, kann auch mit kleineren Beträgen ein attraktives Vermögen für den Ruhestand aufbauen.

Quelle: Focus, statista

Einmal monatlich Spartipps und News:

Newsletter abonnieren und gratis PDF erhalten!