Erziehung prägt späteren Umgang mit Geld

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 24.07.2015

Schule, Familie und finanzielle Bildung bestimmen den späteren Umgang mit Geld. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach beeinflussen nicht nur der Wirtschaftsunterricht und die generelle Schulbildung das spätere Finanzverhalten von Kindern. Auch die Erziehung durch die Eltern trägt indirekt dazu bei, wie geschickt der Nachwuchs im Erwachsenenalter seine Einnahmen anlegt.

Was den Umgang mit Geld betrifft, können Verbraucher geschickt oder weniger geschickt sein. Vielen sind zum Beispiel gewinnbringende Formen der Geldanlage nicht bekannt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat nun genauer untersucht, welche Faktoren das Finanzverhalten im Erwachsenenalter bestimmen.

Streuung des Vermögens als Maßstab

Als Maßstab, wie geschickt der Umgang mit Geld ist, zog das DIW die Streuung des Geldvermögens heran. Wer nur Aktien seines Arbeitgebers besitzt, verhält sich weniger geschickt als Menschen, die ein Depot mit vielen verschiedenen Wertpapieren unterhalten und somit ihr Risiko durch Streuung minimieren, so der Ansatz. Wer das Fach Wirtschaft in der Schule hatte, so ergab die Studie, wird sein Vermögen mit einer 13 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit über mehrere Anlageformen verteilen. Menschen mit einer generell hohen Schulbildung haben ein durchschnittlich um 23 Prozent breiter gestreutes Vermögensportfolio.

Erziehung beeinflusst späteren Umgang mit Geld am stärksten

Die Schulbildung beeinflusst den Umgang mit Geld aber eher allgemein, beispielsweise über die Rechenfähigkeit. „Ein gutes Verständnis für Zahlen und eine Affinität zum Rechnen fördern natürlich die finanzielle Bildung und damit letztlich auch gutes Finanzverhalten“, erklärt DIW-Ökonomin Antonia Grohmann gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Erziehung sei jedoch mindestens genauso wichtig. Um dies zu ermitteln, wurden Fragen gestellt, wie: „Haben Ihre Eltern Sie zum Sparen ermuntert?“, oder „Haben Ihre Eltern Ihnen das Budgetieren beigebracht?“ Auch Kindheits- und Jugenderfahrungen im Umgang mit Geld wirken sich auf das spätere Finanzverhalten aus. Gemessen wurde dies daran, ob jemand mit 15 Jahren schon einen Job oder mit 18 Jahren ein Bankkonto hatte.

Eltern haben einige Möglichkeiten früh Geld für ihren Nachwuchs anzulegen. Tipps rund um das Thema Geldanlage für Kinder und Gründe, um für die Kinder zu sparen, finden Sie im FinanceScout24-Ratgeber: "Geldanlage für Kinder". 

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