Es ist nie zu früh: Sparen für die Kinder und Enkel

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 16.11.2017

Wer Geld für Kinder oder Enkel zurücklegen möchte, steht derzeit vor einem Problem: Niedrigzinsen. Das klassische Sparbuch und Tages- oder Festgelder bringen kaum Rendite. Wie die Zeitschrift „Finanztest“ jetzt berichtet, gibt es aber durchaus gewinnbringende Anlageformen für den Nachwuchs. Dabei sollten sich Großeltern und Eltern vor allem an ETF-Sparpläne halten.

Beim Sparen für Enkel oder Kinder gilt: Das Geld kann gar nicht früh genüg angelegt werden. Denn durch den Zinseszinseffekt wächst der Kapitalstock exponentiell, sprich: erst langsam und mit der Zeit überproportional stärker werdend. So können auch mit kleinen monatlichen Sparraten von nur 25 Euro bis zum 18. Geburtstag des Kindes schon kleine Vermögen aufgebaut werden – wenn das richtige Anlageprodukt gewählt wird.

ETFs als ideales Sparprodukt

Zwar bieten viele Banken und Sparkassen spezielle Guthabenkonten für Minderjährige, die deutlich besser verzinst werden als herkömmliche Tagesgeldkonten, doch mehr als ein bis zwei Prozent Zinsen pro Jahr gibt es derzeit nicht. Die Zeitschrift „Finanztest“ empfiehlt allen Eltern und Großeltern daher, bei der Vorsorge für die Kinder umzudenken und auf sogenannte ETFs zu setzen. Diese Indexfonds bieten beim Vermögensaufbau gleich mehrere Vorteile:

ETFs bilden einen bestimmten Index wie etwa den DAX oder den MSCI World Aktienindex ab. So fließt das gesparte Kapital indirekt in eine Vielzahl von Einzelwerten, was das Risiko der Investition breit streut. Weil die Indexfonds, anders als klassische Investmentfonds, nicht aktiv verwaltet werden, sind sie im Unterhalt sehr günstig. Das spart gerade auf lange Sicht viel Geld, das nachher für das Kind übrig bleibt. Zudem ist die Rendite der Finanzprodukte deutlich höher als bei Fest- oder Tagesgeldern. Seit 1970 beträgt der durchschnittliche Jahresgewinn des MSCI World laut dem Verbraucherportal „finanztip“ stolze 6,8 Prozent – trotz zweitweiser Finanz- und Wirtschaftskrisen.

Konsequenz zahlt sich aus

Besser als eine einmalige Investition in einen solchen Fonds sind Sparpläne, die monatlich Geld in den ETF investieren. So entgehen Sparer dem Risiko, besonders hohe Kaufkurse zu erwischen. Durch die kontinuierlichen Einzahlungen wird zudem langfristig und regelmäßig Vermögen aufgebaut, auch Sparraten ab 25 Euro lohnen sich schon. Um den Zinseszinseffekt optimal nutzen zu können, sollten vorsorgende Eltern und Großeltern nach Möglichkeit direkt bei der Geburt des Kindes mit dem Kapitalaufbau beginnen.

Quellen: Finanztip, Spiegel Online, Der Bank Blog

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