Immer mehr Deutsche gehen mit 63 in Rente

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 29.01.2018

Das Interesse an der Rente mit 63 wächst. Laut der Deutschen Rentenversicherung gingen im Jahr 2017 erstmals mehr als 250.000 Anträge für den früheren Eintritt ins Rentenalter ein. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich so eine Steigerung um fünf Prozent. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 1,6 Millionen neue Rentenanträge gestellt.

Immer mehr ältere Arbeitnehmer zieht es in den vorzeitigen Ruhestand mit 63. Sie nutzen das 2015 eingeführte Gesetz, um den Lebensabend schon früher mit Freizeit, Familie und Hobbys verbringen zu können. Trotz der gestiegenen Rentenanträge zeigt sich die deutsche Rentenkasse derzeit in guter Verfassung. Weil die Rückstellungen 2017 enorm anstiegen, konnten die Beiträge zur Rentenversicherung für 2018 sogar um 0,1 Prozent gesenkt werden.

Rente mit 63 auf dem Vormarsch

Am Donnerstag bestätigte ein Sprecher der Rentenversicherung einen Bericht der „Bild“-Zeitung über die Zahl der Anträge für die Rente mit 63. Insgesamt 253.521 neue Anträge zählte die Versicherung im Jahr 2017 und damit fünf Prozent mehr als noch 2016. Gezahlt wird die Rente mit 63 ohne Abschlag, wenn der Arbeitnehmer vorher mindestens 45 Jahre lang gearbeitet hat und in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Ab dem Jahrgang 1953 steigt die Altersgrenze für die abschlagsfreien Zahlungen schrittweise an. Wer 1964 oder später geboren wurde, muss hingegen wie bislang 65 Jahre alt sein.

Noch Anfang 2017 hatte die Bundesregierung befürchtet, dass die hohen Antragszahlen und die Mütterrente für eine starke Belastung der Rentenkasse sorgen würden. Doch dank der guten Lage am Arbeitsmarkt stiegen die Rücklagen in der Versicherung auf mehr als 33 Milliarden Euro an. In der Folge konnten sich aktuelle Beitragszahler über eine kleine Entlastung bei den Beiträgen von 0,1 Prozent freuen.

Trotz abschlagsfreier Rente: Private Altersvorsorge wichtig

Über die Höhe der bewilligten Renten machte die Rentenversicherung derweil keine Angaben. Vor dem Hintergrund steigender Altersarmut sollten sich heutige Arbeitnehmer aber nicht allein auf die staatlichen Zahlungen verlassen. Es ist wichtig, privat beispielsweise über langfristig angelegte Aktienstrategien Vermögen aufzubauen. Die Kombination aus gesetzlicher Rentenzahlung und privatem Vermögensaufbau sorgt dann für finanzielle Sicherheit im Alter.

Quellen: Tagesschau, Spiegel.de

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