Private Altersvorsorge: Deutsche sind skeptischer

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.07.2015

Die Deutschen haben zunehmend Angst, dass sich ihr Lebensstandard im Alter verschlechtern wird. Mehr als jeder zweite Berufstätige zweifelt jedoch am Sinn der privaten Altersvorsorge. Dies zeigt eine neue Studie zur Ruhestandsplanung. 60 Prozent der Deutschen sorgen nicht privat vor. Als Grund dafür geben viele die niedrigen Zinsen an.

Fast 60 Prozent der Deutschen blicken mit Angst auf ihr Leben im Rentenalter, 40 Prozent haben mit der Ruhestandsplanung noch nicht begonnen viele hegen Zweifel am Sinn der privaten Altersvorsorge. Das sind einige Ergebnisse einer Umfrage des Versicherungskonzerns Axa, über die die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet. Im Rahmen der repräsentativen Umfragen wurden im März und April dieses Jahres 3.243 Menschen zu ihrer Ruhestandplanung befragt.

Engagement in private Altersvorsorge ist zurückgegangen

Mit einem Anteil von 40 Prozent ohne Ruhestandsplanung hat sich die Zahl der vermeintlich Unbekümmerten seit einer ähnlichen Umfrage von vor zehn Jahren mehr als verdoppelt. Allerdings haben offenbar nur die wenigsten ein ruhiges Gewissen dabei. So gaben 39 Prozent der Befragten an, dass sie mit einer schlechteren Lebensqualität im Alter rechnen. Und obwohl die Bundesbürger im Schnitt 412 Euro monatlich zur privaten Vorsorge für notwendig halten, geben sie durchschnittlich nur 257 Euro dafür aus. Die Studie legt dafür zwei Gründe nahe. So bezweifelt mehr als die Hälfte, dass das Engagement aus eigener Tasche wirklich sinnvoll ist. 59 Prozent schließen aufgrund der niedrigen Zinsen keine Vorsorgeverträge ab, rund 20 Prozent haben bestehende Verträge aufgrund der Niedrigzinsen bereits gekündigt.

Ruheständler in Bremen sind am zufriedensten

Die Menschen, die bereits in Rente sind, scheinen hingegen sehr zufrieden mit ihrem Leben zu sein. Mehr als 75 Prozent der Ruheständler gaben an, dass ihr Lebensstandard im Vergleich zum Berufsleben gleich geblieben ist oder sich sogar verbessert hat. Kurioserweise sind die Rentner in Bremen, dem Bundesland mit der höchsten Armutsquote, am zufriedensten, während die Ruheständler im wohlhabenden Bayern gemeinsam mit den Thüringern das Schlusslicht bilden. Doch selbst dort hat sich bei 69 Prozent die Lebensqualität nicht verschlechtert.

 | shutterstock.com 

Alle 2 Wochen Spartipps und News:

Newsletter abonnieren und gratis PDF erhalten!