Geldanlage Sparbuch im Überblick

Zuletzt aktualisiert am 16.08.2019

Das Sparbuch gilt als wenig rentabel und liegt dennoch auf Platz 1 der beliebtesten Anlageformen. Ein Hauptgrund dafür ist die hohe Sicherheit.

Weiterhin fallen noch keine Gebühren für die Führung eines Sparbuchs an. Allerdings haben es Sparwillige heute deutlich schwerer, ein geeignetes Anlagekonto zu finden.

Sicherheit statt Rendite

Auf vermeintlich riskante Geldanlagen verzichten die Deutschen trotz Aussicht auf eine möglicherweise hohe Rendite. Sparerinnen und Sparer entscheiden sich immer noch vorwiegend für das aktuell niedrig verzinste Sparbuch. Ganze 41 Prozent legen ihr Vermögen darin an, wie eine Umfrage für den Bankenverband nun ermittelte.

Doch warum ist die Anlage mit geringer Rendite immer noch begehrenswert? Einerseits natürlich aufgrund der Sicherheit des Geldes. So ist es in physisch vorhandener Form sowohl vor Hackerangriffen als auch vor technischen Pannen geschützt. Außerdem fungiert die Einlagensicherung, die Sparguthaben vor einer Bankenpleite bewahrt. Da verwundert auch kaum, dass bei der Wahl der Geldanlage der Aspekt der Sicherheit eine große Rolle spielt, wie die Umfrage ebenfalls zeigte. 82 Prozent der Sparerinnen und Sparer lehnen höhere Risiken in puncto Geldanlage ab; auch, wenn dadurch die Chance auf einen höheren Ertrag steigen würde.

Keine Gebühren für Sparbuch

Zwar bringt das Sparbuch aufgrund der niedrigen Zinsen keinen solchen Ertrag – oder zumindest nur einen verschwindend geringen. Meist wird es mit 0,001 % Zinsen oder noch weniger Rendite „belohnt“. Allerdings fallen umgekehrt auch keine Gebühren für die Anlage an. Wer beispielsweise in Aktien investiert, muss bei den meisten Banken das Depot finanzieren und tief in die Tasche greifen.

Auch vor Negativzinsen sind Sparguthaben auf dem klassischen Sparbuch noch geschützt. Selbst, wenn eines Tages Negativzinsen für Sparer im Raum stehen würden, sind Freibeträge von 50.000 Euro auf Sparbücher denkbar. Doch ist es gar nicht mehr so einfach, ein Sparbuch zu eröffnen. Früher der automatisch erste Weg zur Bank, der das traditionelle Sparschwein von Kindern ablöste, wird es heute nur noch selten angeboten.

Wenn, dann meist nur in Kombination mit einem Girokonto. Viele Banken bieten lediglich für Kinder die Möglichkeit einer solchen Sparanlage. Wer also schon ein Sparbuch hat, sollte davon absehen, es zu kündigen.

Quelle: wiwo.de

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