Wohnen im Alter: Viele Deutsche sorgen nicht vor

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.12.2016

Laut einer aktuellen Umfrage beschäftigen sich viele Deutsche nicht mit dem Wohnen im Alter. Sie würden zwar später gerne weiterhin zu Hause wohnen, häufig ist die Wohnung oder das Haus aber nicht barrierefrei. Vielen Befragten ist zudem nicht bewusst, dass sie für einen entsprechenden Umbau Förderung erhalten könnten.

Das eigene Wohnen im Alter ist anscheinend für viele Bundesbürger kein Thema. Konkrete Vorstellungen davon, wie und wo sie ihren Lebensabend am liebsten verbringen möchten, haben allerdings viele Deutsche. Doch nur wenige kümmern sich konkret darum, zum Beispiel durch einen barrierefreien Umbau. Das zeigt eine Umfrage des Industriekonzerns Thyssenkrupp.

Wohnen im Alter: Die meisten möchten zu Hause bleiben

Mit 37 Prozent möchte die Mehrheit der für die Studie „Wohnen im Alter 2016“ befragten über 40-Jährigen später am liebsten weiterhin in ihren aktuellen vier Wänden wohnen – die allerdings noch nicht altersgerecht gestaltet sind. 23 Prozent wollen ebenfalls zu Hause bleiben und haben sogar bereits jetzt eine altersgerechte Wohnung. 15 Prozent möchten sich eine neue barrierefreie Bleibe suchen, wenn es so weit ist. Zwölf Prozent wollen später im betreuten Wohnen leben und elf Prozent wünschen sich ein selbstbestimmtes Projekt, zum Beispiel ein Mehrgenerationenhaus. Bei den Angehörigen unterkommen will hingegen nur eine kleine Minderheit von 3 Prozent.

Viele Deutsche meiden das Thema

Trotz genauer Vorstellungen: An der notwendigen Vorsorge fehlt es bei vielen Umfrageteilnehmern: Nur 23 Prozent der 40- bis 49-Jährigen haben sich schon mit ihrer eigenen Wohnsituation im Alter beschäftigt – damit hat jeder Dritte das Thema bisher gemieden. In der entsprechenden Studie aus dem Jahr 2014 war es nur jeder Achte. Selbst in der Gruppe der über 60-Jährigen gaben nur 59 Prozent an, sich bereits mit der Thematik Wohnen im Alter auseinandergesetzt zu haben.

Pflegestärkungsgesetz fördert barrierefreien Umbau

Das ab dem 1. Januar 2017 geltende Pflegestärkungsgesetz (PSG) macht unter bestimmten Umständen Zuschüsse möglich, wenn die eigene Wohnung barrierefrei umgebaut werden soll. Wie Thyssenkrupp ermittelt hat, ist das jedoch 54 Prozent der Deutschen gar nicht bekannt. Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Baumaßnahmen, die der Barrierefreiheit dienen.

Quelle: Thyssenkrupp

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