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GfK: Privater Konsum als Wirtschaftsmotor

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.02.2016

Laut einer Prognose der GfK wird der private Konsum auch 2016 ein wichtiger Motor für die deutsche Wirtschaft sein. Das Wachstum soll mit zwei Prozent noch deutlicher ausfallen als im vergangenen Jahr. Auch in anderen EU-Ländern ist ein Konsumanstieg zu erwarten.

Auch 2016 wird der private Konsum einen wichtigen Beitrag zur deutschen Konjunktur leisten. Das besagt eine Prognose der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Die Marktforscher sehen aber auch für die meisten anderen europäischen Länder positive Effekte durch den Konsum von Privatpersonen voraus. Bereits im vergangenen Jahr spielte die Kaufneigung der Verbraucher eine große Rolle für das Wirtschaftswachstum in Deutschland: Der private Konsum stieg um 1,9 Prozent und machte damit rund 54 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung aus. Die GfK rechnet für 2016 sogar mit einem Konsumanstieg von zwei Prozent, der damit stärker ausfallen würde als das erwartete Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

Konsum für Events, Reisen und Wellness

Vor allem im Event-Bereich sind die Bundesbürger in Kauflaune. So konnten sich zum Beispiel Kinobetreiber konnten sich im vergangenen Jahr über wachsende Verkaufszahlen freuen. Daneben geben die Verbraucher aber auch gerne Geld für Reisen oder Wellness-Angebote aus. Ausgaben für Renovierungen und Autos sind ebenfalls beliebt.

Auch der Einzelhandel wird vom positiven Konsumklima profitieren: Die GfK-Prognose rechnet mit einem Anstieg von 1,7 Prozent im Bereich Non-Food und 1,5 Prozent im Lebensmittelhandel. Als Gründe für den wachsenden Konsum nennen die Marktforscher die steigende Wirtschaftskraft, die einen Rückgang der Arbeitslosigkeit mit sich bringt. Die niedrigen Preise für Benzin und Öl und die damit verbundene geringe Inflation sind weitere Faktoren, die für mehr Geld auf dem Girokonto sorgen und so die Kauflaune positiv beeinflussen. Im Lebensmittelhandel werden das wachsende Qualitätsbewusstsein der Verbraucher und das Bevölkerungswachstum durch Migration der Prognose zufolge für höhere Umsätze sorgen.

Positive Prognose auch für ehemalige Krisenländer

Doch nicht nur für Deutschland sieht die GfK-Prognose einen wachsenden privaten Konsum voraus: Innerhalb der EU ist nach Ansicht der Meinungsforscher mit einem Anstieg von 1,5 bis 2 Prozent zu rechnen. In vielen Mitgliedstaaten hat sich die Stimmung der Verbraucher positiv entwickelt. Die Arbeitslosigkeit in Europa ist insgesamt um acht Prozent zurückgegangen, was sich häufig auch positiv auf die Anschaffungsneigung ausgewirkt hat.

Auch ehemalige Krisenländer wie Spanien, Portugal oder Irland konnten im vergangenen Jahr einen Anstieg beim privaten Konsum bemerken. In Griechenland ist die wirtschaftliche Lage der Verbraucher jedoch nach wie vor angespannt.

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