Änderungen für Verbraucher: Neuregelungen im April

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 29.03.2017

Trotz ihres Zeitpunktes handelt es sich bei den im April in Kraft tretenden Neuregelungen um keinen Scherz. Deutschen Verbrauchern stehen in verschieden Bereichen Änderungen bevor. So werden die Preise für Plastiktüten angezogen, während das Surfen im Ausland günstiger wird. Doch auch in Themen wie Leiharbeit, Notfalldienst, Währung und Wohnen warten Neuregelungen.

Zwar bekommen Verbraucher keine Plastiktüten zum Nulltarif mehr, können dafür im Ausland jedoch weitaus günstiger surfen und telefonieren. Zum April treten für die Deutschen zahlreiche Änderungen in Kraft. Neben Neuregelungen zum Thema Wohnen, gehören auch Veränderungen der Leiharbeitsverhältnisse, der Währung und des Notfalldienstes dazu.

Frischer Aprilwind für Verbraucher

Während an den Supermarktkassen schon länger ein paar Cent pro Plastiktüte verlangt werden, sollen jetzt auch viele andere Geschäfte nachziehen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) gab bekannt, dass bald 60 Prozent der Plastiktüten nur gegen Aufpreis erhältlich sind. Günstiger hingegen wird es Ende April für Urlauber im europäischen Ausland. Eine EU-Vorschrift begrenzt die Roaming-Gebühren auf fünf Cent pro Megabyte, zuzüglich Mehrwertsteuer. Telefon-Verbindungen dürfen so ebenfalls nur noch fünf Cent pro Minute und SMS nur zwei Cent extra kosten. Bezahlt wird dann ab dem vierten April mit einem neuen, fälschungssicheren 50-Euro-Schein. 

Auch im Streit um mangelhafte Produkte und Dienstleistungen gibt es im April gute Nachrichten. Bei Unstimmigkeiten mit Unternehmen sollen unabhängige Verbraucherschlichtungsstellen helfen sowie vermitteln. Während der Notfallschlichtungsservice kostenlos ist, sind die Unternehmen jedoch nicht zur Teilnahme verpflichtet. Um Notfälle im medizinischen Sinne besser behandeln zu können, sollen weniger dringende Fälle an Ärzte und Bereitschaftsdienste verwiesen werden. Ab April erhalten Kliniken dafür zusätzliche Abklärungspauschalen. Auch die Akutbehandlung in der Psychotherapie wird im neuen Monat erleichtert.

Neuregelungen zum Wohnen und Arbeiten

Für nachhaltiges Bauen können ab April höhere Kredite erwartet werden. Die staatliche Förderbank KfW verschärft zwar die Anforderungen, erweitert jedoch den Rahmen für energieeffiziente Neubauten. Während die bisherige Obergrenze bei 50.000 Euro lag, können Bauherren jetzt doppelt so viel erhalten. Werden neue Heizungen eingebaut, die mit festen Brennstoffen wie Pellets oder Scheitholz heizen, so müssen sie ab Anfang April Effizienz- und Abgasvorgaben erfüllen. Dies gilt für Anlagen mit einer Wärmeleistung bis 500 Kilowatt. 

Nicht zuletzt ändern sich auch die Auflagen für Leiharbeiter. Ab Anfang April dürfen Arbeitnehmer nicht länger als 18 Monate an dasselbe Unternehmen verliehen werden. Dann müssen sie wechseln oder übernommen werden. Hinzu kommt der Equal Pay, der Leiharbeitern bei vergleichbarerer Beschäftigung auch eine vergleichbare Bezahlung bringen soll. In beiden Fällen können nur Tarifverträge Ausnahmen bilden.

Quellen: Neue Osnabrücker Zeitung, n-tv

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