Deutsche Anleger sind bei Finanzen technikaffin

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.10.2016

Einer Umfrage zufolge gibt es deutliche Unterschiede zwischen Anlegern in Deutschland und in den USA. Die Bundesbürger zeigen sich bei Geldanlagen technikaffin, während Amerikaner eher misstrauisch gegenüber neuen Technologien bleiben. Dagegen haben viele Deutsche kein Vertrauen zu Finanzberatern, was für Amerikaner hingegen kein Problem darstellt.

Die Anleger in Deutschland sind technikaffin und offen dafür, bei ihrer Geldanlage Computer einzusetzen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Quirin Bank, die zeitgleich jeweils über 1.000 Verbraucher ab 18 Jahren in Deutschland und den USA befragt hat. Zwischen den beiden Nationen zeigten sich dabei deutliche Unterschiede im Umgang mit Finanzangelegenheiten.

Deutsche sind bei der Geldanlage technikaffin, Amerikaner deutlich weniger

Das grundsätzliche Interesse am Thema Geldanlage ist in beiden Ländern ungefähr gleich groß: In Deutschland gaben 43 Prozent an, daran sehr interessiert oder zumindest eher interessiert als uninteressiert zu sein. on den USA waren es 46 Prozent. In beiden Ländern stieg das Interesse außerdem mit einem höheren Einkommen. Allerdings sind die deutschen Anleger im Vergleich sehr technikaffin: 51 Prozent sind der Meinung, dass ohne Computer eine Auswahl guter Geldanlagen nicht möglich ist. In den USA glauben das nur 26 Prozent und 30 Prozent denken sogar das Gegenteil. Außerdem sind die Bundesbürger deutlich aufgeschlossener gegenüber internationalen Anlagen: 23 Prozent würden Geld außerhalb der Bundesrepublik anlegen, 15 Prozent haben das bereits getan. Die Amerikaner wollen ihr Geld dagegen ungern aus dem Land lassen: Nur 14 Prozent können sich mit dem Gedanken anfreunden und lediglich sechs Prozent haben bereits so angelegt.

Deutsche Anleger misstrauen Beratern

Auffällig ist in der Umfrage aber auch, dass deutsche Anleger ihr Geld ungern in die Hand von Beratern und Vermögensverwaltern geben. 57 Prozent der deutschen Befragten haben ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber dieser Berufsgruppe, in den USA sind es dagegen nur 23 Prozent. Gründe für das Misstrauen der Bundesbürger sind die Angst, aus Provisionsinteresse nicht objektiv beraten zu werden oder zu viel für die Beratung zahlen zu müssen. Außerdem glauben 58 Prozent der deutschen Anleger, dass angesichts der immer komplizierter werdenden Finanzmärkte selbst Experten kaum noch den Überblick behalten können. In den USA sind nur 41 Prozent der Befragten dieser Ansicht. Die Anleger hierzulande sind zwar technikaffin, aber auch weniger risikofreudig: 36 Prozent erklärten, grundsätzlich keine börsennotierten Wertpapiere in ihrem Depot zu haben. Bei den Amerikanern sind es nur 27 Prozent, die dies generell ablehnen. 

Quelle: Quirin Bank

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