Inflationsrate auch zum Jahresende niedrig

Zuletzt aktualisiert am 02.12.2019

Entgegen der Erwartungen von Analysten stieg die Inflationsrate im November wieder nicht an. Sie stagniert bei 1,1 Prozent – und befindet sich somit nach wie vor auf dem Tiefststand seit Februar 2018. Der Grund sind unter anderem niedrige Preise für Benzin.

Die EZB möchte weiterhin mit Negativzinsen und Anleihekäufen gegensteuern. Auch bleibt die Hoffnung, dass gestiegene Löhne im Euroraum bald in Form teurer Verbraucherpreise weitergegeben werden.

Tiefststand durch geringe Energiepreise

Wie auch im Oktober liegt im November 2019 die Inflationsrate bei 1,1 Prozent. Im Monatsvergleich konnte ein Rückgang um 0,8 Prozent der Verbraucherpreise verzeichnet werden. Der tiefe Stand, der sich seit Februar 2018 auf einem Minimum befindet, bleibt damit auch zum Jahresende bestehen. Zu diesem Ergebnis kam nun das Statistische Bundesamt in Wiesbaden, es handelt sich jedoch um eine erste Schätzung.

Zwar stiegen die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen um jeweils 1,8 Prozent sowie Mieten für Wohnungen um 1,4 Prozent – daher überraschte die schwache Preisentwicklung auf den ersten Blick.

Der Aufpreis in diesen Bereichen konnte jedoch durch einen Rückgang der Energiekosten wieder ausgeglichen werden. Die Preise für Benzin und leichtes Heizöl sanken um 3,7 Prozent. Somit wurde die Erwartung eines Anstiegs der Inflationsrate auf 1,2 Prozent insgesamt nicht erfüllt.

EZB strebt höhere Inflation an

Angestrebt wird jedoch durch die EZB (Europäische Zentralbank) eine höhere Inflation, die den gesamten Euroraum betreffen soll. Diese liegt seit Jahren bei etwa zwei Prozent. Erreicht wurde sie im November wieder nicht – doch bleibt zu hoffen, dass eine stärkere Preisentwicklung durch ansteigende Löhne im Euroraum durchgesetzt wird. Die höheren Lohnzahlungen konnten bislang, wahrscheinlich aufgrund der schwachen Konjunktur, nicht merklich in Form von höheren Preisen an den Endverbraucher weitergegeben werden.

An der lockeren Geldpolitik hält die EZB nach wie vor fest; so bleiben die Negativzinsen bestehen und auch die viel diskutierten Anleihekäufe von 20 Milliarden Euro im Monat sollen laut Beschluss im September wieder aufgenommen werden. Die neue Präsidentin Christine Lagarde versprach außerdem, die Strategien der Bank – wahrscheinlich auch in Hinblick auf die Inflation – noch einmal zu prüfen.

Quelle: focus.de

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