Pensionsfonds für Beamte: Erträge stark gesunken

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.08.2016

Die Altersversorgung für Beamte wird wohl auch künftig größtenteils aus Steuergeldern finanziert werden: Die Erträge der staatlichen Pensionsfonds sind laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" stark eingebrochen. Demnach haben sich die Renditen der Fonds im Vergleich zu 2014 zum Teil mehr als halbiert und liegen teils bei weniger als einem Prozent.

Die Erträge der staatlichen Pensionsfonds sind innerhalb der letzten zwei Jahre stark eingebrochen, teils haben sie sich sogar halbiert. Das geht aus einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hervor, die eine entsprechende Umfrage unter den Finanzministerien der deutschen Bundesländer durchgeführt hat. Hintergrund ist demnach die aktuelle Niedrigzinsentwicklung am Kapitalmarkt.

Renditen der Pensionsfonds waren 2014 noch gut

Wie die Umfrage der "Süddeutschen Zeitung" zeigt, sorgten vergleichsweise hohe Zinserträge und Dividenden bis 2014 noch für gute Rendite bei den Pensionsfonds: So lag der Ertrag in Sachsen-Anhalt 2014 bei 8,26 Prozent und in Baden-Württemberg bei 7,55 Prozent. Bereits ein Jahr später zeigte sich jedoch schon der Einbruch der Renditen, teils hatten sich die Erträge zu diesem Zeitpunkt bereits halbiert. Im ersten Halbjahr 2016 setzte sich der Trend fort. So liegt der Ertrag der Pensionsfonds laut dem Bericht aktuell in vielen Bundesländern schon bei unter einem Prozent – in Sachsen-Anhalt etwa waren es im ersten Halbjahr des laufenden Jahres gerade einmal 0,16 Prozent.

Pensionsfonds: Rücklagen für die Altersversorgung der Beamten

Die Pensionen für Beamte in Deutschland finanzieren sich zum Teil aus Steuergeldern, zum Teil aus den Pensions- und Versorgungsfonds der Bundesländer. Zur Bildung entsprechender Rücklagen für die Altersversorgung sind die Länder verpflichtet. Einige Länder besitzen außerdem  zusätzliche Versorgungsfonds, die aus Landeshaushaltsmitteln gespeist werden. Aufgrund der Renditenentwicklung bei den Fonds ist jedoch laut Bericht der "Süddeutschen Zeitung" davon auszugehen, dass die Steuerkassen auch künftig stark für die Beamtenpensionen beansprucht werden.

Bundesländer investieren verstärkt in Aktien

Grund für die Negativentwicklung bei den Erträgen sind neben dem anhaltenden Niedrigzinsniveau laut der Umfrage auch Kursverluste am Aktienmarkt. Aufgrund der sinkenden Zinsen ist es mittlerweile möglich, dass bis zu 50 Prozent der Fondsvermögen in Aktien investiert werden, was viele Bundesländer auch nutzen. Beliebt sind dabei Indexfonds, auf die etwa Brandenburg setzt.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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