So viel Geld kostet die Rente mit 63

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.02.2018

Kommen Arbeitnehmer auf mindestens 35 Versicherungsjahre, dürfen sie früher in Rente gehen. Allerdings gibt es dann weniger Geld – zumindest wenn noch keine 45 Beitragsjahre erreicht sind. Auf das komplette restliche Leben bezogen ergeben sich so hohe Abschläge für die vorzeitigen Ruheständler. Die Stiftung Warentest hat konkret nachgerechnet: Mehrere zehntausend Euro lassen Rentner unter Umständen liegen.

Dank der Rentenreform der letzten GroKo können viele Arbeitnehmer schon deutlich früher in Rente gehen, als sie ursprünglich geplant hatten. Wer allerdings vor dem gesetzlich vorgesehenen Alter den Ruhestand beantragt, zahlt pro Monat des vorzeitigen Beginns einen Abschlag von 0,3 Prozent. Im drastischsten Fall summiert sich der Abschlag auf ein Minus von 14,4 Prozent. Doch Arbeitnehmer können den Abschlag mindern.

Rente vor 65 Jahren sehr beliebt

Laut der Stiftung Warentest arbeitet nicht einmal jeder zweite Arbeitnehmer bis zum eigentlichen Renteneintrittsalter von 65 Jahren beziehungsweise in Zukunft 67 Jahren. Vorzeitig in den Ruhestand geht es für Arbeitnehmer, die mindestens 35 Jahre Beiträge in die Kasse einbezahlt haben. Komplett ohne Kürzungen dürfen diejenigen in Rente gehen, die auf mindestens 45 Beitragsjahre kommen. Wer beispielsweise mit 16 in die Lehre gegangen ist und seitdem durchweg gearbeitet hat, kann ohne Bedenken mit 63 mit der Arbeit aufhören.

Mehrere hundert Euro Verlust pro Monat

Alle anderen Arbeitnehmer zahlen pro Monat der vorzeitigen Rente einen Abschlag von 0,3 Prozent auf ihre Rentenzahlung. Ein Beispiel: Herr Meier ist 1955 geboren und müsste theoretisch bis zum Jahr 2020 arbeiten. Genauer gesagt, bis er 65 Jahre und neun Monate alt ist. Er geht aber schon im Jahr 2018 nach 40 Jahren Arbeit und im Alter von 63 in Rente. Dadurch ergeben sich gleich zwei Minderungen der Rente:

  • Abschlag: Weil Herr Meier „zu früh“ in Rente geht, zahlt er für die insgesamt 33 Monate einen Abschlag von 9,9 Prozent auf seine Rentenzahlung.
  • Fehlende Einzahlung: Zudem zahlt Herr Meier auch 33 Monate kürzer in die Rentenkasse ein, wodurch sich die Renteneinzahlung an sich mindert.

Bei einem Rentenanspruch von eigentlich 1.725 Euro pro Monat ergeben sich laut der Stiftung Warentest so Einbußen von 271 Euro pro Monat.

Quelle: Focus

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