Luxus auf Überholspur: Hohe Renditen für Ferrari & Co

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.03.2017

Während Porsche noch in den 1990ern das Sorgenkind des VW-Konzerns war, fährt der Luxushersteller der Konzernmutter nun davon. Das operative Plus beträgt laut den am Freitag veröffentlichten Zahlen 13,9 Prozent und damit 3,9 Milliarden Euro. Für 2017 wird zwar eine Stagnation prophezeit, aber die würde auf einem hohen Niveau stattfinden. Auch andere Marken im Premiumsegment freuen sich über Zuwächse.

Der Luxuswagenhersteller Porsche konnte 2016 ein deutliches Rendite-Plus einfahren. Der Mutterkonzern Volkswagen hat jedoch seit Bekanntwerden des Abgasskandals nicht nur deutliche Imageprobleme, sondern kämpft auch mit deutlich schlechteren Renditen: Von 100 Euro Umsatz bleiben hier nur 1,80 Euro Gewinn. Die Audi-Tochter kommt lediglich auf 8,20 Euro. Bei Porsche sind es mit 17,40 Euro Betriebsgewinn mehr als das Doppelte. Doch auch andere Luxusauto-Hersteller wie Ferrari und Maserati verzeichnen hervorragende Bilanzen.

Sportwagen fahren allen davon

Bei Ferrari gestaltet sich die Rendite sehr ähnlich. Lag sie 2015 noch bei 15,6 Prozent, stieg sie inzwischen auf 19,2 Prozent an und übertrifft Porsche damit prozentual. Da der Ferrari-Konzern aber deutlich kleiner ist, gestaltet sich der Zugewinn in absoluten Zahlen kleiner.

Die zum Fiat-Chrysler-Konzern zugehörige Marke Maserati verzeichnete im letzten Quartal 2016 eine Rendite von elf Prozent, die damit nur geringfügig niedriger ist als bei Porsche. Dem Konkurrenten zollt Maserati-Chef Reid Bigland großen Respekt, auch wenn der enorme Zuwachs seiner Meinung nach vor allem dem derzeitigen Geländewagen-Boom geschuldet sei, den Porsche mit seinen Modellen bedient.

Erfolg liegt im Bedürfnis nach Statussymbolen

Für Experten ist der derzeitig enorme Erfolg solcher Luxusmarken vor allem der Strahlkraft der entsprechenden Namen geschuldet, für die auch gerne ein Autokredit aufgenommen oder tiefer in die Tasche gegriffen wird. Inzwischen sei weitreichend bekannt, dass sich die einzelnen Bauteile nicht grundlegend von denen günstigerer Hersteller unterscheiden, allein der Premium-Markenname reiche als Kaufanreiz. Die Preissensitivität ist bei so emotionalen Kaufentscheidungen nicht besonders hoch.

Hinzu kommt sicherlich die insgesamt gute Wirtschaftslage. Weltweit gibt es immer mehr Menschen, deren Vermögen ausreichend ist, um sich einen Luxuswagen leisten zu können. Die potenzielle Käuferschaft wächst ununterbrochen, ob in China, Russland oder eben Deutschland.

Das sind beste Voraussetzungen für die Einführung des neuen Porsche Sportwagen-Modells, das passend zu den aktuellen Unternehmenszahlen Superfast heißt und bis zu 340 km/h schaffen soll.

Quellen: WirtschaftsWoche, Handelsblatt, Manager Magazin

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