Weihnachtsgeschenke kaufen: Ohne sparen nicht drin

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 25.11.2016

Der Legende nach bringt zwar der Weihnachtsmann die Geschenke. In der Praxis sind es allerdings doch meist Menschen, die die Weihnachtsgeschenke für ihre Liebsten kaufen. Und der Großteil von ihnen muss sogar vorab sparen, um sich das leisten zu können. Dennoch wollen die Deutschen in diesem Jahr so viel Geld für Geschenke ausgeben wie schon lange nicht mehr.

Um Weihnachtsgeschenke kaufen zu können, müssen fast drei Viertel der Bundesbürger Geld beiseitelegen. Nur knapp jeder Fünfte kann es sich leisten, ohne vorheriges Sparen zum Fest der Liebe Geschenke zu kaufen, wie aus einer aktuellen Umfrage der Comdirect Bank hervorgeht.

Deutsche lassen sich Schenklaune nicht vermiesen

Doch auch wenn der monatliche Geldeingang auf dem Girokonto offenbar nicht ausreicht, um neben den laufenden Ausgaben noch Geschenke zu kaufen, lassen sich die Deutschen die Lust am Schenken nicht vermiesen. Neun von zehn Befragten gaben an, in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke kaufen zu wollen.

Besonders wichtig ist die Bescherung naturgemäß bei jungen Familien. „Die Bereitschaft, Geld für Weihnachtspräsente auszugeben, ist dementsprechend bei Haushalten mit Kindern besonders ausgeprägt“, sagt Kirsten Albers, Leiterin Banking bei Comdirect. In dieser Gruppe gaben sogar 96 Prozent an, Weihnachtsgeschenke kaufen zu wollen.

Allerdings sind es auch bei den kinderlosen Haushalten immerhin noch 88 Prozent, die es sich nicht nehmen lassen wollen, ihre Lieben an Weihnachten zu beschenken – sparen hin oder her. Unabhängig davon, ob sie Kinder haben oder nicht, ist die Freude am Schenken bei den 30- bis 39-Jährigen besonders groß: Nur sechs Prozent in dieser Altersgruppe kaufen zu Weihnachten keine Geschenke.

Zum Vergleich: Bei den 50- bis 59-Jährigen können immerhin 13 Prozent das Fest der Liebe offenbar auch gut ohne Geschenke zelebrieren.

Gute wirtschaftliche Lage ermöglicht Sparen für den Geschenkekauf

Dass die Deutschen sparen müssen, um Weihnachtsgeschenke kaufen zu können, überrascht indes nicht. Denn auch wenn das Geld knapp ist, knausern sie dabei nicht.

Im Schnitt planen die Bundesbürger, in diesem Jahr 266 Euro für Geschenke auszugeben, wie die Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) kürzlich im Rahmen einer Studie ermittelte. Das sind rund drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Für die gestiegene Schenklaune gibt es nach Einschätzung der Studienautoren eine einfache Erklärung: „Die Beschäftigung in Deutschland hat Rekordniveau erreicht, und dank hoher Tarifabschlüsse, niedriger Inflation und gesunkener Energiekosten haben die Deutschen mehr Geld im Portemonnaie.“, so Thomas Harms, Leiter Retail & Consumer Products bei EY. Auch wenn das Plus im Geldbeutel bei vielen Menschen nicht ausreicht, um den Geschenkekauf auf einen Schlag zu bestreiten, so können sie doch Monat für Monat ein wenig dafür sparen.

Quellen: Comdirect, Ernst & Young

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