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Bausparverträge auflösen oder Tarifwechsel?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.01.2013

Alte Bausparverträge mit hohen Zinsen kommen die Bausparkassen teuer zu stehen. Deshalb würden die Gesellschaften ihre Kunden gern zu einem Tarifwechsel überreden. Doch selbst wenn die Bausparkasse einigen Druck ausübt: Für die Sparer zahlt sich eine Vertragsumwandlung in der Regel nicht aus. So lange es geht, sollte der Altvertrag behalten werden.

Unter dem historisch niedrigen Zinsniveau leiden nicht nur Verbraucher, die ihr Geld in Tagesgeld oder Festgeld angelegt haben. Auch die Bausparkassen haben Schwierigkeiten mit ihren Erträgen. Deshalb schreiben derzeit viele Institute ihre Kunden an, um sie zu einem Tarifwechsel bei den Bausparverträgen zu überreden oder sie ganz aus dem Segment zu drängen. Denn da die alten Tarife viel höhere Zinsen bieten als heutige, sind sie den Bausparkassen ein Dorn im Auge.

Bausparverträge mit außergewöhnlichen Zinsen

Vier bis fünf Prozent Zinsen erhalten Sparer bei Bausparverträgen, die vor mehreren Jahren abgeschlossen wurden. Mit zweifelhaften Anschreiben würden die Bausparkassen ihre Kunden gern zu einem Tarifwechsel überreden, um die lukrativen Bausparverträge nicht mehr bedienen zu müssen. Beispielsweise regen die Gesellschaften dazu an, sich einen langgehegten Traum zu erfüllen. Experten raten deutlich davon ab, sich zu einem Zugriff auf den Bausparvertrag überreden zu lassen. Denn wer sich Geld davon auszahlen lässt, verzichtet auf außergewöhnlich gute Zinsen.

Konditionen werden beim Tarifwechsel nicht besser

Bei einer Vertragsumwandlung bieten die Gesellschaften günstigere Darlehen, aber ebenso schlechtere Einlagenzinsen an. Die Vermittler der Neuverträge erhalten Provision, weswegen sie gerne Druck ausüben. Den Bausparvertrag kündigen dürfen die Bausparkassen indes nur, wenn die angepeilte Sparsumme zu 100 Prozent erreicht ist. Ab dann ist der Zweck des Vertrages - die Baufinanzierung - erfüllt, mit dreimonatiger Frist kann er aufgelöst werden. Wenn die Bausparkasse bereits nach 40 oder 50 Prozent des Sparzieles auf eine frühzeitige Zuteilung des Altvertrages drängt, muss der Kunde dies nicht annehmen. Stattdessen kann er weiter einzahlen und von den hohen Zinsen profitieren.

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