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Rentenerhöhung 2015 niedriger als erwartet

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.11.2014

Im kommenden Jahr wird die Rentenerhöhung geringer sein als bisher angenommen. Durch Änderungen in der Beschäftigungsstatistik wird bei der Rentenanpassung ein niedrigerer Wert zugrunde gelegt. Gleichzeitig ist eine Senkung des Rentenbeitrags möglich.

Die Rentenerhöhung im kommenden Jahr fällt wohl niedriger aus, als bislang erwartet. Der Grund sind neue Berechnungen bei der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, berichtet „Spiegel Online“ unter Berufung auf die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ).

Rentenanpassung abhängig von aktueller Lohn- und Gehaltsentwicklung

Der starke Zuwachs an Beschäftigten im Niedriglohnsektor in der Statistik wirkt sich negativ auf die Renten aus, da anhand der Beschäftigungsstatistik der Arbeitsagentur die Lohn- und Gehaltsentwicklung in der Bundesrepublik gemessen wird. Diese wiederum ist ein wichtiger Faktor bei der Berechnung des aktuellen Rentenwertes. Durch die Erweiterung der Statistik um Beschäftigte in Werkstätten für Behinderte, in Jugendhilfe und bei Berufsbildungswerken sowie um Personen, die Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr leisten, gibt es etwa 410.000 zusätzliche Beschäftigte im Niedriglohnbereich.

Rentenerhöhung etwa ein Prozent niedriger als erwartet

Nach Berechnungen der „SZ“ dürfte die Rentenerhöhung in der Folge im kommenden Jahr um circa ein Prozent niedriger ausfallen als bislang angenommen. Im Juli 2014 war die Rente im Westen um 1,67 Prozent gestiegen, im Osten um 2,53 Prozent. In den westdeutschen Bundesländern ist der Anteil von in Behindertenwerkstätten Beschäftigten deutlich höher ist als im Osten. Daher sind hier höhere Einbußen bei der Rente zu erwarten als in den ostdeutschen Ländern. Für 2016 werde nach Informationen der „SZ“ aber bereits wieder ein größeres Plus bei der Rentenanpassung erwartet. Langfristig würde sich der niedrigere Rentenzuwachs daher nicht negativ auswirken.

Rentenbeitrag könnte sinken

Positive Nachrichten gibt es hingegen für Beitragszahler. Nach Informationen des „Spiegel“ könne der Rentenbeitragssatz 2015 um 0,2 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent sinken. Dies gehe aus Berechnungen von Regierung und Rentenversicherung hervor. Bereits jetzt werden allerdings Stimmen aus Opposition und Gewerkschaftsreihen laut, die eine Senkung des Rentenbeitrags als kurzsichtig kritisieren. Die Rücklagen der Rentenversicherung seien nicht ausreichend, sodass nach einer Beitragssenkung bald wieder eine Erhöhung erforderlich wäre. Für Arbeitnehmer empfiehlt sich auf jeden Fall eine zusätzliche private Altersvorsorge, beispielsweise in Form der Riester-Rente.

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