20.06.2017
Seit längerem schien der Bauboom kaum noch zu bremsen, doch nun zeigt das erste Quartal des Jahres einen deutlichen Dämpfer. Das Statistische Bundesamt teilt am Montag einen starken Rückgang der genehmigten Bauvorhaben mit und so schrumpfte beispielsweise die Zahl der bewilligten Wohnungen um neun Prozent. Auch bei Einfamilienhäusern oder Ausbaumaßnahmen in bestehenden Gebäuden haben sich die Zahlen vermindert.
19.06.2017
Die Wirtschaft der Bundesrepublik boomt und steht an der Schwelle zur Hochkonjunktur. Zwar bringt der Erfolg Deutschland einen Produktions- und Exportrekord nach dem anderen ein, jedoch auch immer wieder Kritik. Eine Schweizer Studie widerlegt nun, dass die deutsche Leistung zulasten anderer Länder gehen soll. Ihr zufolge sichert die wirtschaftliche Stärke 4,8 Millionen Jobs in den übrigen Staaten der Europäischen Union.
17.06.2017
Der deutsche Verbraucher bekommt für seinen Euro weniger als den EU-Schnitt – und mehr als seine westlichen Nachbarn. Mit dem Niveau für private Konsumausgaben liegt die Bundesrepublik neusten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge 3,6 Prozent über dem Durchschnitt innerhalb der Europäischen Union. Niedriger liegen dennoch lediglich Polen und die Tschechische Republik.
16.06.2017
Deutsche Bankkunden werden in Zukunft wohl noch stärker zur Kasse gebeten. Einer Umfrage zufolge will ein Drittel der Sparkassen und Banken die Preise spätestens bis Ende des Jahres höherschrauben. Die niedrigen Zinsen bringen Geldinstitute zunehmend in die Bredouille und so wird auf der Suche nach neuen Ertragsquellen von Kontoführungs- und Überweisungsgebühren bis zur Zahlung für das bloße Geldabheben wenig unversucht gelassen.
14.06.2017
Es ist die nächste historische Strafe für die Deutsche Bank: Im Euribor-Rechtsstreit in den Vereinigten Staaten muss das Geldinstitut eine hohe Vergleichszahlung von 170 Millionen Dollar leisten. Die vorläufige Einigung konnte am Montag mit dem US-Bezirksgericht in Manhattan erzielt werden. Der Deutschen Bank und anderen Geldinstituten wird vorgeworfen, den Referenzzinssatz über Jahre manipuliert zu haben.
13.06.2017
Der deutsche Außenhandelsüberschuss ist immer wieder Mittelpunkt scharfer Kritik. Seitens des Internationalen Währungsfonds, aber auch der EU-Kommission und Regierungschefs zahlreicher Länder wurde bereits wiederholt eine Korrektur der Handelsbilanz gefordert. Ökonomen sehen die Lösung zum Abschmelzen der Überschüsse in einer Mehrwertsteuer-Senkung. Bei der großen Koalition trifft dieser Vorschlag jedoch auf wenig Gegenliebe.
12.06.2017
Zehn Jahre hat die Europäische Zentralbank keine Straffung ihrer extrem lockeren Geldpolitik angedeutet, mit welcher Inflation und Wirtschaft in Europa immer weiter angeheizt werden. Nun strich die EZB weitere Zinssenkungen aus dem Programm und ließ eine leichte Kursänderung erkennen. Trotz der Andeutungen und einer erfolgversprechenden Konjunktur des Euroraums könnte der Weg aus dem Nullzinsklima noch einige Zeit dauern.
10.06.2017
Die britische Premierministerin Theresa May musste in den Parlamentswahlen am Donnerstag überraschend ihr absolute Mehrheit einbüßen. Der deutsche Leitindex zeigt sich jedoch unbeeindruckt von der Wahlschlappe der Regierungschefin und steigt vor Börsenstart leicht an. Analysten zeigen sich derweil unschlüssig über die weiteren Auswirkungen des Ergebnisses, das auch von einer Abwahl des harten Brexits kündet.
09.06.2017
Die ersten drei Monate des Jahres brachten den gesetzlichen Krankenkassen einen kräftigen Überschuss. Mehr als 620 Millionen Euro ergänzen im ersten Quartal die Polster - das Vorjahresquartal hatte hingegen nur etwa 200 Millionen eingebracht. Die inzwischen auf Rekordhoch befindlichen Rücklagen liegen laut Frankfurter Allgemeine Zeitung bei 16,5 Milliarden Euro.
08.06.2017
Es wird eng auf dem deutschen Immobilienmarkt. Während die Mieten weiter ins Unermessliche zu steigen scheinen, sind Leerstand und Neubauten Mangelware. Seitens des deutschen Mieterbundes hagelt es jetzt Vorwürfe für die Bundesregierung. Insgesamt zeige sich die Mietpreisbremse als nutzloses Unterfangen, gegen das Vermieter folgenlos verstoßen können, und auch die Wohnungspolitik bleibe weiter hinter den Erwartungen zurück.
07.06.2017
Die Riesterrente soll eigentlich dabei helfen, sich gegen die zu erwartenden Verluste bei der gesetzlichen Altersvorsorge abzusichern. Doch das Vertrauen der Riester-Sparer in diese Form der privaten Rentenversicherung scheint zu schwinden - es mangelt an Einzahlern. Derzeit ist jeder fünfte der rund 16,5 Millionen bestehenden Riester-Verträge ruhend eingestellt.
06.06.2017
Die Schlagzeilen um manipulierte Abgaswerte bei Europas größtem Autobauer nehmen kein Ende. Auch gegen die VW-Tochter Audi erhebt Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) nun schwere Vorwürfe. Das Unternehmen soll manipulierte Software zur Reduktion des Abgasausstoßes verwendet haben, wenn das Auto auf dem Prüfstand war. Bislang wurde Audi keine unzulässige Einrichtung nachgewiesen, doch müssten jetzt 24.000 Fahrzeuge zurückgerufen werden.
03.06.2017
US-Präsident Donald Trump setzt mit der Aufkündigung des Klima-Abkommens ein deutliches Zeichen zur Abschottung seines Landes und rund um den Erdball macht sich Beklemmung breit. Die deutschen Anleger scheint dies jedoch nicht aus der Fassung zu bringen – sie treiben den DAX auf ein neues Rekordhoch. Das Börsenbarometer zeigt zum Wochenende einen Stand von über 12.800 Punkten.
02.06.2017
Eine Wirtschaft auf Höchstniveau und die spürbare Frühjahrsbelebung haben die Zahl der Arbeitslosen, sowohl im Vergleich zum Vorjahreswert als auch zum April, deutlich gedrückt. Saisonbedingt liegt die Erwerbslosenquote im Mai bei 5,6 Prozent und damit so niedrig wie seit 26 Jahren nicht mehr. Nach neusten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit nur 2,498 Millionen Deutsche als arbeitslos gemeldet.
01.06.2017
Die Automobilbranche steht in Deutschland scheinbar vor einem Problem: Zwar fahren auf unseren Straßen mehr Fahrzeuge denn je. Das Durchschnittsalter der geführten Autos und ihrer Besitzer sowie Käufer steigt jedoch rapide. Es fehlt an jungen Nachwuchskunden. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des „Center of Automotive Research“ (CAR) der Universität Duisburg hervor.