Immobilienkredite absichern: Restschuldversicherungen im Test

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.08.2017

Mehr als eine Million Deutsche möchte sich in den nächsten zwei Jahren den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Für die meisten von ihnen stellt eine geeignete Immobilienfinanzierung den ersten wichtigen Grundstein dar. Doch was passiert, wenn der Partner stirbt und Hinterbliebene allein für den Kredit aufkommen müssen? In diesen Fall sollen Restschuldversicherungen vorsorgen. Die Stiftung Warentest hat sie jetzt auf den Prüfstand gestellt.

Wenn der Partner stirbt, sehen sich Hinterbliebene nicht nur mit ihrer Trauer, sondern auch mit finanziellen Fragen konfrontiert. Damit der Bau des Eigenheims auch nach dem Todesfall verwirklicht werden kann, sollen Restschuldversicherungen die Hinterbliebenen absichern. Immerhin träumen mehr als eine Million Deutsche den Traum vom eigenen Heim in den nächsten zwei Jahren zu verwirklichen. Wie gut Restschuldversicherungen bei Immobiliendarlehen greifen, hat die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen.

Unterschiede in Preis und Versicherungsart

Laut einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach planen mehr als eine Million Deutsche in den nächsten zwei Jahren den Bau des Eigenheims. Neben der Finanzierung spielt dabei vor allem die Absicherung gegen Risiken eine wichtige Rolle. Die Stiftung Warentest hat zwölf Versicherer mit 26 Angeboten unter die Lupe genommen und große Preisunterschiede aufgedeckt. Bei gleicher Immobilienfinanzierung reichte die Preisspanne für den Schutz von 974 bis 3.108 Euro. Mit dieser Zahlung könne sich laut der Auswertung ein 200.000 Euro starker Kredit mit einer Laufzeit von 20 Jahren sinnvoll absichern lassen.

Unter den Restschuldversicherungen gibt es drei Varianten. Zum einen können Policen gewählt werden, die jedes Jahr an die Restschuld des Darlehens angepasst werden und bereits ab 64 Euro im Jahr einen lückenlosen Schutz bieten. Als zweite Variante bieten zunächst gleichbleibende, dann fallende Zahlungen einen Restschuldschutz. Zuletzt finden sich Angebote mit konstant fallendem Schutz, auf dem Test.de-Portal der Stiftung Warentest wird jedoch vor der mangelnden Sicherheit der Angebote gewarnt.

Empfehlungen der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest spricht sich klar für die Tarife mit jährlicher Anpassung aus. Diese können zwar teurer ausfallen, bieten jedoch einen weitaus besseren Schutz. Kritische Stimmen aus den Medien beziehen sich der Verbraucherorganisation zufolge eher auf Konsumentenkredite über 5.000 Euro, an denen meist nur Banken und Versicherer verdienen. Weiter empfiehlt die Stiftung Warentest die Tarife von Europa und Credit Life als günstigste Anbieter. Zudem sollten Interessenten vorsichtig sein, wenn Kreditifinanzierer eine Restschuldpolice anbieten und lieber Angebote vergleichen. Für Paare würde zudem ein Abschluss völlig ausreichen.

Quellen: Test.de

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