Bausparverträge sind spezielle Verträge, die nur mit Bausparkassen abgeschlossen werden können. Die Vermittlung dieser Verträge erfolgt jedoch in der Regel über Banken und Versicherungen, mit denen die Bausparkassen Kooperationen eingegangen sind. Das Ziel eines Bausparvertrages ist in den meisten Fällen die Inanspruchnahme des Bauspardarlehens. Dieses kann für die Finanzierung von verschiedenen wohnwirtschaftlichen Maßnahmen, zum Beispiel für Renovierungs- oder Modernisierungszwecke aber auch für den Erwerb einer neuen Einbauküche, genutzt werden.
Um das Bauspardarlehen zu erhalten, muss der Bausparvertrag aber vorher, je nach Tarif, mit 40-50% der vereinbarten Bausparsumme bespart werden. Ist die Mindestansparung erfolgt und wurde auch die Mindestlaufzeit eingehalten, erlangt der Bausparvertrag die Zuteilungsreife und das Bauspardarlehen kann genutzt werden. Das Bauspardarlehen ist vor allem aufgrund seiner geringen Zinsen, die meist deutlich unter den Konditionen für vergleichbare Baudarlehen liegen, interessant. Gleichzeitig werden die Zinsen bereits bei Abschluss des Bausparvertrages fest vereinbart und können sich auch bei einer Ansparzeit von mehreren Jahren nicht mehr ändern.
Allerdings variieren die Darlehenszinssätze der Bausparkassen zwischen 1,95%-4,0% p.a., wodurch ein Vergleich vor Abschluss des Vertrages notwendig ist. Das Internet bietet hier verschiedene Möglichkeiten. Doch ein Bausparvertrag ist neben der günstigen Finanzierungsmöglichkeit auch für viele Sparer eine interessante Alternative zum Banksparplan, denn die Verzinsung sowie die Sicherheit sind analog. So erhalten Bausparer, die einen entsprechenden Spartarif wählen, durchschnittlich 4% p.a. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, staatliche Förderung zu nutzen, wodurch die Rendite auf bis zu 6% p.a. angehoben werden kann. Die Förderung ist zum einen über die Arbeitnehmersparzulage und zum anderen über die Wohnungsbauprämie möglich. Für den Erhalt der Zahlungen sind jedoch eine Mindestvertragslaufzeit von sieben Jahren sowie Einkommensgrenzen zu beachten.
Auch die Guthabenzinsen der Bausparkassen unterscheiden sich stark, wodurch auch hier ein Vergleich sinnvoll sein kann. Beim Abschluss eines Bausparvertrages legen Berater und Kunde gemeinsam die Bausparsumme fest. Anhand dieser Bausparsumme werden schließlich die monatliche Mindestsparleistung sowie die spätere Darlehensrückzahlung festgelegt. Auch sollten Bausparer darauf achten, dass die Bausparsumme die Grundlage zur Berechnung der Abschlussgebühr darstellt. Diese kann für den Bausparvertrag zwischen 0,5-1,6% der Bausparsumme liegen und so die Rendite stark belasten. Einige Bausparkassen verzichten mittlerweile sogar auf die Abschlussgebühr. Derartige Angebote sind häufig im Internet zu finden.